Swiss Engineering positioniert sich für den Ausbau der neuen Kommunikationstechnologie 5G

07.09.2022 | von Swiss Engineering STV UTS ATS


Swiss Engineering STV UTS ATS

07.09.2022, Swiss Engineering (STV), der bedeutendste Berufsverband für Ingenieur:innen und Architekten:innen, bedauert die Empfehlung der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats (KVF-S) die 5G-Motion «Mobilfunknetz. Die Rahmenbedingungen für einen raschen Aufbau jetzt schaffen» der FDP-Fraktion zu sistieren. Für den Verband sind neue Technologien Quellen des Fortschritts, weshalb er sich bereits Anfang Jahr für den 5G-Ausbau mit adaptiven Mobilfunkantennen positioniert hat.

Zürich – In seiner Sitzung vom 5. September 2022 sistiert die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats (KVF-S) die 5G-Motion «Mobilfunknetz. Die Rahmenbedingungen für einen raschen Aufbau jetzt schaffen» der FDP-Fraktion, welche im Juli 2021 vom Nationalrat angenommen wurde. Swiss Engineering bedauert diesen Entscheid. Als Berufsverband für Ingenieur:innen und Architekten:innen spricht sich Swiss Engineering für den 5G-Ausbau mit adaptiven Mobilfunkantennen aus. In Anbetracht der Tatsache, dass die Frequenzen für 5G derzeit diejenigen sind, die von 4G genutzt werden, dass die in der NIS-Verordnung vorgesehenen Immissionsgrenzwerte nicht geändert wurden und dass keine Konzessionen für Millimeterwellen erteilt wurden, setzt sich Swiss Engineering für die Einführung von 5G in der Schweiz ein.

Neue technologische Vorteile mit 5G

Es gilt die Chancen und Vorteile der neuen Mobilfunktechnologie möglichst rasch im Sinne der Schweizer Gesellschaft und Wirtschaft zu nutzen. 5G ermöglicht neben höheren Übertragungsraten und kürzeren Reaktionszeiten auch eine höhere Kapazität (Anzahl Geräte pro Antenne) und eine höhere Energieeffizienz pro übertragene Dateneinheit. Zudem verfügt die neue Technologie über eine extrem hohe Geschwindigkeit und ist im Vergleich zu 4G zehnmal schneller. Weitere Vorteile sind verbesserte Verbindungen mit dem Internet der Dinge (IoT) durch niedrige Latenzzeiten, die Anpassung des Signals an die Bedürfnisse der Nutzer:innen, die Verringerung der Downloadzeit, Network Slicing, die Einführung neuer Videoformate, Augmented and Virtual Reality oder die Einführung von autonomen Fahrzeugen, womit die Reaktionsfähigkeit und Sicherheit gesteigert werden. Vor dem Hintergrund dieser vielen Möglichkeiten ist es für den Verband umso beunruhigender, dass in der Schweiz zurzeit über 3'000 Bauverfahren hängig sind und der 5G-Ausbau dadurch nur schleppend vorankommt.

5G ist sicher – auch in Bezug auf Gesundheit

5G ist auch mit Fokus auf den Gesundheitsschutz unproblematisch, da Erkenntnisse aus früheren Gesundheitsforschungen auch auf 5G anwendbar sind. Die vom Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) eingesetzte Arbeitsgruppe hat in ihrem Fachbericht von 2019 den aktuellen Forschungsstand zu den Wirkungen von hochfrequenter Strahlung auf den Menschen zusammengefasst und geprüft, ob es im Hinblick auf das Vorsorgeprinzip Hinweise oder gesicherte Erkenntnisse für Effekte gibt. Sie hielt fest, dass bisher keine konsistenten Gesundheitsauswirkungen unterhalb der Immissionsgrenzwerte der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) und mit den heute verwendeten Mobilfunkfrequenzen nachgewiesen worden sind.

Zudem bestätigt der jüngste Monitoringbericht des Bundesamts für Umwelt (BAFU) zur nichtionisierenden Strahlung, dass die Strahlenbelastung der Bevölkerung deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten liegt. Die Strahlenbelastung durch Funkanwendungen ist seit 2014 rückläufig, trotz massiv steigender Datenübermittlung. Zu dieser Entwicklung trägt 5G bei.

5G wird einem stabilen Mobilfunk gerecht und gewährleistet Schutz vor Strahlung

Das BAFU veröffentlichte Anfangs 2021 die Vollzugshilfe für adaptive Antennen und hielt dabei fest, dass der Ausbau des 5G-Netzes mit adaptiven Antennen unter Einhaltung der heutigen Grenzwerte für Mobilfunkanlagen umgesetzt werden soll. Die Vollzugshilfe berücksichtigt sowohl das Interesse der Bevölkerung gegenüber Schutz vor Strahlung als auch gegenüber einem gut ausgebauten Mobilfunknetz.

Swiss Engineering hat sich intensiv mit den technologischen, wirtschaftlichen, politischen und rechtlichen Aspekten von 5G auseinandergesetzt. Unter Betrachtung aller Dimensionen und in Anbetracht gleichbleibender Frequenznutzung und Einhaltung der bestehenden Immissionsgrenzwerte, spricht sich Swiss Engineering für den 5G-Ausbau mit adaptiven Antennen aus.

Kontakt: Uschi Roth, Leiterin Kommunikation, Mediensprecherin, comm@myswissengineering.ch



--- ENDE Pressemitteilung Swiss Engineering positioniert sich für den Ausbau der neuen Kommunikationstechnologie 5G ---

Über Swiss Engineering STV UTS ATS:
Seit 1905 setzt sich der Berufsverband Swiss Engineering erfolgreich für die Interessen der Ingenieur:innen sowie Architekt:innen ein. Der Verband engagiert sich in Projekten, Netzwerken, politischen Prozessen. Er verleiht den Anliegen der Ingenieur:innen und Architekt:innen eine starke Stimme und fördert das Verständnis für die Technik in der Gesellschaft.

Unabhängig davon, welche Fachrichtung Sie studiert haben, oder wo Sie heute tätig sind: Swiss Engineering ist Ihr Berufsverband, der sich für Sie einsetzt. Wir vertreten die Interessen aller Ingenieurinnen und Ingenieure, sowie der Architektinnen und Architekten in der Schweiz.

Swiss Engineering macht sich stark für die Anliegen von Ingenieur:innen und Architekt:innen. Der Verband engagiert sich in Projekten, Netzwerken, politischen Prozessen aber auch in der Gesellschaft, um mehr Verständnis für die Technik zu erlangen.

Quellen:
news aktuell   HELP.ch


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