Eine nachhaltige soziale und berufliche Integration von Flüchtlingen aus der Ukraine

06.01.2026 | von Kantonale Verwaltung Freiburg

Uhr Lesedauer: 4 Minuten


06.01.2026, Die Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) hat heute die neue Strategie für die soziale und berufliche Integration ukrainischer Flüchtlinge vorgestellt. Diese zielt darauf ab, bis Ende 2026 die Hälfte aller Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren mit einem Ausweis S in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Sie entspricht damit den Vorgaben des Bundes.


Trotz des Rückgangs der Asylgesuche ist ein stetiger Anstieg der Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine zu verzeichnen. Die überwiegende Mehrheit dieser Personen erhält vorübergehenden Schutz (Ausweis S): Sie dürfen arbeiten und sind beschäftigungsfähig.

Der kantonale und nationale Kontext begünstigt die Integration von Flüchtlingen aus der Ukraine Mit dem Inkrafttreten mehrerer gesetzlicher Bestimmungen am 1. Dezember 2025 möchte der Bund Personen mit Schutzstatus S ermutigen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, indem er ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert und ihnen nach fünf Jahren die Aussicht auf eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung bietet.

Künftig können diese Personen nach einer einfachen Meldung durch das Unternehmen noch am selben Tag mit der Arbeit beginnen. Angesichts des Arbeitskräftemangels in mehreren Wirtschaftssektoren, insbesondere im Bau- und Baunebengewerbe, im Gesundheitswesen oder im Hotel- und Gastgewerbe, ist die Integration dieser Menschen in den Arbeitsmarkt ein Glücksfall. Zudem sind die Freiburger Integrationsmassnahmen bei den Unternehmen des Kantons anerkannt, insbesondere aufgrund der guten Zusammenarbeit, die dank der verschiedenen bereits vom Kanton angebotenen Hilfen bei der Rekrutierung entstanden ist (siehe unten).

Das Ziel des Bundes ist es, 50 % der Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren mit einem Ausweis S, die seit mindestens drei Jahren in der Schweiz wohnen, in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Kantone, die unter diesem Wert liegen, müssen bis zum 15. Januar 2026 einen Aktionsplan vorlegen. Dies ist der Fall im Kanton Freiburg, in dem der Anteil bei 36,2 % liegt (Stand Ende Oktober 2025).

Eine nachhaltige und realistische Integration bis Ende 2027 dank der dynamischen Strategie der 4S Der Kanton Freiburg hat daher eine Strategie für die soziale und berufliche Integration ukrainischer Flüchtlinge mit dem Titel «Dynamik der 4S» entwickelt, um bis Ende 2026 100 weitere Personen zu beschäftigen und das vom Bund festgelegte Ziel zu erreichen.

Die Strategie wurde in enger Zusammenarbeit mit der Firma ORS, die vom Kanton mit der Aufnahme und Integration ukrainischer Flüchtlinge beauftragt ist, entwickelt und basiert auf einem strukturierten und anpassungsfähigen Modell: Die «Dynamik der 4S» besteht darin, die prioritären Zielgruppen in Segmente einzuteilen (segmenter), die Prozesse und die Organisation zu vereinfachen (simplifier), Allianzen mit Flüchtlingen und wichtigen Partnern (aus dem privaten und öffentlichen Sektor) zu bilden (s'allier) sowie die Integrationsförderung zu strukturieren (structurer).

Die Flüchtlinge werden individuell intensiver begleitet, um den sozialen und beruflichen Integrationsprozess für jede identifizierte Zielgruppe zu strukturieren. Diese Begleitung ermöglicht es, für jede betreute Person einen Aktionsplan zu erstellen, der Arbeitssuche, Ausbildung, Sprachkurse oder andere spezifische Massnahmen umfasst.

Olha Papusha, die aus der Ukraine geflüchtet ist und sich derzeit auf Arbeitssuche befindet, berichtet: «Dank der individuellen Betreuung konnte ich die Sprache lernen, die Funktionsweise des Schweizer Systems und des Arbeitsmarktes verstehen, meinen Lebenslauf an die lokalen Standards anpassen und in Erfahrung bringen, welche beruflichen Möglichkeiten ich mit meiner Ausbildung habe. Heute habe ich die für die Anerkennung meines Abschlusses erforderliche Sprachprüfung bestanden und werde meine Ausbildung zur Pflegefachfrau fortsetzen. Die Unterstützung, die ich insbesondere bei der Anerkennung meiner Abschlüsse und den Behördengängen erhalten habe, hat mir geholfen, Selbstvertrauen zu gewinnen und Schritt für Schritt ein realistisches, kohärentes und nachhaltiges Integrationsprojekt aufzubauen. »

Die Erreichung der Ziele des Bundes dürfte nicht nur zu einer besseren Integration von Personen mit einem Ausweis S führen, sondern auch zu einer Senkung der Sozialhilfekosten.

Mehrere Hilfen bei der Rekrutierung für Freiburger Unternehmen

Darüber hinaus werden Unternehmen zahlreiche Tools für die Einstellung von Menschen mit Migrationshintergrund sowie administrative Unterstützung bereitgestellt. Vitamin F beispielsweise bietet Unternehmen finanzielle Unterstützung von bis zu 9 000 Franken sowie eine individuelle Betreuung. Dank der vollständigen Neugestaltung der Plattform FRintegration.ch ist diese nun eine wertvolle Hilfe bei der Rekrutierung. Sie ist für Unternehmen im Kanton kostenlos und bringt Freiburger Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit Personen mit Migrationshintergrund zusammen, die arbeiten dürfen. Sie trifft unter den Bewerberinnen und Bewerber eine Vorauswahl und bietet eine administrative Begleitung.

Es existieren überdies verschiedene Integrationsprogramme in Zusammenarbeit mit Berufsverbänden, wie Gestalte deine Zukunft, Techskills Academy, Integration & Pflege und Cap Saveurs. Dieser von privaten und öffentlichen Akteuren gebotene Zugang zum Arbeitsmarkt zeigt, dass eine erfolgreiche Integration nur durch Ausbildung und öffentlich-private Partnerschaften möglich ist.


Medienkontakt:
Direktion für Gesundheit und Soziales
Rte des Cliniques 17
1700 Freiburg
T +41 26 305 29 04

--- ENDE Pressemitteilung Eine nachhaltige soziale und berufliche Integration von Flüchtlingen aus der Ukraine ---

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Der Pré de Riva ist eine rekonstruierte Pfahlbausiedlung in Gletterens bei Vallon, südlich des Neuenburgersees. Auf der nördlichen Seite nur etwa 26 km entfernt liegt im Kanton Neuenburg (auf Höhe des A5-Tunnels) ein weiterer archäologischer „Park Laténium“ in Hauterive, östlich von Neuenburg (Neuchatel), der an die Stelle des „Musée cantonal d´archéologie“ getreten ist und latènezeitliche Funde zeigt.

Das Freiburgerland ist eine "crazy" Region, eine seitenverkehrte Welt... kühle Berge im Süden und warme Seen im Norden. Aber auch zwei Sprachen und drei unterschiedliche Ferienregionen auf kleinstem Raum: Voralpen, Stadt Freiburg und Drei-Seen-Land.

In den Voralpen mischen sich schweizerisches Heidi-Feeling und Moderne. Beispielsweise in Gruyères mit seiner mittelalterlichen Schlossanlage und dem futuristisch anmutenden Museum des Alien-Kreators H.R. Giger. Einmalige Bike- und Wandergebiete finden sich um Schwarzsee, Charmey, Bulle, Moléson und Les Paccots. Keinesfalls darf ein Besuch einer Schaukäserei versäumt werden.


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