Zahlungsbilanz und Auslandvermögen der Schweiz

23.09.2026 | 15:01 Uhr | Schweizerische Nationalbank

Uhr Lesedauer: 3 Minuten


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23.09.2026, Im 2. Quartal 2026 betrug der Leistungsbilanzsaldo 24 Mrd. Franken und lag damit 13 Mrd. Franken über dem Vorjahresquartal. Dabei gilt es zu beachten, dass der Überschuss im Vorjahresquartal verhältnismässig tief ausgefallen war.

Der Anstieg des Leistungsbilanzsaldos war hauptsächlich auf den Warenhandel zurückzuführen. Einerseits erhöhte sich der Saldo des Transithandels gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich, andererseits fiel der Saldo des Goldhandels (zu nicht-monetären Zwecken) weniger negativ aus.

Im Vergleich zum Warenhandel veränderten sich die Saldi des Dienstleistungshandels sowie der Primär- und Sekundäreinkommen gegenüber dem Vorjahresquartal nur geringfügig.

Die in der Kapitalbilanz ausgewiesenen Transaktionen zeigten im 2. Quartal 2026 auf der Aktiv- und auf der Passivseite einen Nettoabbau von 6 Mrd. resp. 12 Mrd. Franken. Der Saldo der Kapitalbilanz belief sich unter Berücksichtigung der Derivate auf 7 Mrd. Franken.

Auf der Aktivseite betraf der Nettoabbau insbesondere die Portfolioinvestitionen, wo schweizerische Investoren Wertschriften ausländischer Emittenten verkauften, namentlich Aktien. Einen Nettoabbau verzeichneten auch die Übrigen Investitionen, unter anderem weil die Geschäftsbanken Forderungen gegenüber Kunden im Ausland abbauten. Bei den Direktinvestitionen war ein Nettoabbau bei ausländisch beherrschten Unternehmen festzustellen, welche im Rahmen von Bilanzkürzungen beträchtliche Mittel in Form von Beteiligungskapital aus Tochterunternehmen im Ausland abzogen. Demgegenüber standen reinvestierte Erträge und neu gewährte Konzernkredite an Schwesterunternehmen im Ausland, welche den Mittelabzug beinahe ausglichen.

Der Nettoabbau auf der Passivseite war hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass Muttergesellschaften im Ausland Beteiligungskapital aus ihren Tochtergesellschaften in der Schweiz zurückzogen. Dies stand im Zusammenhang mit den bei den Aktiven erwähnten Bilanzkürzungen von ausländisch beherrschten Unternehmen im Inland.

Das Nettoauslandvermögen nahm im 2. Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 22 Mrd. auf 986 Mrd. Franken zu.

Der Bestand der Aktiven nahm um 149 Mrd. auf 5564 Mrd. Franken zu, während sich der Bestand der Passiven um 127 Mrd. auf 4578 Mrd. Franken erhöhte. Sowohl bei den Aktiven als auch bei den Passiven waren die Zunahmen massgeblich durch die Kursgewinne an in- und ausländischen Börsen getrieben. Diese preisbedingten Bewertungsgewinne prägten insbesondere die Portfolioinvestitionen und die Währungsreserven.

Datenrevisionen

In den Daten zur Zahlungsbilanz und zum Auslandvermögen sind Revisionen berücksichtigt, die teilweise bis 2023 zurückreichen. Die Revisionen ergaben sich infolge neuer Informationen aus verschiedenen Basisstatistiken sowie neu verfügbarer Informationen seitens der auskunftspflichtigen Unternehmen. Detailliertere Informationen finden sich in den Änderungen und Revisionen auf dem Datenportal der SNB.

Weiterführende Informationen

Auf dem Datenportal der SNB sind ausführliche Grafiken und Tabellen zur Zahlungsbilanz und zum Auslandvermögen der Schweiz verfügbar. Detaillierte Daten finden Sie in den Datenbeständen Ergänzende Daten zur Aussenwirtschaft.



--- ENDE Pressemitteilung Zahlungsbilanz und Auslandvermögen der Schweiz ---



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Quellen:
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