22.12.2014, Avastin verlängert in Kombination mit Chemotherapie die Überlebenszeit von Frauen mit dieser Krebsart verglichen mit Chemotherapie allein
Roche (SIX: RO, ROG; OTCQX: RHHBY) gab heute bekannt, dass die Schweizerische Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Heilmittel (Swissmedic) das Medikament Avastin (Bevacizumab) in Kombination mit Chemotherapie für die Behandlung von Frauen mit persistierendem, rezidivierendem oder metastasierendem Karzinom des Gebärmutterhalses zugelassen hat.1 Swissmedic erteilte die Zulassung im beschleunigten Zulassungsverfahren, das bei potenziell bahnbrechenden Medikamenten angewendet wird, bereits 6,5 Monate nach Einreichung der Daten. Avastin ist jetzt in der Schweiz zur Behandlung von sieben verschiedenen Tumorarten zugelassen.
Prof. Dr. Viola Heinzelmann, Chefärztin Gynäkologie / gynäkologische Onkologie und Leiterin Frauenklinik am Universitätsspital Basel:
“Das Karzinom des Gebärmutterhalses ist im Frühstadium oft noch heilbar, hat jedoch leider im fortgeschrittenen Stadium eine sehr schlechte Prognose. Daher ist die Vorbeugung durch Impfung von jungen Mädchen vor dem ersten Sexualkontakt das oberste Ziel. Diese Krankheit betrifft oft junge Frauen mit teilweise noch kleinen Kindern, für welche es in diesem fortgeschrittenem Stadium nicht viele Therapieoptionen gibt. Daher ist die Zulassung von Bevacizumab für fortgeschrittenen Gebärmutterhalskrebs so bedeutsam. Die zusätzliche Gabe von Bevacizumab bringt einen medianen Überlebensvorteil von 4 Monaten und dürfte sich in den nächsten Jahren als Standardtherapie durchsetzen.”
Über Gebärmutterhalskrebs
In der Schweiz treten pro Jahr knapp über 240 Neuerkrankungen auf. Dank breiter Vorsorge ist die Inzidenz nur halb so hoch wie in Deutschland, die Sterblichkeit mit circa 35% allerdings relativ hoch.2 Die Überlebensraten bei Gebärmutterhalskrebs hängen stark vom Stadium der Erkrankung bei der Diagnose ab. Mindestens 9 von 10 Frauen sind fünf Jahre nach Diagnose von Gebärmutterhalskrebs im Frühstadium noch am Leben. Wenn sich die Erkrankung jedoch im Körper ausgebreitet hat (sich Metastasen gebildet haben), sinkt die Überlebensrate auf weniger als eine von sechs Frauen.
Schätzungen zufolge treten weltweit jedes Jahr über eine halbe Million Fälle von Gebärmutterhalskrebs auf. Gebärmutterhalskrebs ist die vierthäufigste Krebstodesursache bei Frauen weltweit. Über 250 000 Frauen sterben jedes Jahr an Gebärmutterhalskrebs.
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