Industrieholding Cham: Deutliche Produktivitätssteigerung in schwierigerem Marktumfeld

08.08.2008 | von Cham Group AG


Cham Group AG

08.08.2008, Im ersten Halbjahr 2008 erzielte IC Cham weitere operative Fortschritte bei der Umsetzung ihrer strategischen Ziele. Die Cham Paper Group trieb die Konzentration auf innovative Spezialitäten und Kostensenkungen durch Effizienzsteigerungen voran und konnte die Produktivität weiter steigern. Eine verhaltenere Nachfrage nach Spezialpapieren durch die spürbare Konjunkturabkühlung sowie höhere Energiekosten beeinträchtigten jedoch das operative Ergebnis. Im Immobilienbereich fokussiert die Hammer Retex Gruppe auf Renditeliegenschaften.

Die Industrieholding Cham Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2008 einen konsolidierten Nettoumsatz von CHF 231,9 Mio. (Vorjahr CHF 243,3 Mio.). Das Betriebsergebnis (EBIT) liegt bei CHF 13,6 Mio., was einer EBIT-Marge von 5,9% entspricht. Der Konzerngewinn betrug CHF 8,1 Mio., der Gewinn pro Aktie CHF 11.36.

Die finanzielle Situation präsentierte sich nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2008 weiterhin solide. Die Eigenkapitalquote sank per Ende Juni 2008 aufgrund der Aktienrückkäufe leicht auf 52,4%. Die Nettoverschuldung erhöhte sich durch den geringeren Bestand an flüssigen Mitteln auf CHF 109,8 Mio.

Die Industrieholding Cham AG hat am 28. April 2008 ein Aktienrückkaufprogramm im Gesamtwert von CHF 20,0 Mio. lanciert. Im ersten Halbjahr 2008 wurden insgesamt 33 457 eigene Aktien zum Marktwert von CHF 12,1 Mio. zurückgekauft. Per 30. Juni 2008 hielt die Gesellschaft 46 193 eigene Aktien oder 6,2% des Aktienkapitals.

Cham Paper Group Das wirtschaftliche Umfeld der Cham Paper Group war im ersten Halbjahr 2008 geprägt von Unsicherheiten, welche von der internationalen Finanzkrise ausgehend die Realwirtschaft erreicht hatten. Dies führte im Spezialpapierbereich zu einem verhaltenen Bestellungseingang. Die europäische Papierindustrie steht weiterhin unter hohem Kostendruck, verbunden mit Überkapazitäten am Markt.

Rückläufige Nettoumsatzentwicklung durch verhaltenere Nachfrage Der Nettoumsatz der Cham Paper Group sank im ersten Halbjahr 2008 um 4,3% auf CHF 220,7 Mio. (Vorjahr CHF 230,6 Mio.). Im Markt durchgesetzte Preiserhöhungen wurden durch negative Währungsumrechnungen praktisch ausgeglichen. Die verhaltenere Nachfrage nach Spezialpapieren führte zu einem Absatzvolumenrückgang von 5,1%. Insbesondere litt das norwegische Werk Hunsfos unter einem schwachen Auftragsbestand an ungestrichenen Spezialitäten und musste Umsatzeinbussen von nahezu 20% hinnehmen. Die drei anderen Werke vermochten diese Entwicklung nicht zu kompensieren, zumal das italienische Werk Deutliche Produktivitätssteigerung in schwierigerem Marktumfeld Diese Medienmitteilung erscheint in englischer und deutscher Sprache.

Rechtsverbindlich ist die deutsche Originalfassung. Carmignano den im Vorjahr aufgegebenen Exportanteil in den Dollarwährungsraum volumenmässig noch nicht vollumfänglich ersetzen konnte.

Weitere Produktivitätssteigerungen erzielt Die Produktivität der Cham Paper Group konnte durch die Konzentration auf ertragsstarke Spezialitäten und Effizienzsteigerungen, hervorgerufen durch das Restrukturierungsprogramm „Speed“, weiter erhöht werden. Das schweizerische Werk Cham erzielte dabei die deutlichsten Produktivitätsfortschritte.

Höhere Energiekosten und tiefere Pulpswapgewinne beeinträchtigen Betriebsgewinn Die Profitabilität der Cham Paper Group litt im ersten Halbjahr neben dem nachfragebedingten tieferen Absatzvolumen unter höheren Energiekosten. Die für die Energieerzeugung relevanten Gaspreise haben sich bis zu 20% verteuert und führten zu einem Energiekostenanstieg im ersten Halbjahr 2008 von 4,1%. Als Folge des tieferen Absatzvolumens und der höheren Energiekosten sank der Betriebsgewinn (EBIT) auf CHF 7,5 Mio. (Vorjahr CHF 14,9 Mio.). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 3,4%, gegenüber 6,5% im Vorjahr. Hunsfos belastete durch die schwache Nachfrage nach ungestrichenen Spezialpapiere das Betriebsergebnis der Gruppe im ersten Halbjahr 2008 mit zwei Prozentpunkten.

Der Gewinn der Cham Paper Group betrug im ersten Halbjahr 2008 CHF 2,8 Mio. (Vorjahr CHF 9,6 Mio.). Währungsbereinigt hatten sich die Zellstoffpreise im ersten Halbjahr 2008 stabilisiert. Die realisierten Gewinne aus Absicherungsgeschäften von Zellstoffeinkäufen fielen jedoch deutlich tiefer aus. Auf vergleichbarer Basis, ohne Berücksichtigung dieser Effekte, erzielte die Cham Paper Group ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau.

Restrukturierungsprogramm in der Schweiz umgesetzt, Verzögerungen in Italien Das Restrukturierungsprogramm „Speed“ wurde im schweizerischen Profit Center weitgehend erfolgreich umgesetzt. Das Produktsortiment wurde konsequent auf ertragsstarke Spezialitäten mit der Möglichkeit zur Durchsetzung höherer Preise ausgerichtet. Die Produktionskosten wurden durch gezielte Produktstandardisierung und Effizienzsteigerungen deutlich gesenkt.

Das Resultat, messbar in einer kontinuierlichen Verbesserung der Produktivität und Profitabilität, bestätigt den vor knapp zwei Jahren eingeschlagenen Weg. Die gewonnenen Erkenntnisse unterstützen die Weiterentwicklung des Werkes von einem reinen Hersteller von Spezialpapieren zu einem Anbieter eines ganzheitlichen, innovativen Dienstleistungsangebots für globale Kundengruppen. Die Umsetzung von „Speed“ im italienischen Profit Center verzögerte sich aufgrund des Ende letzten Jahres vorgenommenen Führungswechsels. Trotz Produktivitätsverbesserungen liegen die bisher erzielten operativen Ergebnisse noch unter den Erwartungen. Die Programme zur Produktivitätssteigerung, inklusive Zusatzinvestitionen und einem Stellenabbau, sind eingeleitet, werden jedoch erst im 2009 ihre volle Wirkung entfalten.

Rasche Lösung für Hunsfos angestrebt Im Rahmen der Neuausrichtung der Cham Paper Group laufen gegenwärtig intensive Abklärungen über die Zukunft des Betriebs in Norwegen. Die Cham Paper Group beabsichtigt die Deinvestition des Werkes mit dem dazugehörenden umfangreichen Landbesitz. In diesem Zusammenhang wurde durch eine Investmentbank ein Verkaufsprozess eingeleitet. Im jetzigen Zeitpunkt kann davon ausgegangen werden, dass eine Deinvestition insgesamt für die Gruppe einen positiven Casheffekt haben sollte. Als kurzfristige Massnahme zur Verbesserung der Ertragslage wurde die vorübergehende Stillegung einer Papiermaschine mit Einführung von Kurzarbeit veranlasst.

Investition in Curtain Coater Technology Die Cham Paper Group investiert gesamthaft CHF 20,0 Mio. in ein Curtain Coater Streichaggregat für eine bestehende Streichmaschine der Papierfabriken Cham-Tenero AG. Diese neue Technologie wird sowohl für die Produktion von bestehenden Spezialpapieren als auch für die Herstellung neuartig gestrichener Papiere mit speziellen Oberflächeneigenschaften und Funktionen in verschiedensten Anwendungsgebieten eingesetzt.

Ausblick Ohne weitere Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und abgesehen von unvorhersehbaren Ereignissen erwartet die Cham Paper Group auf vergleichbarer Basis insgesamt für 2008 ein operatives Betriebsergebnis (EBIT) auf Vorjahresniveau. Die ungewisse Entwicklung der Währungen und ein weiterer Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise bleiben die grössten Unsicherheitsfaktoren. Die Cham Paper Group wird weiterhin in innovative Produkte und Dienstleistungen investieren und die Strategie eines Spezialisten konsequent in ihren Profit Center umsetzen. Der Konzern hält an der anspruchsvollen Zielsetzung einer EBIT-Marge von mindestens 8% für die Cham Paper Group fest. Aufgrund der sich abzeichnenden konjunkturellen Abschwächung wird dieses Ziel wahrscheinlich im Jahr 2009 noch nicht erreicht werden können.

--- ENDE Pressemitteilung Industrieholding Cham: Deutliche Produktivitätssteigerung in schwierigerem Marktumfeld ---

Über Cham Group AG:
Die Cham Paper Group stellt hochwertige Spezialpapiersorten her. Die alteingesessene Firma datiert zurück auf 1657. Damals wurde das erste Werk der Gruppe im schweizerischen Cham gegründet, das bis heute Firmensitz geblieben ist. Die Gruppe besteht aus drei Werken in der Schweiz und in Italien; mit fünf Papiermaschinen produziert sie eine Jahreskapazität von 225 000 Tonnen Spezialpapiere.

Die Qualitäts- und Umweltmanagement-Systeme aller Werke sind nach den ISO-Normen 9001 und 14001 und der Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutz nach OHSAS 18001 zertifiziert. Wir beliefern den weltweiten Markt mit innovativen Produkten und sind bestrebt, unsere Kunden stets professionell und kompetent zu betreuen.


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