Zu den häufigsten Allergenen zählen Pollen von Bäumen, Sträuchern, Kräutern und Gräsern. Zeigt ein Haustier im Frühling Atembeschwerden, verstärkten Juckreiz oder andere anhaltende Beschwerden, kann eine Pollenallergie dahinterstehen. Unbehandelt können sich chronische Hautentzündungen entwickeln. Betroffene Tiere sind gestresst, schlafen schlechter, und ihre Lebensqualität sinkt deutlich. Auch Wohnungskatzen sind nicht geschützt, da Blütenstaub leicht über offene Fenster oder an Kleidung ins Zuhause gelangt.
Hunde haben häufig deutlichere Symptome
Bei Hunden treten die Beschwerden besonders oft an den Pfoten, der Schnauze, den Ohren, rund um die Augen, an der Leiste, unter den Achseln sowie an den Gliedmassen und am Bauch auf. Typische Hinweise sind wiederholtes Kratzen, intensives Pfotenlecken, gerötete oder feuchte Haut und vermehrter Haarausfall. Auch eine starke Geruchsentwicklung aus den Ohren, Nesselausschläge, häufiges Kopfschütteln, tränende Augen oder das sogenannte umgekehrte Niesen, wenn der Hund ruckartig und wiederholt Luft durch die Nase ein- statt ausatmet, können vorkommen.
VIER PFOTEN empfiehlt während des Pollenflugs angepasste Tagesroutinen. Vor Spaziergängen sollte die aktuelle Pollenbelastung geprüft werden, die morgens und um die Mittagszeit besonders hoch ist.
Janine Cirini, Campaignerin Haustiere bei VIER PFOTEN Schweiz, erklärt: «Während der höchsten Belastungszeit sollten Spaziergänge kurzgehalten werden. Nach dem Gassigehen lohnt es sich, Pfoten und Fell mit einem feuchten Tuch zu reinigen. Bei Wind werden Pollen stark verbreitet, während Regen sie bindet. Es ist daher wichtig, den passenden Zeitpunkt für Spaziergänge zu wählen.» Zu Hause helfen regelmässiges Bürsten, das Reinigen der Pfoten und Ballen sowie häufiges Waschen von Körbchen, Decken und anderen Textilien. Auch ein Kleiderwechsel nach dem Draussensein reduziert das Einschleppen von Pollen in die heimischen vier Wände. Pollenschutzgitter an Fenstern, ein häufigeres Reinigen von Oberflächen oder ein Luftreiniger mit HEPA-Filter können die Belastung zusätzlich senken.
Katzen zeigen subtilere Anzeichen
Bei Katzen äussert sich eine Pollenallergie häufig durch starken Juckreiz. Die Tiere kratzen sich oder putzen sich übermässig, was zu kleinen Wunden führen kann, die sich entzünden können. Auch wiederholtes Niesen, Nasenausfluss sowie gerötete und tränende Augen können auftreten. In selteneren Fällen sind Ohrenentzündungen oder Atembeschwerden möglich.
Frühzeitig beobachten und handeln
«Viele Tierhalterinnen und -halter denken bei Hautproblemen nicht sofort an eine Pollenallergie. Wenn ein Hund oder eine Katze über längere Zeit Juckreiz zeigt, ist eine tierärztliche Abklärung wichtig. Je früher eine Allergie erkannt wird, desto besser lässt sich der Alltag des Tieres anpassen und desto geringer ist das Risiko für Folgeerkrankungen», sagt Janine Cirini.
Mit dem Beginn des Frühlings bleibt Aufmerksamkeit entscheidend. Wer erste Anzeichen ernst nimmt und den Alltag leicht anpasst, kann das Wohlbefinden seines Haustieres deutlich verbessern.
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Chantal Häberling, Kommunikation Schweiz
VIER
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