23.01.2026
| von Kantonale Verwaltung Schaffhausen
Lesedauer: 4 Minuten
Bildrechte: Staatskanzlei Kanton Schaffhausen
Fotograf: Jürg Fausch; 372dpi gmbh
23.01.2026, Mit dem Baustart des neuen Polizei- und Sicherheitszentrums befindet sich eines der bedeutendsten
Bauprojekte des Kantons Schaffhausen auf der Zielgerade. In Anwesenheit der für das Projekt
verantwortlichen Regierungsmitglieder sowie Vertreter des Totalunternehmers HRS Real Estate wurde
heute Morgen der offizielle Spatenstich feierlich begangen.
Mit dem heutigen offiziellen Spatenstich für das neue Polizei- und Sicherheitszentrum (PSZ) an der Solenbergstrasse in Herblingen geht eine über 20 Jahre andauernde Planungsphase zu Ende. Das bedeutendste Bauprojekt der jüngeren Kantonsgeschichte hatte dabei verschiedene Hürden zu überwinden. Bereits 2002 deckte eine Studie Sicherheitsmängel beim bestehenden Gefängnis im Klosterviertel in der Stadt Schaffhausen auf. Eine Machbarkeitsstudie zeigte in der Folge, dass eine Sanierung des bestehenden Gebäudes nicht sinnvoll ist und ein Neubau ausserhalb der Altstadt verfolgt werden soll. 2009 orientierte die Regierung erstmals über die Pläne, das Kantonale Gefängnis und die Strafverfolgungsbehörden räumlich zusammenzuführen. In der Folge hiess der Kantonsrat die vom Regierungsrat vorgelegte Planung des PSZ gut. Die Vorlage zum Bau des PSZ wurde im Juni 2018 von der Schaffhauser Stimmbevölkerung mit einem Ja-Anteil von 60,6 Prozent angenommen. Während das Vor- und Bauprojekt in den Folgejahren gemeinsam mit den zukünftigen Nutzern vorangetrieben und die HRS Real Estate als Totalunternehmer bestimmt wurde, verzögerten unterschiedliche Einsprachen und Beschwerden das Projekt jeweils mehrere Monate. Im November 2024 genehmigten die Stimmberechtigten in einer – durch eine Volksmotion ausgelösten – Volksabstimmung den Kredit für ein zusätzliches 7. Stockwerk mit einem Ja-Anteil von 68,4 Prozent.
Fertigstellung im Herbst 2028 geplant Im Herblingertal entstehen in den nächsten drei Jahren ein Gefängnisbau, ein Bürohochbau sowie ein Parkhaus. Im siebenstöckigen Bürohochbau ziehen die Schaffhauser Polizei und die Staatsanwaltschaft ein. Das gegenüberliegende zweistöckige Gefängnis verfügt über 29 Einzel- und 7 Doppelzellen. Das dritte Bauwerk beinhaltet unter anderem ein Parkhaus für Mitarbeitende und Besuchende und besteht aus fünf Halbgeschossen. Die Fertigstellung des PSZ ist für den Herbst 2028 geplant. Nach der Fertigstellung der betrieblichen Einrichtungen soll der Gebäudekomplex ab Jahresbeginn 2029 bezugsbereit sein. Aktuell wird für den Bau mit Netto-Baukosten von 124.40 Millionen Franken gerechnet. Darin enthalten sind durch die Bauteuerung und weitere gebundene Ausgaben entstehende Mehrkosten von insgesamt 24.18 Millionen Franken. Das Bundesamt für Justiz subventioniert den Gefängnisbau mit 6.4 Millionen Franken.
Vielfältige Vorteile des Neubaus Mit dem PSZ werden Polizei, Staatsanwaltschaft und Gefängnis weitgehend an einem Standort zusammengeführt. Dies führt zu deutlich kürzeren Wegen, einer besseren Zusammenarbeit, schnelleren Entscheiden sowie insgesamt effizienteren Abläufen. Die Schaffhauser Polizei profitiert am neuen Standort von modernen Arbeitsplätzen, zeitgemässen Einsatz-, Sitzungs- und Führungsräumen sowie einer leistungsfähigen, stabilen IT- und Sicherheitsinfrastruktur. Der Wegfall von Provisorien sowie ausreichende Platzreserven schaffen zudem optimale Voraussetzungen für den heutigen Betrieb und zukünftige Anforderungen.
Für die Staatsanwaltschaft ermöglicht das neue Zentrum die Zusammenführung von bislang vier Standorten unter einem Dach, was die Zusammenarbeit mit der Schaffhauser Polizei deutlich vereinfacht und beschleunigt. Kürzere und sicherere Zuführungswege, ein eigens konzipiertes Einvernahmezentrum sowie klar getrennte Publikums- und Arbeitsbereiche erhöhen Effizienz und Sicherheit.
Das Kantonale Gefängnis Schaffhausen erhält mit dem Neubau eine zeitgemässe Infrastruktur mit modernster Sicherheitstechnik und Betriebsabläufen nach heutigen schweizerischen Standards. Die klare Trennung der Haftarten, mehrere neue Spazierhöfe sowie die Möglichkeit des Gruppenvollzugs – der in anderen Gefängnissen der Schweiz bereits seit längerem Standard ist – verbessern den Betrieb wesentlich. Zusätzlich entschärfen separate Besuchs- und Betriebsräume die bisherigen Engpässe und schaffen deutlich bessere Bedingungen für Insassen, Mitarbeitende und den täglichen Betrieb. Staatskanzlei Schaffhausen
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--- ENDE Pressemitteilung Bau des neuen Polizei- und Sicherheitszentrums im Herblingertal mit Spatenstich lanciert ---
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Über Kantonale Verwaltung Schaffhausen:
Der heutige Kanton Schaffhausen war bis 1798 ein Stadtstaat, seine Aufzeichnungen beginnen 1045. Die Ortschaft Schaffhausen, ein alter Schifferflecken, wurde im 11. Jahrhundert Eigentum des dort von den Herren von Nellenburg gestifteten Klosters Allerheiligen und mit diesem unter den Staufern reichsunmittelbar.
Nachdem sich die Bürgerschaft allmählich von der Herrschaft des Abtes emanzipiert hatte, wurde die Stadt 1330 von Ludwig dem Bayern an Österreich verpfändet, erlangte jedoch 1415 infolge der Ächtung Herzog Friedrichs ihre Reichsunmittelbarkeit wieder. Bedrängt vom österreichischen Adel, schloss Schaffhausen 1454 ein 25jähriges Bündnis mit den Eidgenossen, das am 19. August 1501 in ein ewiges verwandelt wurde.
Über der mittelalterlichen Altstadt Schaffhausens thront die imposante Festung 'Munot'. Die Altstadthäuser sind reich verziert mit Erkern und kostbar bemalten Hausfassaden. Die kleinen Gassen laden ein zum Flanieren, Einkaufen und zum Dasitzen. Im Sommer verwandelt sich die autofreie Innenstadt in einen Pariser Boulevard in Taschenformat.
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