10.03.2026
| von AEW Energie AG
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10.03.2026, Die Terminpreise im aktuellen Winter zeigten sich äusserst volatil. In den kommenden Wochen dürfte die
Volatilität im Termin wie auch im Spotmarkt hoch bleiben. Zum Zeitpunkt des Verfassens finden
koordinierte Angriffe der USA und Israels auf Iran statt, und der militärische Konflikt droht sich zu einem
breiteren regionalen Konflikt auszuweiten.
Aktuelle StrompreisentwicklungDie Terminpreise im aktuellen Winter zeigten sich äusserst volatil. Auf einen milden Winterstart folgten mehrere Kältewellen, die die Preise im Januar deutlich nach oben trieben. Ab Ende Januar drehten die Märkte jedoch und die Preise rutschten stark nach unten. Die Sorgen im CO2 Markt über mögliche politische Eingriffe in den Marktmechanismus veranlassten Händler, ihre zuvor bullischen Positionen deutlich zu reduzieren, was eine ausgeprägte Abwärtsbewegung auslöste. Das milde Wetter nach den Kältephasen sorgte zudem für Entspannung im Gasmarkt – trotz historisch tiefer Speicherstände im Vergleich zu den Vorjahren. Ab Mitte Februar kehrte das bearishe Bild, und die Preise zogen erneut an. Ausschlaggebend waren die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zwischen den USA und dem Iran. Die Gegendrohung des Iran auf die amerikanische Provokation – nämlich die Drohung, die Strasse von Hormuz zu sperren – liess die Risikoprämien im Gasmarkt ansteigen.
Während die Spotpreise im Dezember noch moderat ausfielen, fanden viele Preisspitzen aufgrund der Dunkelflauten im Januar statt. Spotpreise in den Morgen und Abend Randstunden stiegen mehrmals über 200 CHF/MWh. Im Februar war das Gegenbild zu sehen. Das Wetter war deutlich milder mit steigenden Windeinspeisung, was für mehrere Preistiefs sorgte. Zudem zogen tiefe französische Spotpreise das Preisniveau in der Schweiz nach unten.
Ausblick In den kommenden Wochen dürfte die Volatilität im Termin- wie auch im Spotmarkt hoch bleiben. Der CO2 Markt bleibt ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor: Solange politische Eingriffe in den Marktmechanismus im Raum stehen, dürfte die Preisbildung empfindlich auf neue Signale reagieren. Auch im Gasmarkt bleibt die Lage fragil. Trotz der zuletzt milderen Temperaturen und der temporär verlangsamten Ausspeicherung wirken die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten weiterhin nach. Jede weitere Eskalation zwischen den USA und dem Iran – insbesondere im Kontext der Strasse von Hormuz – könnte die Risikoprämien erneut deutlich erhöhen und auf die Strom und Gaspreise durchschlagen.
Der Spotmarkt wird in den kommenden Wochen von mehreren Faktoren bestimmt. Entscheidend sind der Witterungsverlauf, die Entwicklung der Gasspeicherstände sowie die Gas Spotpreise, die teilweise stark von geopolitischen Ereignissen beeinflusst werden. Auch die CO2 Spotpreise bleiben relevant, da sie die Grenzkosten der Stromproduktion unmittelbar beeinflussen. Zusätzlich könnten tiefe französische Spotpreise weiterhin Druck auf das Schweizer Preisniveau ausüben.
Aktuelle HKN Preise für eine Menge von jeweils 5'000 MWh pro Jahr Im europäischen Markt sind die Preise für Herkunftsnachweise im Jahr 2025 spürbar gestiegen. Haupttreiber dieser Entwicklung waren eine erhöhte Nachfrage sowie eine teilweise geringere Produktion aus Wasserkraft. Demgegenüber haben sich Schweizer Wasser-HKN rückläufig entwickelt. Hier zeigte sich zuletzt eine schwächere Preisentwicklung als im europäischen Umfeld. Ein möglicher Nachfrageimpuls bei Schweizer HKN könnte sich im Zuge der bevorstehenden Stromkennzeichnung ergeben, da allfällige Fehlmengen von Marktteilnehmern noch nachbeschafft werden müssen. In diesem Zusammenhang ist ein gewisser Aufwärtsdruck auf die Preise nicht auszuschliessen. Für das Jahr 2026 bewegen sich die Preise aktuell weitgehend auf einem ähnlichen Niveau wie zuletzt. Aus heutiger Sicht ist weiterhin von einer eher seitwärts gerichteten Marktbewegung auszugehen.
--- ENDE Pressemitteilung Aktuelle Entwicklung der Strompreise und Herkunftsnachweise März 2026 ---
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