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Auf dem Schweizer Smartphone-Markt gab es 2025 erneut eine klare Verschiebung bei den Betriebssystemen. Mit einem Marktanteil von 49,3 Prozent nutzt inzwischen fast die Hälfte der Erwachsenen in der Schweiz das iOS-Betriebssystem. Zum Vergleich: 2020 betrug Apples Anteil erst 44,8 Prozent. Das zeigt die neuste repräsentative Smartphone-Studie des Onlinevergleichsdienstes comparis.ch.
Zwei Anbieter dominieren den Schweizer Smartphone-Markt
«In der kaufkräftigen Schweiz spielen die hohen iPhone-Preise und das Fehlen eines Einsteigermodells bei Apple eine weniger grosse Rolle als im umliegenden Ausland», sagt Comparis- Digitalexperte Jean-Claude Frick.
Apple liegt aktuell zudem klar vor dem Smartphone- Hersteller Samsung (37,2 Prozent). Diese beiden Hersteller zusammen machen somit den Grossteil des Marktes aus. Unter den weiteren Herstellern nimmt Xiaomi (Android) den dritten Platz ein, allerdings mit einem deutlich geringeren Anteil von 3,2 Prozent. Google folgt mit 2,2 Prozent und belegt Platz vier. Oppo und Huawei liegen mit 1,8 beziehungsweise 1,6 Prozent dicht beieinander, gefolgt von Sony mit 0,8 Prozent.
Mehr als zwei Drittel nutzen ihr Gerät wegen der gestiegenen Preise länger
In der Umfrage von 2025 gaben 65,0 Prozent der Befragten an, ihre Smartphones wegen der gestiegenen Preise länger zu nutzen. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 2020, als der Anteil erst bei 53,7 Prozent lag.
Ein Blick auf die Sprachregionen zeigt bemerkenswerte Unterschiede. In der französischsprachigen Region nutzen 76,3 Prozent der Befragten ihre Smartphones länger. In der italienischsprachigen Region liegt dieser Wert sogar bei 79,7 Prozent. Diese Werte sind deutlich höher als in der deutschsprachigen Region (60,3 Prozent).
Immer mehr Personen besitzen ihr Hauptgerät seit 4 Jahren oder länger
Die Zahlen zeigen, dass die längere Nutzungsdauer nicht nur ein Wunsch bleibt, sondern auch in die Tat umgesetzt wird: Immer mehr Personen behalten ihr Smartphone über längere Zeiträume. 2025 gaben bereits 15,7 Prozent der Befragten an, ihr Hauptgerät seit 4 Jahren oder länger zu besitzen. Diese Zahl stellt den höchsten Wert der letzten 5 Jahre dar. 2023 besassen 13,1 Prozent der Teilnehmenden ihr Smartphone seit mindestens 4 Jahren. 2020 war der Anteil mit 8,9 Prozent der niedrigste.
Bei Personen, die ihr Gerät seit vier Jahren oder länger besitzen, ist der Anteil bei Apple- und Android-Nutzenden gleich hoch. Unter den Langzeitnutzenden sind anteilig jedoch deutlich häufiger Personen mit tiefem (20,1 Prozent) und mittlerem Einkommen (16,6 Prozent) vertreten als solche mit einem Haushaltseinkommen von 8'000 Franken oder mehr (12,5 Prozent).
574 Franken wollen die Nutzenden für ein neues Gerät zahlen
Die Umfrage zur Ausgabebereitschaft für neue Smartphones zeigt, dass im Durchschnitt 574 Franken eingeplant werden – deutlich mehr als 2020, als der Mittelwert bei 517 Franken lag.
Das Smartphone ist das zentrale Element des digitalen Alltags, und dafür sind Nutzende bereit, immer mehr Geld auszugeben.
Zwischen den Geschlechtern zeigen sich deutliche Unterschiede. Männer planen durchschnittlich 615 Franken auszugeben. Frauen möchten 534 Franken investieren. Auch das Alter spielt eine Rolle: Personen zwischen 18 und 35 Jahren beabsichtigen, 628 Franken auszugeben. Das ist deutlich mehr als die 529 Franken, die von Personen ab 56 Jahren angegeben wurden, und übersteigt auch die 563 Franken der 36- bis 55-Jährigen. Die Wahl des Smartphone- Typs wirkt sich ebenfalls stark aus: Apple-Nutzende sind im Schnitt bereit, 708 Franken zu investieren, während Android-Nutzende 452 Franken einplanen.
«Dank besserer und längerer Versorgung mit Software-Updates können Smartphones heute länger genutzt werden als vor einigen Jahren», so Frick.
Android-Nutzende sind anteilig zufriedener als Apple-Nutzende
Die Umfrageergebnisse zeigen bemerkenswerte Unterschiede in der Zufriedenheit der Nutzenden mit ihren aktuellen Smartphones. 38,8 Prozent der Befragten sind mit ihrem aktuellen Gerät rundum zufrieden. Beim Betriebssystem sind Android-Nutzende mit 42,8 Prozent anteilig deutlich häufiger zufrieden als Apple-Nutzende mit 34,1 Prozent.
Dennoch bleiben einige Beschwerden bestehen. Die Akkulaufzeit ist für 25,7 Prozent der Befragten ein Problem. Das ist allerdings ein deutlich tieferer Anteil als 2020, als noch 29,3 Prozent die Laufzeit bemängelten.
Die Kameraqualität wird immer häufiger kritisiert (10,2 Prozent 2025 gegenüber 7,9 Prozent 2020). Android-Nutzende beurteilen die Kameraqualität kritischer (12,6 Prozent) als Apple-Nutzende (7,7 Prozent).
Der Speicherplatz wird von 9,8 Prozent der Befragten als unzureichend empfunden, was den Vorjahreswerten entspricht.
Was können Konsumentinnen und Konsumenten jetzt tun?
Smartphones können dank längerer Software-Updates und besserer Qualität oft mehrere Jahre genutzt werden – eine Reparatur ist meist günstiger als ein Neukauf. Oft lohnt sich auch ein ebenfalls kostengünstiger Akkutausch, wenn ein Gerät ansonsten noch einwandfrei funktioniert.
Wer dennoch ein neues Gerät braucht, sollte Preise vergleichen und prüfen, ob ein günstigeres oder älteres Modell den eigenen Bedürfnissen bereits genügt. Zudem lohnt es sich, den tatsächlichen Speicherbedarf sowie die gesamten Kosten inklusive Abo und Versicherung realistisch einzuschätzen.
Methodik
Die repräsentative Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von comparis.ch im Dezember 2025 unter 2’091 Personen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt.
Weitere Informationen:
Jean-Claude Frick
Digital & Telecom Experte
Telefon: 044 360 53 91
E-Mail:
comparis.ch
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: comparis.ch AG
Mit über 80 Millionen Besuchen im Jahr zählt comparis.ch zu den meistgenutzten Schweizer Websites. Das Unternehmen vergleicht Tarife und Leistungen von Krankenkassen, Versicherungen, Banken sowie Telecom-Anbietern und bietet das grösste Schweizer Online-Angebot für Autos und Immobilien.
Dank umfassender Vergleiche und Bewertungen bringt das Unternehmen Transparenz in den Markt. Dadurch stärkt comparis.ch die Entscheidungskompetenz von Konsumentinnen und Konsumenten. Das Unternehmen wurde 1996 vom Ökonomen Richard Eisler gegründet und ist in Privatbesitz. Das Unternehmen gehört heute noch zur Mehrheit dem Gründer Richard Eisler. Es sind keine anderen Unternehmen oder der Staat an Comparis beteiligt.
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