Bundesamt für Gesundheit: 2022 erhielten 570 Personen ein Organ

25.01.2023 | von Bundesamt für Gesundheit BAG


Bundesamt für Gesundheit BAG

25.01.2023, Bern - In der Schweiz erhielten im vergangenen Jahr 570 Personen ein – oft lebensrettendes – Organ. Davon bekamen 116 Personen ein Organ aus einer Lebendspende. Nach wie vor herrscht jedoch Organmangel. Mit einem neuen Film aus der Sicht einer jungen Betroffenen zeigt die Organspende- Kampagne von BAG und Swisstransplant, was eine Spende für Empfängerinnen und Empfänger bedeutet.

Die Anzahl Organspenderinnen und Organspender blieb in der Schweiz im letzten Jahr stabil: 164 verstorbene Personen haben ein oder mehrere Organe gespendet. Trotz drei für die Spitäler schwieriger Jahre aufgrund der Covid-19-Pandemie blieben die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr (166 Organspenderinnen und Organspender) stabil. Insgesamt wurden 469 Organe von verstorbenen und 116 Organe von lebenden Personen gespendet. Davon profitierten 570 Empfängerinnen und Empfänger. Eine Transplantation kann die Lebensqualität einer empfangenden Person stark verbessern oder sogar ihr Leben retten.

Die Zahl der Personen auf der Warteliste ist ebenfalls stabil: Ende 2022 warteten 1442 Personen auf mindestens ein Organ (2021: 1434). Für rund die Hälfte der Personen auf der Warteliste kam aus gesundheitlichen Gründen aber eine Transplantation nicht in Frage.

Dokumentarfilm «Was ein Teenager uns vom Leben lehren kann»

Die Bedeutung einer Organspende ist für gesunde Menschen schwer zu fassen. Wie einschneidend eine Organspende und das Festhalten des Spendeentscheids sein können, zeigt der 20-minütige Dokumentarfilm «Was ein Teenager uns vom Leben lehren kann»: Die heute 18-jährige Carina ist auf den ersten Blick ein ganz normaler Teenager. Auf den zweiten Blick wird klar, dass sie ihr Leben anders lebt als die meisten Menschen. Mit 10 Jahren bekam Carina ein Kunstherz und mit 11 Jahren eine Herztransplantation. Im Film wird Carina auf ihrem seit langem geplanten Töffli-Roadtrip über den Gotthard begleitet. Er zeigt, wie sie trotz der durchgestanden schwierigen Situation ihr Leben intensiv und mit einer bewundernswerten Gelassenheit lebt. Der Dokumentarfilm ist Teil der neuen Organspende-Kampagne «Regeln statt aufschieben: die Organspende.» Sie soll möglichst viele Menschen in der Schweiz motivieren, sich Gedanken zu einer Organspende zu machen und den Willen festzulegen.

Aktuell grösste Hürde in der Praxis

Die aktuell grösste Herausforderung ist, dass oft keine Willensäusserung der betroffenen Person vorliegt und die Angehörigen ohne Anhaltspunkte entscheiden müssen. Die Ende 2022 lancierte Kampagne von BAG und Swisstransplant will die Menschen deshalb motivieren, den persönlichen Willen festzuhalten: in einer Organspende-Karte, einer Patientenverfügung oder im elektronischen Patientendossier.

Auf der Kampagnen-Website www.leben-ist-teilen.ch stehen der Bevölkerung umfassende Informationen rund um das Thema Organspende und Willensäusserung zur Verfügung (Broschüren, Organspende- Karte, Informationsfilme oder Hintergrundberichte). Materialien können in verschiedenen Sprachen entweder heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden.

Das Volk hat sich am 15. Mai 2022 für die erweiterte Widerspruchslösung bei der Organspende ausgesprochen. Die Gesetzesarbeiten zur Umsetzung der Widerspruchslösung sind gestartet. Der genaue Zeitpunkt der Umstellung steht noch nicht fest. Bis es soweit ist, gilt weiterhin die erweiterte Zustimmungslösung, bei der eine Entnahme von Organen und Geweben nach dem Tod nur möglich ist, wenn eine Zustimmung der betroffenen Person vorliegt.

Das BAG informiert die Bevölkerung während der Übergangsphase (2022–2024) und bis zur Einführung der neuen Regelung mit der Kampagne «Regeln statt aufschieben: die Organspende.» regelmässig zum Thema Organspende.


Medienkontakt:
Bundesamt für Gesundheit, Kommunikation
+41 58 462 95 05, media@bag.admin.ch

--- ENDE Pressemitteilung Bundesamt für Gesundheit: 2022 erhielten 570 Personen ein Organ ---

Über Bundesamt für Gesundheit BAG:
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) trägt massgeblich dazu bei, der Bevölkerung ein Leben bei guter Gesundheit zu ermöglichen. Es misst sein Handeln an den Auswirkungen auf die Gesundheit.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beschäftigt sich mit so unterschiedlichen Dingen, wie den Prüfungsanforderungen für Studierende der Zahnmedizin, der Sicherheit von Röntgengeräten, der Erfassung der Häufigkeit von Infektionskrankheiten oder der Förderung von Spritzenaustauschprogrammen bei Drogenabhängigen. Bei so vielfältigen Aufgaben stellt sich die Frage, welches denn die übergeordnete Philosophie, welches der gemeinsame Nenner hinter all diesen Aktivitäten ist.

Das Leitbild des BAG soll darauf eine Antwort geben. Es beschreibt die grundsätzlichen Unternehmensprinzipien, die die Handlungsweise der Mitarbeitenden des BAG leiten und signalisiert, dass sich selbst ein Amt der Bundesverwaltung am modernen und erfolgreichen Unternehmensprinzip des «Management durch Zielsetzung» orientieren kann.

Das Leitbild trägt aber auch der wichtigen Wandlung und Entwicklung des Gesundeitsbegriffes in den letzten zwei Jahrzehnten Rechnung. Es setzt die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geförderte Auffassung um, Gesundheit nicht mehr einzig als Fehlen von Krankheit zu verstehen, sondern vielmehr als ein Wohlbefinden in körperlicher, psychischer und sozialer Hinsicht.

L’Office fédéral de la santé publique (OFSP) contribue de manière déterminante à assurer à la population un niveau de santé élevé.

L’Ufficio federale della sanità pubblica (UFSP) fornisce un importante contributo affinché la popolazione possa condurre una vita in buona salute.

The Swiss Federal Office of Public Health makes an essential contribution to facilitate to the population a life in good health.

Quellen:
HELP.ch   Schweizerische Eidgenossenschaft


Weitere Informationen und Links:


Erfasst auf
 Krankenversicherung.ch

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