Brand in Crans-Montana: 35 Patienten in europäische Kliniken verlegt

05.01.2026 | von Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS

Uhr Lesedauer: 3 Minuten


05.01.2026, Dank grosser Unterstützung zahlreicher europäischer Länder wurden seit dem 2. Januar 2026 35 Patientinnen und Patienten über den Prozess des Union Civil Protection Mechanism (UCPM) von Spitälern in der Schweiz in spezialisierte Kliniken in Belgien, Deutschland, Frankreich und Italien verlegt. Zahlreiche Staaten haben der Schweiz Hilfsangebote gemacht.


Nach dem Brand in Crans-Montana wurde in einer ersten Phase für alle Verletzten eine Erstversorgung in den Schweizer Spitälern sichergestellt. Aufgrund der grossen Anzahl von Patientinnen und Patienten mit schweren Verbrennungen sind die Kapazitäten für die bestmögliche langfristige Behandlung in der Schweiz nicht ausreichend. Die Schweiz hat daher über den für solche ausserordentlichen Ereignisse vorgesehenen Prozess des Union Civil Protection Mechanism um internationale Unterstützung ersucht. Da die Verlegungen medizinisch dringlich waren, mussten diese rasch vorbereitet und durchgeführt werden.

Im Rahmen des Union Civil Protection Mechanism konnten am 2. und 3. Januar 2026 35 Personen in spezialisierte Kliniken in Europa verlegt werden: sieben Personen nach Belgien, weitere sieben Personen nach Deutschland, 15 Personen nach Frankreich und sechs Personen nach Italien. Drei Patienten können voraussichtlich noch heute nach Italien und Frankreich transportiert werden.

Bei den Verlegungen wurden sowohl ausländische Staatsangehörige als auch Schweizer Patientinnen und Patienten ins Ausland gebracht. Für Letztere wurden Spitalplätze möglichst nahe der Schweiz priorisiert. Wichtig waren auch die Sprache sowie allfällige familiäre Verbindungen im Zielland. Die Verlegungen wurden unter der Einwilligung der Angehörigen durchgeführt.

Für den Transport der Patientinnen und Patienten wurden Ambulanzflugzeuge und -helikopter mit Spezialistinnen und Spezialisten aus Italien, Frankreich, Rumänien und Luxemburg sowie der Rega eingesetzt. Zur Unterstützung der Spitäler in der Schweiz und Koordination der Verlegungen stehen spezialisierte medizinische Equipen, sogenannte Burn Assessment Teams, aus Frankreich und Italien in Lausanne und im Wallis im Einsatz. Verbindungspersonen des Europäischen Emergency Response Coordination Center ERCC arbeiten in Bern bei der Nationalen Alarmzentrale.

Die Zusammenarbeit mit dem ERCC und allen internationalen Helferinnen und Helfern verlief reibungslos und effizient. Die Nationale Alarmzentrale bleibt mit ihren Aufgaben im Nationalen Verbund Katastrophenmedizin KATAMED im Austausch mit dem ERCC und unterstützt weiterhin die Schweizer Spitäler und die Behörden des Kantons Wallis.

Grosse internationale Solidarität
Im Rahmen des UCPM wurde aus zahlreichen Ländern Unterstützung angeboten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Nordmazedonien, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowenien, Tschechien, Türkei und Ungarn machten Angebote für Behandlungsplätze, Lufttransport von Patientinnen und Patienten und/oder die Entsendung von Burn Assessment Teams.

Bis zum 3. Januar 2026 konnte der Grossteil der durch die Spitäler beantragten medizinisch dringlichen Verlegungen durchgeführt werden. Weitere Transporte und Verlegungen werden über die normalen Strukturen abgewickelt. Die Möglichkeit für eine Unterstützung über den UCPM bleibt nach dem Antrag noch für 90 Tage bestehen. Die nationale Lage und allfällige Bedürfnisse werden weiterhin im Rahmen des Nationalen Verbund Katastrophenmedizin KATAMED durch die Nationale Alarmzentrale abgewickelt.

Die Bewältigung eines Massenanfalls von schwer verbrannten Opfern ist für alle Länder nur in internationaler Kooperation möglich und fester Teil der europäischen Katastrophenpläne. Diese basieren auf nationale Pläne für die Bewältigung. In der Schweiz konnten hierfür Prozesse angewendet werden, die sich im Rahmen des Aufbaus des Nationalen Verbunds Katastrophenmedizin KATAMED bereits in Entwicklung befanden.


Medienkontakt:
Kommunikation BABS
+41 58 467 03 92
media@babs.admin.ch

--- ENDE Pressemitteilung Brand in Crans-Montana: 35 Patienten in europäische Kliniken verlegt ---

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.


Über Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS:

Die Tätigkeit des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz (BABS) erfolgt abgestützt auf den rechtlichen Grundlagen im Auftrag des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS).

Es vereint die Fachbereiche für Fragen des Bevölkerungsschutzes und der Koordination mit den anderen Instrumenten der Sicherheitspolitik.

Das BABS unterstützt jene Stellen, die in der Vorbeugung kollektiver Risiken und in der Ereignisbewältigung tätig sind, insbesondere betroffene Bundesstellen, die Kantone und die Partnerorganisationen des Verbundsystems Bevölkerungsschutz.


Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.


Quellen:
Aktuellenews    HELP.ch   Schweizerische Eidgenossenschaft


Weitere Informationen und Links:




Help.ch

Ein Angebot von HELP.ch


Swiss-Press.com ist ein Angebot von www.help.ch und die spezialisierte Plattform für Pressemitteilungen aus der Schweiz. HELP.ch sorgt für hohe Reichweite, professionelle Veröffentlichung und maximale Sichtbarkeit Ihrer Unternehmensnews.

Medienpräsenz mit «Aktuelle News»: Nutzen Sie das Netzwerk von «Aktuelle News», um Ihre Presse- und Medienmitteilungen, Events und Unternehmensnews gezielt zu verbreiten.

Ihre Inhalte werden über News-Sites, Google, Social Media und Online-Portale einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zum Netzwerk gehören führende Presseportale wie Aktuellenews.ch, News.help.ch, Swiss-Press.com und Tagesthemen.ch, Eventportale wie Eventkalender.ch und Swisskalender.ch sowie Online-TV-Plattformen wie Aktuellenews.tv und Handelsregister.tv. Insgesamt stehen über 30 Publikationskanäle zur Verfügung, um Ihre Mitteilungen optimal zu platzieren.