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Laut Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO sind in den letzten 100 Jahren weltweit über 75 Prozent der Nutzpflanzen verloren gegangen – in Europa sogar über 90 Prozent. Heute liefern nur noch wenige Sorten Reis, Mais und Weizen die Hälfte aller pflanzenbasierten Kalorien. Andere Arten werden vernachlässigt. Diese gefährliche Verarmung macht Ernährungssysteme anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels und für Schädlinge.
Gleichzeitig konzentriert sich der globale Saatgutmarkt in den Händen weniger Konzerne. Strenge Sortenschutzgesetze und neue gentechnische Züchtungsmethoden schränken vielerorts die bewährte und Jahrhunderte alte Praxis ein, Saatgut aus eigener Ernte weiterzuverwenden, zu tauschen oder zu verkaufen. Besonders im Globalen Süden bedroht dies kleinbäuerliche Betriebe, obwohl sie bis zu 80 Prozent des weltweit genutzten Saatguts erhalten und weiterentwickeln.
Wer Bäuerinnen und Bauern das Recht auf eigenes Saatgut nimmt, gefährdet ihre Existenz und unsere gemeinsame Zukunft. Die Ökumenische Kampagne 2026 stellt deshalb das Recht auf Saatgut in den Fokus – als Grundlage für das Recht auf Nahrung. In Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützen die beteiligten Hilfswerke Gemeinschaften dabei, lokale Saatgutsysteme zu schützen, agrarökologisch zu wirtschaften und ihre Rechte politisch einzufordern. Gleichzeitig sammelt die Kampagne in der Schweiz Spenden für Projekte zur Ernährungssicherung, informiert über die globalen Zusammenhänge unseres Ernährungssystems und zeigt konkrete Handlungsmöglichkeiten im Kampf gegen den Hunger auf. Denn Saatgutvielfalt ist die beste Versicherung gegen Hunger und die Folgen des Klimawandels.
Weiterführende Informationen und Unterlagen:
Auskünfte:
Die Ökumenische Kampagne in Kürze:
Fastenaktion und HEKS führen seit 1969 jährlich eine Ökumenische Kampagne in den sechs Wochen vor Ostern durch. Seit 1994 beteiligt sich auch «Partner sein», das Hilfswerk der christkatholischen Landeskirche. Die Ökumenische Kampagne hat zum Ziel, die Öffentlichkeit für die Ungerechtigkeiten zu sensibilisieren, die weltweit zu über 670 Millionen Menschen in Hunger und Armut führen. Diese Realität zu erkennen, genügt jedoch nicht. Deshalb zeigen die drei Werke Handlungsmöglichkeiten auf: Das eigene Konsumverhalten verändern, Menschen in Südprojekten mit einer Spende unterstützen oder sich an einer Aktion beteiligen – so wird die Ökumenische Kampagne zum Inbegriff gelebter Solidarität. Die Organisationen führen in verschiedenen Ländern des Globalen Südens Entwicklungs- und Klimaprojekte durch und fordern unter anderem das Recht auf Nahrung für alle sowie Klimagerechtigkeit.
Lorenz Kummer
Medien und Campaigning
HEKS – Hilfswerk
der
Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz
Mobil: +41 76 461 8870
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: HEKS
HEKS, das Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, unterstützt in über 30 Ländern auf vier Kontinenten Projekte der Entwicklungszusammenarbeit zur Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit und setzt sich für ein Leben in Würde für alle Menschen ein. Gleichzeitig wirkt HEKS mit seiner entwicklungspolitischen Arbeit auf einen systemischen Wandel hin – in der Schweiz und weltweit.
HEKS leistet weltweit humanitäre Hilfe für die Opfer von Naturkatastrophen und kriegerischen Konflikten und unterstützt die kirchlich-diakonische Arbeit in Osteuropa und im Nahen Osten. In seiner Programmarbeit in der Schweiz setzt sich HEKS für die Rechte und Anliegen von Geflüchteten und sozial benachteiligten Menschen ein.
HEKS fördert mit seinen Projekten die Hilfe zur Selbsthilfe, orientiert sich dabei an den Bedürfnissen und Ressourcen der betroffenen Menschen und setzt die Projekte gemeinsam mit diesen um. In seinen weltweiten Projekten wie auch bei seiner Sensibilisierungsarbeit zu entwicklungs- und gesellschaftspolitischen Themen in der Schweiz fokussiert HEKS auf die vier Schwerpunkte Klimagerechtigkeit, Recht auf Land und Nahrung, Flucht und Migration sowie Integration.
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