Biotopaufwertung und Landschaftsentwicklung im Göscheneralptal. Fünf Jahre Engagement für eine lebendige Alpenlandschaft

08.04.2026 | von Kantonale Verwaltung Uri

Uhr Lesedauer: 3 Minuten


08.04.2026, Fünf Jahre nach dem Start des Landschaftsentwicklungskonzepts (LEK) Göscheneralptal fällt die Zwischenbilanz positiv aus. Das auf zehn Jahre angelegte Projekt vereint Gemeinde, Fachleute und Bevölkerung in ihrem Einsatz für den Erhalt und die ökologische Aufwertung der charakteristischen Kulturlandschaft.


Hintergrund – ein Projekt als Ausgleich
Der Bau der zweiten Gotthardröhre beeinträchtigt auf der Urner Seite Natur, Landschaft und das national bedeutende Ortsbild von Göschenen. Als Ausgleich setzt der Kanton Uri seit dem Start der Bauarbeiten 2020 bis Ende 2030 im Rahmen eines Landschaftsentwicklungskonzepts Ersatzmassnahmen im Göscheneralptal um. Diese erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung und mit finanzieller Beteiligung des Bundesamts für Strassen (ASTRA).

Kulturlandschaft im Fokus
Wer durch das Göscheneralptal wandert, sieht sie sofort: die charakteristischen Trockenmauern, welche die steilen Hänge prägen. Diese sind nicht nur wichtige Bestandteile des Landschaftsbilds, sondern bieten auch zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Ein grosses Trockenmauersystem bei Göschenen wurde bereits saniert. Damit wurde ein wichtiger Schritt zur Erhaltung dieses Kulturguts gemacht.

Weiter sind die im ganzen Tal verstreuten Heuställe wichtige Zeugnisse der traditionellen Siedlungs- und Lebensform im Alpenraum und gleichzeitig ein wertvolles Element der Kulturlandschaft. Drei solcher Gebäude in den Gebieten Chappelenbitzi, Oberer Brand und Obere Halten wurden bereits instand gestellt und bleiben damit auch für künftige Generationen erhalten.

Seltene Lebensräume – Rückzugsort für bedrohte Arten
Die Aufwertung von seltenen Lebensräumen ist ein weiterer zentraler Baustein des Projekts: Feuchtgebiete, Magerwiesen und andere ökologisch wertvolle Flächen bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Ihr Erhalt sichert die biologische Vielfalt im Tal. So konnten durch die Schaffung von Flachwasserzonen entlang des Seeufers auf dem Jäntelboden optimale Bedingungen geschaffen werden, dass sich Grossseggenriede, ein gefährdeter Lebensraum, etablieren können. Zudem wurden an verschiedenen Standorten Büsche und junge Bäume zurückgedrängt, um die charakteristischen und ökologisch wertvollen Magerweiden zu erhalten.

Die Landschaft erleben – Wissen und Natur verbinden
Wer das Göscheneralptal besucht, soll nicht nur die Schönheit der Natur geniessen, sondern auch ihre Geschichte und Besonderheiten entdecken können. In Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein Göschenen – Göscheneralptal wurde der Themenweg «Rund ums Wasser» neu gestaltet und im Juni 2023 eröffnet. Er lädt Interessierte ein, auf spannende Weise mehr über die Themen Wasser und Natur zu erfahren.

Die nächsten fünf Jahre – gemeinsam anpacken
Das Projekt lebt vom Engagement aller Beteiligten: BewirtschafterInnen, Gemeinde, lokale Bevölkerung, SchülerInnen und Zivildienstleistenden. In den nächsten fünf Jahren werden die Massnahmen weitergeführt und vertieft, um diese alpine Landschaft als kulturelles Erbe, vielfältigen Lebensraum und Erholungsgebiet aufzuwerten und langfristig zu sichern. So sollen weitere Heuställe saniert, Offenhaltungsmassnahmen durchgeführt und seltene Lebensräume aufgewertet werden.


Medienkontakt:
Abteilungsleiter Manuel Lingg
Manuel.Lingg@ur.ch
+41 41 875 2296

--- ENDE Pressemitteilung Biotopaufwertung und Landschaftsentwicklung im Göscheneralptal. Fünf Jahre Engagement für eine lebendige Alpenlandschaft ---

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Über Kantonale Verwaltung Uri:

Das Tal Uri wurde 853 von Ludwig dem Deutschen der von ihm gestifteten Fraumünsterabtei zu Zürich geschenkt. Dadurch gelangte Uri unter die Gewalt der Reichsvogtei von Zürich. Nach dem Aussterben der Zähringer, welche dieselbe besessen hatten (1218), verlieh Friedrich II. die hoheitlichen Rechte über Uri den Habsburgern; aber schon 1231 erwirkten sich die Urner von seinem Sohn König Heinrich VII. die Reichsunmittelbarkeit, welche ihnen 1274 auch von Rudolf von Habsburg bestätigt wurde.

Uri fasziniert durch seine Vielseitigkeit - von den milden Ufern des Urnersees über schmucke Dörfer bis hinauf zu den majestätischen Bergspitzen ist es hier meist nicht mehr als ein Katzensprung.

Ebenso vielfältig wie die Landschaft ist das Urner Freizeit- und Ferienangebot. Rund um den Urnersee liegt ein wahres Paradies an Sport- und Wandermöglichkeiten. Oder lassen Sie sich von der imposanten Berglandschaft verzaubern.

In Uri finden Sie alles, was Sie sich für erlebnisreiche Ferientage wünschen: Berge und Seen, Sport und Spass, gemütliche Hotels und heimelige Gasthöfe, Ruhe und Erholung - und vor allem aufgestellte Leute, die Sie gerne verwöhnen, damit Sie sich in den Urner Ferienorten so richtig wohl fühlen.


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