Innerrhoder Kulturpreis an Franz Manser

12.01.2026 | von Kanton Appenzell Innerrhoden

Uhr Lesedauer: 2 Minuten


12.01.2026, Franz Manser, Baazli, erhält den Innerrhoder Kulturpreis. Er wird damit für sein langjähriges Schaffen und Wirken in der Appenzeller Volksmusik ausgezeichnet.


Franz Manser, geboren 1943, prägt seit Jahrzehnten die musikalische Landschaft des Kantons Appenzell I.Rh. Als Musikant und Komponist hat er nicht nur die Volksmusik gepflegt, sondern sie auch weiterentwickelt und einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Sein Engagement trägt wesentlich dazu bei, dass die Appenzeller Musik lebendig bleibt und auch kommende Generationen begeistert.

Mit der Handorgel fast verheiratet

Schon als Primarschüler begann Franz Manser Schwyzerörgeli zu spielen, wechselte aber bald zur Handorgel und trat mit 14 Jahren erstmals öffentlich auf. Seither spielte er in verschiedensten Formationen und ist aus der Volksmusikszene nicht mehr wegzudenken. Franz Manser ist auch ein begnadeter Komponist: Rund 70 bis 80 Stücke stammen aus seiner Feder, darunter zahlreiche Walzer, Schottisch und Ruggusseli, die heute zum festen Bestandteil des Appenzeller Repertoires gehören. Sein unverwechselbarer Stil verbindet Tradition mit lebendiger Spielfreude und hat die Volksmusik weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt gemacht. Neben seiner musikalischen Tätigkeit führte Franz Manser ein Strassenbaugeschäft und betrieb ein Restaurant – doch seine Leidenschaft galt stets der Musik: „Ich fühle mich fast verheiratet mit meiner Handorgel“, sagte er selbst einmal. Bis heute bleibt er aktiv und verkörpert die Appenzeller Musik wie kaum ein anderer.

Die Preisverleihung findet im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung statt.

Höchste Innerrhoder Auszeichnung in Sparte Kultur Die Stiftung Pro Innerrhoden würdigt das Innerrhodische Kulturschaffen mit der regelmässigen Vergabe des Kulturpreises und des Anerkennungspreises. Der Kulturpreis - die höchste Innerrhoder Auszeichnung in der Sparte Kultur - wird in Anerkennung ganz besonderer Leistungen für das einheimische Kulturschaffen verliehen.

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger sind:

Josef Signer, Musik (1974)

Alfred Signer, Musik (1979)

Johann Manser, Volksmusik/Geschichte (1983)

Carl Walter Liner, Malerei (1984)

Franz Stark, Geschichte (1986)

Hermann Grosser, Geschichte (1993)

Dr. Rainald Fischer, Kunstgeschichte (1993)

Josef Dobler, Volksmusik (1995)

Roswitha Doerig, Malerei (1996)

Sibylle Neff, Malerei (2007)

Alfred Broger, Malerei (2008)

Dölf Mettler, Musik (2009)

Adalbert Fässler, Malerei (2010)

Albert Manser, Malerei (2010)

Willi Keller, Malerei (2012)

Engel-Chörli, Musik (2016)

Joe Manser, Dialekt- und Volksmusikforschung (2019)

Simon Enzler, Kabarett (2021)


Medienkontakt:
Rebekka Dörig Sutter, Kulturbeauftragte, Kulturamt (erreichbar von 10.00 bis 12.00 Uhr)
Telefon +41 71 788 93 77
E-Mail: rebekka.doerig@ed.ai.ch

--- ENDE Pressemitteilung Innerrhoder Kulturpreis an Franz Manser ---

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Kanton Appenzell Innerrhoden:

Die ersten menschlichen Funde im Appenzellerland gehen auf die wärmere Zwischeneiszeit, d. h. auf die Jahre 40'000 bis 30'000 v. Chr. zurück. Bei Grabungen in dem in der Südostwand des Ebenalpstocks gelegenen Wildkirchli wurden nicht nur Bärenknochen gefunden, sondern auch bearbeitete Steine aus dem Weissbach-Schwende-Tal, welche Menschen zu jener Stelle hinaufgetragen haben müssen.

Die ältesten menschlichen Werkzeugfunde gehen auf die Bronzezeit zurück. Im Gebiet von Appenzell sind dies zwei Bronzebeile, die in den Forren zwischen Appenzell und Weissbad gefunden wurden und in die Zeit von etwa 1200 bis 1100 v. Chr. zu datieren sind. Da auch das St. Galler Rheintal bronzezeitliche Funde aufweist ist es möglich, dass diese Beile aus dem Rheintal kommen.

Gleichwohl lässt sich aus den zufälligen und spärlichen Funden nicht auf eine urzeitliche Siedlung im Appenzellerland schliessen. Vielmehr ist anzunehmen, dass Appenzell von den Wanderungen der Urzeit kaum berührt wurde. Es handelte sich somit um ein eigentliches Niemandsland zwischen den keltischen und rätisch- illyrischen Völkern.

Auch die Erschliessung des schweizerischen Mittellandes durch die Römer erfasste das Appenzellerland kaum, denn die wichtigsten Römerstrassen umgingen den Alpstein. Hingegen dürften in spätrömischer Zeit verschiedene Alpen von zu den Rätiern gehörenden Rheintalern bestossen worden sein.

Träumen Sie von spiegelblanken Seen und schwindelerregenden Felsen, von schmucken Dörfern und freundlichen Menschen? "Sönd herzlich willkomm" im Appenzellerland. Das Wander-Eldorado Appenzellerland beginnt in der sanften Hügellandschaft beim Bodensee und führt über grüne Wiesen bis zum voralpigen Säntisgebirge. Auch Wellness und Gesundheit sind bei uns keine Modewörter.


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