Prostatakrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Männern. In den letzten Jahren wurden dank der Forschung bereits grosse Fortschritte bei der Behandlung von Prostatakrebs erzielt und den Betroffenen stehen heute neue Medikamente und Therapieoptionen zur Verfügung. Ziel der Forschenden ist es jedoch, noch wirksamere und weniger belastende Therapien gegen Prostatakrebs zu finden und zu etablieren. Zudem ist es wichtig, die Früherkennungsmethoden zu optimieren, damit Prostatakrebs zuverlässig und früh erkannt werden kann, bevor die Krankheit Beschwerden verursacht.
Wieso braucht es unabhängige Forschungsprojekte?
Weil Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch offene Fragen klären wollen: Gibt es verlässliche Biomarker, die es ermöglichen, Prostatakrebs früh zu erkennen? Kann ein einfacher Bluttest die Erkennung und Überwachung von Prostatakrebs verbessern? Wie können bereits bestehende Therapien optimiert und neue, wirksamere Therapien entwickelt werden?
Deshalb engagiert sich die Krebsliga zusammen mit ihrer Partnerorganisation Krebsforschung Schweiz in der Forschungsförderung. Die beiden Organisationen unterstützen wichtige Forschungsprojekte und gewährleisten so, dass auch Forschung in Bereichen stattfindet, die nicht im Fokus der pharmazeutischen Industrie stehen.
Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch die Krebsliga
Die Sensibilisierung für Prostatakrebs ist in der Schweiz noch ungenügend. Da ein männliches Sexualorgan betroffen ist, wird in der Öffentlichkeit zu wenig darüber gesprochen, obwohl fast gleich viele Männer an Prostatakrebs sterben wie Frauen an Brustkrebs. Deswegen lanciert die Krebsliga diesen Herbst eine Sensibilisierungskampagne mit dem Slogan «Prostatakrebs ist es egal, wer du bist. Uns aber nicht.». Ziel ist es, die Bevölkerung für dieses Thema zu sensibilisieren und aufzuzeigen, wo Betroffene bei der Krebsliga Information und Unterstützung finden.
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