Fondation Franz Weber: Nein-Komitee fordert: «Meere schützen wo sie sind!»

22.03.2019 | von Fondation Franz Weber


Fondation Franz Weber

22.03.2019, Das Komitee «NEIN zum Ozeanium» steigt in den Abstimmungskampf und präsentierte die Plakatkampagne gegen das geplante Meerwasseraquarium auf der Heuwaage. Das Komitee fordert, ernst gemeinten Meeresschutz dort zu betreiben, wo er dringend nötig ist: In den Meeren. Am 19. Mai werden die Basler Stimmberechtigten über den «Ozeanium»-Bau entscheiden.

Das Komitee «Nein zum Ozeanium» hat heute offiziell seine Abstimmungskampagne eröffnet. Eingangs der Pressekonferenz erläuterte Thomas Grossenbacher, Grossrat Grüne Basel-Stadt, die grundsätzliche Haltung des Referendumskomitees gegen das geplante Grossaquarium auf der Heuwaage.

«Auch wenn sich der Basler Zoo mit seinem 'Ozeanium' gerne als Arche Noah für zerstörte Riffe sehen würde, kann er diesem Anspruch in keiner Art und Weise gerecht werden», so Thomas Grossenbacher. In Anbetracht der Tatsache, dass bereits im Jahr 1990, also vor knapp 30 Jahren, in den Schweizer Medien zur Plastikproblematik und Umweltverseuchung von Küstenregionen berichtet wurde, ist es für Grossenbacher unverständlich, warum der Zoo Basel «nicht seit Jahren lautstark vor all den Umweltbedrohungen wie zum Beispiel der Plastikverschmutzung gewarnt hat».

Vera Weber, Präsidentin der Fondation Franz Weber, welche seit Beginn der Planungsphase das «Ozeanium»-Bauprojekt mit allen Mitteln bekämpft, zeigte sich erfreut darüber, dass mit der Abstimmung am 19. Mai nun endlich die lang überfällige öffentliche Debatte stattfinden kann.

«Es geht um das Schicksal von Tausenden von Lebewesen, denn sollte das 'Ozeanium' tatsächlich gebaut werden, würden x-tausende Meerestiere ihrem natürlichen Lebensraum entrissen, nach Basel eingeflogen und hinter Scheiben gesperrt» sagte Vera Weber, welche die Existenzberechtigung von Aquariumbauten generell in Frage stellte: «Öffentliche Grossaquarien gibt es seit 160 Jahren, doch der Nutzen für die Ozeane und für den Meeresschutz bleibt bis dato inexistent.

Im Gegenteil, den Weltmeeren geht es schlechter denn je» so Vera Weber. Kritik aus wissenschaftlicher Sicht äusserte Meeresbiologin Monica V. Biondo, die im Rahmen ihrer Doktorarbeit den marinen Zierfischhandel untersuchte: «Beim Fang und Handel von Korallenfischen gibt es kaum Kontrollen.

Der unabhängige Nachweis für sogenannte 'nachhaltig gefangenen' Zierfische kann nicht erbracht werden. Die Selbstdeklaration von Händlern ist Augenwischerei. Die Fische werden in einer Region gefangen und gelangen über zig Zwischenhändler mit diversen Transportmitteln - Boot, Auto, Flugzeug - zu uns in die Schweiz. Die Fang- und Transportmethoden variieren nach Ort, Land und Tierart.

Entsprechend schwierig ist es, wirksame Schutzbestimmungen zu erlassen, geschweige denn umzusetzen.» Das Grossaquarium fern ab von einem Meer lehnt auch Nadja Vögtle ab. Die Basler Schülerin und Klimastreik-Teilnehmende bezweifelt dessen Bildungswert und warnt vor dem hohen Energieverbrauch. «Das Ozeanium ist auf keinen Fall mit dem Klimanotstand zu vereinbaren, welchen wir nun ernst nehmen müssen», betonte sie.

Auch Nathalie Martin, Vizepräsidentin VCS beider Basel, befürchtet, dass mit dem Bauprojekt der Umweltschutz im wahrsten Sinn des Wortes unter die Räder kommt: «Das Ozeanium wird jedes Jahr gegen 300'000 Besucher Autofahrten auslösen, es belastet das Klima und die Basler Quartiere.»

Nathalie Martin bekräftigte deshalb die ablehnende Haltung des VCS beider Basel: «Wir wehren uns gegen ein Grossprojekt, das ohne Mobilitätskonzept daherkommt.» Das Komitee «Nein zum Ozeanium» setzt alles daran, eine Mehrheit der Stimmberechtigten des innovativen Kantons Basel-Stadt davon zu überzeugen, dass Basel kein veraltetes Konzept verwirklichen sollte, welches der Umwelt, den Meeren, den Tieren und auch den Menschen Schaden zufügen würde.


Medienkontakt:
Vera Weber
veraweber@ffw.ch
Tel: 021 964 24 24

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