H+ unterstützt Versorgungsregionen und fordert konsequente Rahmenbedingungen für die Transformation

29.01.2026 | von H+ Die Spitäler der Schweiz

Uhr Lesedauer: 3 Minuten


29.01.2026, Der Bundesrat bestätigt in seinem Bericht "Investitionen der Schweizer Spitäler und kantonale Spitalplanung" die kantonale Verantwortung für die stationäre Versorgung und empfiehlt eine stärkere interkantonale Koordination, insbesondere über Versorgungsregionen. H+ begrüsst diese Stossrichtung ausdrücklich. Sie entspricht den Erkenntnissen der von H+ in Auftrag gegebenen PwC- Analyse zur Zukunft der Schweizer Spitallandschaft und ist ein wichtiger Schritt hin zu einer bedarfsorientierten, vernetzten Versorgung. Um dies umzusetzen, braucht es aber die richtigen Rahmenbedingungen.


Eine qualitativ hochstehende, gut erreichbare und verlässliche Versorgung bleibt der zentrale Massstab, sowohl in urbanen Zentren als auch in ländlichen Regionen. H+ unterstützt eine Weiterentwicklung der Spitalplanung hin zu Versorgungsräumen über die Kantonsgrenzen hinweg, ausgerichtet an Patientenströmen, Qualitätskriterien und verlässlichen Datengrundlage. Eine nachhaltige Versorgung entsteht aber durch Vernetzung, Kooperationen und abgestufte Versorgung und klare Profile und nicht durch zusätzliche Bürokratie oder top-down verordnete Strukturentscheide.

H+ Direktorin Anne-Geneviève Bütikofer dazu: "Eine zukunftsfähige Spitalversorgung orientiert sich konsequent an den Bedürfnissen der Bevölkerung und an realen Versorgungsräumen. Qualität, Erreichbarkeit und regionale Verantwortung müssen gemeinsam gedacht und gestaltet werden."

Transformation braucht Spielraum und verlässliche Rahmenbedingungen

Die von H+ beauftragte Studie von PwC vom November 2025 zeigt deutlich: Der Status quo ist keine Option. Ohne substanzielle Transformation lassen sich steigende Nachfrage, Fachkräftemangel und Qualitätsansprüche nicht gleichzeitig bewältigen. Entscheidend ist dabei nicht primär die Anzahl der Spitäler, sondern deren Vernetzung, Profilierung und die konsequente Weiterentwicklung von Versorgungsmodellen.

Damit diese Transformation gelingt, braucht es kohärente und verlässliche Rahmenbedingungen. Dazu gehören neben einer koordinierte Versorgungsplanung über Kantonsgrenzen hinweg auch eine kostendeckende Finanzierung, der Abbau von regulatorischen Hürden, eine konsequente Ambulantisierung sowie eine beschleunigte digitale Transformation. Digitalisierung ist dabei kein Zusatz, sondern eine Voraussetzung für Versorgungsqualität, Kontinuität und die Entlastung der Fachkräfte.

Anne-Geneviève Bütikofer hält fest: "Spitäler sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und neue Versorgungsmodelle umzusetzen. Dafür brauchen sie Gestaltungsspielraum, Planungssicherheit und Rahmenbedingungen, die Kooperation, Innovation und Digitalisierung ermöglichen."

H+ bringt sich aktiv in die Weiterentwicklung ein

H+ ist bereit, den von Bund und Kantonen angestossenen Prozess aktiv mitzugestalten - für eine moderne, verlässliche und langfristig tragfähigen Spitalversorgung. Dazu fordert H+:

  • Eine bedarfsorientierte Versorgungsplanung mit gemeinsamen Kriterien über Kantonsgrenzen hinweg.

  • Eine verlässliche Datenbasis für diese Versorgungsplanung, die ambulante und stationäre Leistungen integriert und Transparenz schafft;

  • Finanzielle und politische Rahmenbedingungen, die Investitionen in neue Versorgungsmodelle, Kooperationen und Digitalisierung ermöglichen.

Die Transformation der Spitallandschaft ist eine gemeinsame Aufgabe von Politik, Kantonen, Tarifpartnern und Leistungserbringern. H+ steht bereit, diesen Weg konstruktiv und lösungsorientiert mitzugehen.

Pressekontakt:

Anne-Geneviève Bütikofer, Direktorin

Tel.: 031 335 11 63

E-Mail: medien@hplus.ch



--- ENDE Pressemitteilung H+ unterstützt Versorgungsregionen und fordert konsequente Rahmenbedingungen für die Transformation ---

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Wir erfassen und vertreten die Interessen unserer Mitglieder in Politik und Verhandlungsgremien auf nationaler Ebene als Partner von Behörden, Institutionen, Berufsgruppen und anderen Organisationen des Gesundheitswesens.

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