Stadler haucht Thurbo-Zügen neues Leben ein für Einsatz in Ungarn

20.01.2026 | von Stadler Rail Schweiz AG

Uhr Lesedauer: 3 Minuten


20.01.2026, Stadler modernisiert 93 GTW-Züge der Schweizer Regionalbahn Thurbo und verkauft sie an die Ungarischen Staatsbahnen MAV. Dort erhalten sie ein zweites Leben. Dies ist eine ökologisch und finanziell nachhaltige Lösung, die allen Beteiligten Vorteile bringt. Durch das Projekt entstehen für ungarische Fahrgäste zusätzlich 14’000 Sitzplätze in der bewährten Qualität der bestehenden FLIRT-Flotte im Land.


Die Ungarischen Staatsbahnen MAV haben in den kommenden Jahren einen erhöhten Bedarf an Rollmaterial. Neben der Beschaffung von neuen Fahrzeugen haben sie auch grosses Interesse am Occasionskauf von Zügen bekundet. Nach eingehender Prüfung der Umrüstungsanforderungen und Kriterien für die erneute Zulassung in Ungarn hat Stadler die Gelenktriebwagen-Flotte (GTW) von Thurbo als ideale Lösung identifiziert, um den Bedarf in Ungarn zu decken. Stadler unterbreitete Thurbo ein Angebot für den Kauf von 93 Gelenktriebwagen und der MAV eines für die Modernisierung und den Wiederverkauf der Flotte. Nun haben die Parteien die entsprechenden Verträge unterzeichnet.

Schnelle Lösung für mehr Sitzplätze und höheren Komfort
Mit dieser Lösung erhält die MAV hochwertige Stadler-Züge und kann den ungarischen Fahrgästen schneller als durch die Beschaffung neuer Fahrzeuge rund 14'000 zusätzliche Sitzplätze bieten. Stadler übernimmt die Thurbo-Fahrzeuge zwischen 2027 und 2034 in jährlichen Tranchen und passt sie umfassend an die Anforderungen der Ungarischen Staatsbahnen an. Da sie ältere MAV-Fahrzeuge ersetzen, werden die Züge nach den Modernisierungsarbeiten den Reisekomfort deutlich verbessern.

Die Züge werden mit einem neuen Fahrgastinformationssystem, Videoüberwachung, Schiebetritten, einem Bordcomputer für Lokführer sowie einem kombinierten Mirel- und ETCS BL4-Zugsicherungssystem ausgestattet. Das Antriebssystem der Fahrzeuge wird auf die ungarische Fahrleitungsspannung von 25 kV umgerüstet. Zudem erhalten die Fahrzeuge eine neue Folierung in den Farben von MÁV sowie neue Sitzbezüge. Pro Zug dauert die Modernisierung zwölf Wochen. Die Prototypen werden in der Schweiz gebaut. Für die anschliessende Serienproduktion baut Stadler eine Serviceanlage in Ungarn auf.

Eine nachhaltige Lösung für alle Parteien
Der Kauf, die Modernisierung und der Weiterverkauf der GTW-Flotte von Thurbo an die MAV durch Stadler schafft Vorteile für alle Beteiligten. Die Züge erhalten ein zweites Leben und werden ökologisch wie finanziell nachhaltig weiter genutzt. Die Verlängerung der Lebensdauer moderner Triebzüge ist eine technisch und wirtschaftlich attraktive Alternative zur Neubeschaffung. Die GTW-Flotte gehört zu den ersten grossen Serien, die Stadler in den vergangenen 20 Jahren ausgeliefert hat. Das Projekt mit Thurbo und MAV kann als Vorbild für weitere ähnliche Initiativen dienen und den Weg für ein neues Geschäftsmodell bei Stadler ebnen.

Die GTW-Flotte von Thurbo besteht aus insgesamt 110 Fahrzeugen. Im Jahr 2021 beschloss Thurbo, die GTW-Fahrzeuge durch 107 Regionalzüge des Typs FLIRT Evo von Stadler zu ersetzen. Mit der Ankunft der neuen Züge wird die bestehende Flotte bis 2034 schrittweise ersetzt.


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Stadler Rail Group
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Ursprünglich wurde dieser Artikel am 12.01.2026 auf der Webseite der Stadler Rail Schweiz AG veröffentlicht.

--- ENDE Pressemitteilung Stadler haucht Thurbo-Zügen neues Leben ein für Einsatz in Ungarn ---

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Bussnang ist das Kompetenzzentrum der Typenreihen SMILE, FLIRT und GTW, des Bereichs Tailor Made inklusive Zahnradbahnen und von Breitspurfahrzeugen. Mitarbeitende der Stadler Bussnang AG sind in den Bereichen Engineering, Einkauf, Produktion – Fahrzeuge, Reparaturen und Meterspur-Drehgestelle – sowie der Inbetriebsetzung tätig.

In Bussnang ist auch der Vertrieb für die Fahrzeuge angesiedelt. Von hier aus schwärmen die Verkäufer in die ganze Welt aus. Ebenfalls in Bussnang hat die Holdinggesellschaft Stadler Rail Group ihren Sitz. Im nahegelegenen Erlen betreibt Stadler Bussnang seit Oktober 2010 ein Inbetriebsetzungszentrum.


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