Verbesserter Schutz für vier Naturstätten im Kanton Jura

08.04.2026 | von Kantonale Verwaltung Jura

Uhr Lesedauer: 2 Minuten


08.04.2026, Der Kanton Jura bekräftigt sein Engagement für den Schutz national bedeutsamer Feuchtgebiete. Die Verordnungen und Schutzzonen für vier bemerkenswerte Gebiete – die „Bonfol-Teiche“ und drei Torfmoore in Les Genevez – wurden in den betroffenen Gemeinden öffentlich bekanntgegeben. Dies ist die zweite Phase des Legalisierungsprozesses für 21 ähnliche Gebiete.


Der 2024 mit den Torfmooren „La Gruère“, „La Chaux-des-Breuleux“ und „Plain de Saigne“ begonnene Schutz national bedeutsamer Biotope und Feuchtgebiete wird heute mit den „Étangs de Bonfol“ sowie drei weiteren Torfmooren in der Gemeinde Les Genevez – „la tourbière des Embreux“, „la tourbière à l'ouest du Prédame“ und „la tourbière des Veaux“ – fortgesetzt.

Die Schutzzonen und -bestimmungen wurden in voller Übereinstimmung mit den Bundes- und Kantonsgesetzen entwickelt. Ziel ist die nachhaltige Erhaltung der aussergewöhnlichen biologischen und landschaftlichen Qualitäten dieser Gebiete. Die Schutzgebiete umfassen sowohl die Biotope als auch deren Pufferzonen, in denen angepasste landwirtschaftliche Praktiken vorgeschrieben sind. Die Forstwirtschaft konzentriert sich auf die Aufwertung von Feuchtgebieten und Waldweiden. Die in den Mooren gelegenen Waldbestände werden als Waldreservate ausgewiesen.

Die in diesen wertvollen Naturräumen erlaubten menschlichen Aktivitäten müssen die Empfindlichkeit und Ruhe der Gebiete respektieren, die von höchster Bedeutung sind. Daher werden Verhaltensregeln erlassen. Konkret verboten sind Bauarbeiten, Zelten, offenes Feuer, die Nutzung von Booten auf Gewässern, der Einsatz von Drohnen, das Sammeln von Pflanzen oder Beeren sowie jegliche Störung der Tierwelt. Hunde müssen an der Leine geführt werden.

Dieser Veröffentlichung ging eine umfassende öffentliche Konsultation voraus. Das Projekt wurde allgemein positiv aufgenommen und führte zu zahlreichen Kommentaren und Vorschlägen, die eine Verfeinerung der Verordnungen und Pläne ermöglichten. Im Anschluss an dieses Verfahren genehmigte die Regierung des Kantons Jura den Prozess der öffentlichen Konsultation. Diese Dokumente sind elektronisch unter www.jura.ch/protection-marais abrufbar . Sie können ausserdem ab dem 6. April 2026 für einen Zeitraum von 30 Tagen in den Gemeindeverwaltungen von Basse-Vendline und Les Genevez eingesehen werden.

Der Kanton Jura verfügt über 15 Hochmoore und 13 Niedermoore von nationaler Bedeutung, die zusammen 21 eigenständige Gebiete bilden. Alle diese Gebiete sind oder werden als kantonale Naturschutzgebiete mit aktualisierten Bestimmungen ausgewiesen. Mit der Veröffentlichung der Schutzverordnungen für die vier genannten Gebiete leitet der Staat somit die zweite Phase dieses Legalisierungsprozesses ein und bekräftigt sein Engagement für den Erhalt und die Förderung der Biodiversität.

--- ENDE Pressemitteilung Verbesserter Schutz für vier Naturstätten im Kanton Jura ---

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Über Kantonale Verwaltung Jura:

Der Jura ist der jüngste Kanton in der Schweiz. Er entstand aufgrund von (für Schweizer Verhältnisse massiven) kulturellen Spannungen und den darauf folgenden lokalen und eidgenössischen Volksabstimmungen vom 29. September 1978 am 1. Januar 1979 durch Abspaltung vom Kanton Bern. Die Gebiete nördlich von Biel wurden dem Kanton Bern 1815 durch Entscheidung des Wiener Kongresses als Entschädigung für die verlorenen Territorien im Aargau und der Waadt zugesprochen.

Der Kanton Bern ist politisch eher konservativ, grösstenteils protestantisch und deutschsprachig. Die Bewohner des 1815 erworbenen Gebietes, die zuvor Untertanen des in Pruntrut residierenden Fürstbischofs von Basel gewesen waren, sind dagegen eher liberal, mehrheitlich französischsprachig und - in dem den neuen Kanton bildenden Nordteil - katholisch.

Dass der Konflikt, der letzten Endes zur Abtrennung des Kantons Jura von Bern führte, ursprünglich weniger sprachlicher, sondern konfessioneller Art ist, zeigt sich daran, dass bei den Volksabstimmungen über die Kantonsgründung der zwar ebenfalls französischsprachige, aber protestantische Südteil des Berner Juras (Amtsbezirke La Neuveville, Moutier und Courtelary) stets mehrheitlich für den Verbleib bei Bern stimmte. Der deutschsprachige Bezirk Laufen ist zwar katholisch, die Sprache führte aber damals zum Entscheid, bei Bern zu verbleiben. Vom verbleibenden Kantonsgebiet nun territorial getrennt, wechselte er 1994 zum Kanton Basel-Landschaft.

Der vor allem konfessionelle Gegensatz gilt auch weiterhin, obwohl das Gewicht des Französischen im verkleinerten Kanton Bern geringer geworden ist und sich die Romands demzufolge noch unterdrückter fühlen müssten. Seit 1994 arbeitet die Assemblée Interjurassienne (eine Art von der Schweizerischen Eidgenossenschaft bestellte Kommission) an der Lösung der Jurafrage. Im September 2004 hat sie ein Projekt begonnen, das einen völlig neuen Kanton anvisiert, in dem Nord-Jura (heute Kanton Jura) und der Süd-Jura (Jura bernois) nach den Vorstellungen der Nordjurassier vereinigt werden sollen. Das Projekt soll 2006 abgeschlossen sein. Damit wird ein weiterer Anlauf unternommen, die nach den Vorstellungen des Nordjuras immer noch unterdrückten Bewohner des bernischen Südjuras von Bern zu lösen und damit die (fiktive) Einheit des jurassischen Volkes herzustellen.

Saignelégier et les Franches-Montagnes

Eine knappe halbe Stunde von La Chaux-de-Fonds und Biel entfernt, öffnet sich die grosszügige Freiberger Hochebene dem Besucher und lädt ihn ein, auf 1000 m Höhe mit den Pferden Bekanntschaft zu schliessen. Zu Fuss, zu Pferd, per Fahrrad, im Kanu, im Zigeunerwagen, per Langlaufskis oder Schneeschuhen - vielfach sind die Möglichkeiten, dies freie Natur der Franches-Montagnes zu entdecken. Tennis- Eis- und Reithallen sowie das Hallenschwimmbad ergänzen das reiche Angebot und sorgen dafür, dass der Gast bei jeder Witterung auf seine Kosten kommt.

Delémont et le pays vadais

Ungefähr 40 Autominuten von Basel und Biel entfernt, reizt das alte charmante Städtchen mit seinen Museen und Galerien zum Besuch und lädt den Reisenden ein, nicht nur die regionalen Eigenheiten zu entdecken, sondern auch den heissesten Jura-Sommer zwischen Stadt und bewundernswerten Schluchten, welche die Flüsse zwischen Bergen und Tälern gegraben haben.


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