Der UBS-Konsumindikator legte im Juli erneut leicht zu. Obwohl der Detailhandel den Geschäftsgang weniger schlecht beurteilte als im Vormonat, überwog weiterhin der Pessimismus. Vor allem die schlechten Aussichten zur Preis- und Umsatzentwicklung belasteten die Branche.
Im Gegensatz dazu trübte sich die Stimmung bei den Konsumenten weiter ein. Der durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) quartalsweise erhobene Konsumentenstimmungsindex fiel deutlich negativer aus als noch im April. Alle Subindikatoren verschlechterten sich und trugen zu einem Rückgang von -6 auf -19 Punkte bei. Die erwartete Verschlechterung der Wirtschaftsentwicklung sowie der Arbeitslosenzahlen lastete dabei besonders stark auf der Konsumfreude.
Berechnung des UBS-Konsumindikators
Der UBS-Konsumindikator zeigt mit einem Vorlauf von 1-3 Monaten auf die offiziellen Zahlen die Entwicklung des Privatkonsums in der Schweiz an. Dieser ist mit einem Anteil von gut 50% die mit Abstand wichtigste Komponente des Schweizer Bruttoinlandprodukts. Berechnet wird der Vorlaufindikator von UBS aus sechs konsumnahen Grössen: Immatrikulationen von neuen Personenwagen, Geschäftslage im Detailhandel, Anzahl Hotelübernachtungen von Inländern in der Schweiz, Konsumentenstimmungsindex, Beschäftigungsentwicklung sowie Kreditkartenumsätze, die über UBS an inländischen Verkaufspunkten abgewickelt werden. Mit Ausnahme der Konsumentenstimmung und der Beschäftigungsentwicklung sind diese Daten auf monatlicher Basis verfügbar.
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