Selbstheilung – eine Eigenschaft, die nur wenige Lebewesen besitzen – und der Terminator im gleichnamigen Film. Spanische Forscher haben es nun geschafft, einen Kunststoff zu entwickeln, der genau diese Fähigkeit besitzt. In einem Video zeigen sie das ziemlich eindrücklich: Ein Stab wird durch zwei geteilt, dann setzt der Forscher die Hälften wieder auf einander. Nach zwei Stunden ist das Stäbchen wieder vollkommen zusammen gewachsen. Mit Muskelkraft lässt sich der Stoff nicht mehr teilen.
Der «Terminator-Kunststoff», wie ihn die Forscher laut einem Artikel der «Wirtschaftswoche» selbst nennen, gehört zu den Polymeren. Und dieser Name dürfte einigen bekannt vorkommen. Polymere werden nämlich vermehrt auch in der Produktion von Banknoten verwendet. In Kanada sind sie zum Teil schon in den Dollarscheinen enthalten, in Grossbritannien kommen die neuen Noten 2016 –und auch in den neuen Franken-Scheinen werden Polymere enthalten sein. Wann genau die Noten in Umlauf kommen, ist noch unklar, die Druckerei Orell Füssli musste mehrfach Verspätungen bekannt geben.
Noch in der Forschung
Im Durasafe-Papier des Herstellers Landqart, der die Druckerei Orell Füssli beliefert, befindet sich zwischen zwei Papierschichten ein Kern aus Polymer, der die Note widerstandsfähiger machen soll. Ob sie sich dann aber selbst wieder zusammen setzen, nachdem man sie zerreisst? Das bleibt ein Geheimnis. Über das Material erteile man grundsätzlich keine Auskünfte, heisst es von Landqart auf Anfrage von 20 Minuten.
Doch das scheint zumindest vorerst noch unwahrscheinlich. Zum einen gibt es eine ganze Reihe Arten von Polymeren, zum anderen befinden die spanischen Forscher den Terminator- Kunststoff noch nicht für marktreif. Man sei noch nicht so weit, dass man den Stoff ohne weiteres formen könne, heisst es. «Daran müssen wir noch arbeiten», sagen die Forscher. Dann steht auch den unzerstörbaren Geldnoten nichts im Weg – mehr noch: Auch in Kleidung und Autos könne man die Verbindung irgendwann verwenden.
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