24.04.2026
| von Spitalzentrum Oberwallis
Lesedauer: 5 Minuten
24.04.2026, Der Walliser Staatsrat hat die Aufteilung der Disziplinen auf die Standorte des Spitalzentrums des
französischsprachigen Wallis (CHVR) genehmigt. Sie basiert auf dem medizinisch-pflegerischen
Konzept, das gemeinsam von der Dienststelle für Gesundheitswesen und dem Spital Wallis
ausgearbeitet wurde.
Nach der Veröffentlichung des medizinisch-pflegerischen Konzepts des Spitalzentrums des französischsprachigen Wallis (CHVR) im August 2025 wurde ein ergänzender Bericht ausgearbeitet, der die künftige Aufteilung der Disziplinen auf die Standorte des CHVR nach der Zusammenführung der stationären Akutsomatik in Sitten im Detail darlegt.
Mehrere Faktoren wurden berücksichtigt. Es handelt sich insbesondere um die demografische und medizintechnische Entwicklung sowie die bestehenden Infrastrukturen. Das Ziel besteht in der Sicherstellung der Qualität, der Sicherheit und der Effizienz der Versorgung mit gleichzeitigem Ausgleich des regionalen Angebots. Diese Reorganisation bezweckt ebenfalls die Optimierung der Ressourcen und die Verstärkung der Koordination der Versorgung.
Auf einen Blick
• Die Zusammenführung der Operationstätigkeit und der Akutmedizin am Standort Sitten wird bestätigt.
• Die Standorte Siders und Martinach werden sich der Altersmedizin und der geriatrischen Rehabilitation widmen, wobei sie ein Angebot an spezialisierter ambulanter Versorgung beibehalten.
• Martinach wird ausserdem eine Abteilung Psychogeriatrie erhalten und seinen Pool in Palliativpflege weiterentwickeln.
• In Siders werden sich letztendlich die Generaldirektion und ein Teil der zentralen Dienstleistungen des Spital Wallis befinden.
• Der Standort Saint-Amé wird sich zu einer in Psychogeriatrie spezialisierten Art von APH entwickeln und ebenfalls eine zentralisierte Abteilung mit Wartebetten sowie eine Abteilung für Übergangspflege beherbergen.
• Die Infrastrukturen von Malévoz werden modernisiert, damit das Angebot an Psychiatrie ausgeweitet werden kann. Mit dieser Reorganisation sollen die demografischen Herausforderungen gemeistert werden. Ausserdem wird die Optimierung der Qualität und der Koordination der Versorgung auf kantonaler Ebene angestrebt.
Die Reorganisation des CHVR wird ermöglichen, kohärent auf die demografischen, medizinischen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu antworten und gleichzeitig eine qualitativ hochstehende, sichere und effiziente Versorgung der Walliser Bevölkerung zu garantieren.
Aufteilung der Disziplinen und Abteilungen pro Standort
Standort Sitten
Ab Herbst 2026 gelten Übergangsbestimmungen, damit rasch der notwendige Raum für gewisse klinische Tätigkeiten geschaffen werden kann.
Bei der Inbetriebnahme der Erweiterung des Standorts Sitten werden dort die chirurgischen Tätigkeiten der Standorte Siders und Martinach zusammengeführt. Nach Abschluss der Umbauarbeiten der Stockwerke B und C des bestehenden Gebäudes wird die gesamte Tätigkeit der stationären Akutsomatik am Standort Sitten zusammengeführt.
Nach dem Umbau der Stockwerke des Standorts Sitten und der Neugestaltung der übrigen Standorte des französischsprachigen Wallis wird das Spital Sitten mit 484 Betten, davon 107 Reservebetten, seine maximale Kapazität erreichen, mit der auch die saisonal bedingten Spitzenfrequenzen bewältigt werden können.
Die Zusammenführung der Tätigkeit der stationären Akutsomatik ermöglicht eine Spezialisierung der übrigen Standorte, so dass der starken Zunahme der Bedürfnisse in Bezug auf die Alterung der Bevölkerung Rechnung getragen werden kann.
Standort Siders
Der Standort Siders wird sich der Altersmedizin und der geriatrischen Rehabilitation widmen. Die geplante Gesamtkapazität von 144 Betten wird vollumfänglich genutzt. Die Tätigkeiten der stationären muskuloskelettalen und kardiovaskulären Rehabilitation werden in andere Rehabilitationskliniken verlegt und die Kinder- und Jugendpsychiatrie wird an den Standort Sitten transferiert.
Das Spital Siders wird so sein Angebot an spezialisierter ambulanter Versorgung wie Hämodialyse, Onkologie, Urologie, Dermatologie sowie mnestische und psychogeriatrische Sprechstunden ausbauen. Der aktuelle medizinische Bereitschaftsdienst wird mit einem geriatrischen Behandlungspfad ausgestattet.
Standort Martinach
Wie der Standort Siders wird sich auch der Standort Martinach auf die Innere Medizin für ältere Menschen und die Geriatrie spezialisieren. Ausserdem wird schrittweise eine Abteilung Palliativpflege aufgebaut und der Standort wird aufgrund der neuen Aufträge für den Standort Saint-Amé ebenfalls eine Abteilung Psychogeriatrie beherbergen. Die Tätigkeit in stationärer pulmonaler Rehabilitation wird beibehalten.
Letztendlich wird der Standort über eine Kapazität von 148 Betten verfügen, die vollumfänglich genutzt wird. Er wird zum Referenzpool für integrierte Versorgung der älteren Menschen sowie für Schmerztherapie, Schmerzbehandlung und Pneumologie.
Der Standort wird ebenfalls spezialisierte ambulante Sprechstunden wie Orthopädie, Schmerztherapie, Neurologie, Ophthalmologie, Onkologie sowie Leistungen im Bereich der ambulanten Rehabilitation anbieten.
Nach dem Transfer der inneren Medizin nach Sitten bis zum Jahr 2030 wird die Notfallstation von Martinach in Synergie mit der SMUR in einen medizinischen Bereitschaftsdienst umgewandelt.
Standort Saint-Amé
Vorerst wird der Standort Saint-Amé seine aktuellen Spitaltätigkeiten beibehalten. Gleichzeitig werden spezifische Abteilungen wie Wartebetten und Übergangspflege aufgebaut, um den Patientenfluss zu verbessern. Anschliessend werden diese Spitaltätigkeiten schrittweise reduziert und die Institution wird zu einer Art APH mit kantonalen Aufträgen und Spezialisierung in Psychogeriatrie.
Diese Art von Struktur zwischen Spital und APH fehlt gegenwärtig noch in unserem Kanton. Der Standort wird seine zentralisierte Abteilung mit Wartebetten und seine Abteilung Übergangspflege weiterentwickeln.
Standort Malévoz
Der Standort Malévoz wird weiterhin die psychiatrische Versorgung für das französischsprachige Wallis sicherstellen. Angesichts der veralteten Räume werden gegenwärtig Studien für den Bau eines neuen Gebäudes und den Umbau der bestehenden Strukturen durchgeführt. Das Projekt sieht insbesondere die Schaffung von vier Psychiatrieabteilungen mit jeweils 18 Betten (insgesamt 72 Betten) vor.
Die aktuellen Pavillons werden anhand der Bedürfnisse für die Psychiatrie sowie für soziale oder behindertengerechte Wohneinheiten umgenutzt. Der Auftrag des Standorts wird im Rahmen eines umfassenden Konzepts präzisiert, das eine moderne und an die künftigen Bedürfnisse angepasste Versorgung bezweckt.
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Über Spitalzentrum Oberwallis:
Mit wenigen Ausnahmen bietet das Spital Wallis Leistungen in allen Bereichen der modernen Medizin, sei es der somatischen und nicht-somatischen Akutpflege, der Psychiatrie oder bei Laboranalysen. Es wurden im Laufe der Jahre mehr als 50 Abkommen und Zusammenarbeitsverträge mit dem CHUV in Lausanne, dem HUG Genf und dem Inselspital Bern unterzeichnet.
Die Anerkennung des Spital Wallis seit Juni 2011 als eines der 12 Spitalzentren in der Schweiz für die Betreuung von Schwerverletzten – mit CHUV und HUG eines von nur 3 Spitalzentren in der Westschweiz – zeugt in deutlicher Weise von der Qualität und Stellung unseres Hauses im Westschweizer und eidgenössischen Spitalwesen.
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