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TCS: Welche Alternative zu Elterntaxis?

08.08.2022 | von Touring Club Suisse (TCS)


Touring Club Suisse (TCS)

08.08.2022, Vernier (ots) - Heute startet das neue Schuljahr für Kindergarten- und Schulkinder. 40% der schweren Unfälle mit Kindern ereignen sich auf dem Schulweg. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der TCS dieses Jahr mit der Problematik der Elterntaxis, welche die Gefahren rund um die Schulen erhöhen. Der TCS ermutigt Eltern dazu, ihren Kindern den Schulweg vorzugsweise zu Fuss näherzubringen. Dies unterstützt die Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung und lässt sie selbstständig werden.

Jedes Jahr ereignen sich pro Schultag etwa zwei Unfälle auf dem Schulweg. Im Jahr 2021 wurden laut ASTRA-Statistik 532 Unfälle registriert, davon 452 mit Verletzten. 40 % aller schweren Unfälle mit Kindern ereignen sich auf dem Schulweg*. Aus Angst, dass ihr Kind in einen Unfall verwickelt werden könnte, beschliessen viele Eltern, ihr Kind persönlich mit dem Auto zur Schule zu bringen, selbst wenn sich das Schulgelände ganz in der Nähe befindet. Dieses Phänomen wird auch als "Elterntaxi" bezeichnet.

Am häufigsten trifft man Elterntaxis in der Westschweiz an

Laut einer TCS-Studie aus dem Jahr 2019 sind Eltern, die ihre Kinder auf dem Schulweg begleiten, in der Westschweiz traditionell stärker vertreten. Dort bringen 30% der Eltern ihre Kinder regelmässig mit dem Auto zur Schule. In der Deutschschweiz liegt diese Zahl bei rund 7%. Diese mit dem LINK-Institut durchgeführte Umfrage über die elterliche Wahrnehmung von Gefahren auf dem Schulweg hatte ergeben, dass es vor allem die Angst vor Unfällen ist, die Eltern dazu bewegt, ihre Kinder zur Schule zu begleiten.

Auch wenn diese Praktik allgemein verbreitet ist, bleibt sie problematisch. Die Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen, hat einige Nachteile. Zum einen stellen die Staus, die in der Nähe der Schulen entstehen, eine erhöhte Gefahr für die Kinder dar. Andererseits ist das Erlernen des Schulwegs ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Kindes. Indem man es mit dem Auto zur Schule bringt, wird ihm diese Erfahrung genommen und seine Selbstständigkeit verzögert.

Durch Lernprozesse die Selbstständigkeit des Kindes entwickeln

Dieser Punkt ist besonders wichtig, da der Schulweg zu Fuss für das Kind viele Vorteile mit sich bringt. Zum einen ist erwiesen, dass sich Kinder, die früh an den Strassenverkehr gewöhnt werden, sich geschickter darin bewegen. Dies wird dem Kind später auch beim Velofahren zugutekommen. Zum anderen kann sich ein Kind, das zu Fuss zur Schule geht, auch leichter in der Schule konzentrieren. Ausserdem ist der Schulweg für das Kind eine neue und interessante Erfahrung, die es für sich selbst nutzen kann. Es handelt sich um einen echten Moment der Autonomie, der mitunter der einzige des Tages ist. Darüber hinaus können Kinder ihre sozialen Bindungen auf dem Schulweg ausbauen. Zudem eignet sich das Kind den öffentlichen Raum an und lernt seine Umgebung kennen, während es gleichzeitig ein Gespür für Gefahren entwickelt.

ist das Auto für die Eltern trotzdem die einzige Option, ermutigt sie der TCS, einen möglichst sicheren Ort zu wählen und die Kinder hundert Meter vor der Schule abzusetzen. Auf diese Weise vermeiden die Eltern, zum Verkehrschaos in der Nähe der Schule beizutragen, und geben dem Kind gleichzeitig die Möglichkeit, einen Teil des Schulwegs allein zurückzulegen.

* Quelle : BFU

Die sieben goldenen Regeln für den Schulweg

Tipp Nr. 1: Den Schulweg in den Tagen vor Schulbeginn mehrmals entlang gehen, um dem Kind zu zeigen, wo mögliche Gefahren lauern.

Tipp Nr. 2: Den sichersten Weg wählen und nicht den kürzesten, und Wege mit geringem Verkehrsaufkommen bevorzugen.

Tipp Nr. 3: Dem Kind helle Kleidung mit möglichst reflektierenden Elementen anziehen.

Tipp Nr. 4: Vor dem Benutzen eines Zebrastreifens am Bürgersteig anhalten, nach beiden Seiten schauen und aufmerksam den Verkehr beobachten und hören. Sich vor dem Überqueren der Strasse vergewissern, dass die Räder der Fahrzeuge vollständig zum Stehen gekommen sind.

Tipp Nr. 5: Nicht über die Strasse rennen, sondern ganz normal gehen.

Tipp Nr. 6: Auf Strassen ohne Bürgersteige auf der linken Strassenseite gehen.

Tipp Nr. 7: Immer mit gutem Beispiel vorangehen, denn Kinder ahmen die Erwachsenen nach.

Informationen zur Studie

  • Institut: Link
  • Befragte Personen: 507 in der Schweiz wohnhafte Personen mit Kindern im Alter von 4 bis 13 Jahren
  • Datum der Umfrage: 16. Mai bis 30. Mai 2019
  • Eingesetzte Mittel: Online und Telefon
  • Methode: Quantitativ und qualitativ

Pressekontakt:

Sarah Wahlen Mediensprecherin TCS
058 827 34 03
sarah.wahlen@tcs.ch



--- ENDE Pressemitteilung TCS: Welche Alternative zu Elterntaxis? ---

Über Touring Club Suisse (TCS):
Seit seiner Gründung 1896 in Genf steht der Touring Club Schweiz im Dienst der Schweizer Bevölkerung. Er engagiert sich für Sicherheit, Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung in der persönlichen Mobilität, politisch wie auch gesellschaftlich. Mit 1900 Mitarbeitenden und 23 regionalen Sektionen bietet der grösste Mobilitätsclub der Schweiz seinen rund 1,6 Millionen Mitgliedern eine breite Palette von Dienstleistungen rund um Mobilität, Gesundheit und Freizeitaktivitäten an.

Alle 70 Sekunden erfolgt eine Hilfeleistung. 200 Patrouilleure sind jährlich mit etwa 359'000 Einsätzen auf Schweizer Strassen unterwegs und ermöglichen in mehr als 80 % der Fälle eine sofortige Weiterfahrt. Die ETI-Zentrale organisiert jährlich etwa 57'000 Hilfeleistungen, darunter 3200 medizinische Abklärungen und über 1200 Repatriierungen. Die TCS Swiss Ambulance Rescue ist der grösste private Akteur für Rettungsdienst und Krankentransport in der Schweiz mit 50 Fahrzeugen, 17 Logistikbasen und über 35'000 Einsätzen pro Jahr. Die Rechtsschutz-Büros bearbeiten 42'000 Fälle und geben rund 10’000 Rechtsauskünfte. Seit 1908 setzt sich der TCS für die Verkehrssicherheit in der Schweiz ein, indem er Lehrmittel, Sensibilisierungs- und Präventionskampagnen entwickelt, Mobilitätsinfrastrukturen testet und Behörden berät.

Der TCS verteilt jedes Jahr rund 110'000 Leuchtgürtel und 90'000 Leuchtwesten an Kinder, damit auch ihre Mobilität sicher ist. 42’000 Teilnehmende zur Aus- und Weiterbildung zählen die Fahrzentren in allen Kategorien von Fahrzeugen jährlich. Mit 33 Plätzen und rund 950'000 Logiernächten ist der TCS der grösste Campinganbieter der Schweiz. Die Mobilitätsakademie des TCS beforscht und gestaltet die Transformationen im Verkehr, wie die vertikale Mobilität der Drohnen oder die geteilte Mobilität, etwa mit den 400 elektrischen Lastenvelos «carvelo» und 40’000 Nutzenden. Der TCS ist Mitunterzeichner der Roadmap Elektromobilität 2025.

Quellen:
news aktuell   HELP.ch


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