ZFV: Wie erlebst du die Zusammenarbeit zwischen der Universität Bern und der ZFV heute? Rebekka: Partnerschaftlich und pragmatisch – mit viel gegenseitigem Vertrauen und klaren Abmachungen, auf die wir uns verlassen können.
ZFV: Vor fünf Jahren war die Zusammenarbeit schwieriger. Was hat damals gefehlt? Rebekka: Wir haben viel über Probleme gesprochen, aber wenige Lösungen gefunden. Es fehlte die lokale Verankerung in Bern und damit auch das Verständnis für den Ort, das Netzwerk und die Nähe zur Universität.
ZFV: Was hat den Wendepunkt gebracht? Rebekka: Die ZFV hat Prozesse, Vorgehen und Zuständigkeiten optimiert. Dadurch schafften sie mehr Verankerung und ein echtes Verständnis für unsere Bedürfnisse. Das hat sehr viel verändert und war die Basis für die künftige Zusammenarbeit. Die ZFV hat zudem stark in Kultur und Strategie investiert. Das hat Vertrauen geschaffen und Freiraum, um Dinge anzupacken. Diesen neuen Schwung haben wir deutlich gespürt.
ZFV: Wenn du früher und heute vergleichst, was hat sich am stärksten verändert? Rebekka: Die ZFV hat sich strategisch, organisatorisch und kulturell enorm entwickelt. Auch beim Thema Nachhaltigkeit ist unglaublich viel passiert.
Wir fokussieren uns heute auf das, was möglich ist, nicht auf das, was nicht geht. Beide Seiten haben in die Beziehung investiert. Dadurch können wir uns heute voll aufeinander verlassen, auch bei schwierigen Themen wie dem Vorstoss für rein vegane Mensen an Universitäten im vergangenen Jahr. Wir wissen, wo wir stehen, haben nichts zu verstecken und gehen gemeinsam Schritt für Schritt voran.
ZFV: Was macht diese Partnerschaft konkret erfolgreich? Rebekka:
Vertrauen und Ehrlichkeit: Wir spielen keine strategischen Spielchen. Ziele liegen offen auf dem Tisch, neue Ideen teilen wir und wir halten Abmachungen ein.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe: Wir halten uns nicht starr an eine fixe Aufgabenverteilung, sondern überlegen in jedem Projekt gemeinsam, was sinnvoll ist und beide weiterbringt. So bündeln wir Ressourcen, denken ganzheitlich, und jede:r bringt ihren Beitrag ein.
Lokale Verankerung: Das Verständnis für regionale Bedürfnisse, etwa bei der Wahl lokaler Partner:innen, ist zentral. Unsere gute Vernetzung sorgt dafür, dass Projekte breit getragen werden.
Ein gemeinsamer Nordstern: Wir verfolgen beide dasselbe Ziel. Das gibt Orientierung, Sicherheit und Vertrauen in den gemeinsamen Weg. ZFV: Was bedeutet «gemeinsam kuratieren» im Alltag? Rebekka: Die Gäste stehen im Zentrum – mit dem Bewusstsein, dass nicht alles, was möglich ist, auch nötig ist. Es geht um den richtigen Mittelweg.
Gemeinsam kuratieren heisst, Verantwortung zu teilen: Wir schaffen beispielsweise die Grundlagen, damit Gäste nachhaltigere Entscheidungen treffen können. Schritt für Schritt und im Wissen, dass nicht jeder Tag perfekt ist.
ZFV: Woran merkst du konkret, dass die ZFV zuhört? Rebekka: Zum Beispiel in der gemeinsamen Vorbereitung auf strategische Termine. Wir treten zusammen auf, ergänzen uns und halten uns gegenseitig den Rücken frei.
Auch bei sensiblen Themen wie Preisanpassungen bezieht uns die ZFV früh ein und wir können gemeinsam überlegen, wie wir kommunizieren. Wenn ich etwas einbringe, weiss ich, dass es ernst genommen wird.
ZFV: Warum ist dieses partnerschaftliche Modell zukunftsfähig? Rebekka: Weil die Herausforderungen zu komplex sind, um sie alleine zu lösen. Gemeinsam können wir mehr bewegen, und es macht auch mehr Sinn. Ernährung ist ein zentrales Zukunftsthema. Gerade an einer Universität können wir neue Möglichkeiten testen und Verantwortung übernehmen. Der Antrieb ist auf beiden Seiten derselbe: etwas Sinnvolles zu gestalten und nachhaltig Wirkung zu erzielen.
--- ENDE Pressemitteilung Gemeinsam kuratieren - wenn Feedback zu Fortschritt wird ---
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