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Fehlende Tierwohlperspektive / Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030: Stellungnahme Schweizer Tierschutz STS

18.02.2021 | von Schweizer Tierschutz STS


Schweizer Tierschutz STS

18.02.2021, Basel - Der Schweizer Tierschutz STS hat die Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 des Bundes - mit Fokus auf dem Themenschwerpunkt Landwirtschafts- und Ernährungssystem - unter die Lupe genommen. Das Fazit: Die vorliegende Strategie ist sowohl aus Nachhaltigkeits- wie auch aus Tierwohlsicht wenig ehrgeizig und nicht zukunftsfähig. In eine integrierte Ernährungspolitik sind Tierwohl- und Umweltziele gleichwertig aufzunehmen. Tierwohl ist ein Angelpunkt nachhaltiger Entwicklung.

Der Bundesrat hat im November 2020 die Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 (SNE 2030) präsentiert und die Vernehmlassung eröffnet, deren Frist in diesen Tagen ausläuft. Das Strategiepapier zeigt auf, wie in der Schweiz die UNO-Nachhaltigkeitsziele (Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung) umgesetzt werden sollen. Darin identifiziert der Bundesrat den Bereich "nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion" als einen jenen Schwerpunkte, in dem besonderer Handlungsbedarf besteht. Gleichzeitig klammert die Landesregierung dabei Tierwohlaspekte völlig aus, die aber in einer integrierten Ernährungspolitik eine zentrale Rolle einnehmen müssen.

Obwohl das Tierwohl in den UN- Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals) nicht als Ziel formuliert ist, gehört es zu den zentralen Elementen einer nachhaltigeren Ernährung. Der STS erwartet von den Nachhaltigkeitsleitlinien des Bundes ambitiösere Ziele: Zu einer integrierten Ernährungspolitik gehören sowohl Tierwohl- wie Umweltziele. Der Tierschutz-Dachverband verlangt vom Bund eine aktivere Rolle, indem dieser zum Beispiel durch Bildung und Aufklärung einen nachhaltigen und tierwohlorientierten Konsum aktiv und stärker fördert. Aber auch indem Rahmenbedingungen gesetzt werden, damit Konsumentinnen und Konsumenten für nachhaltig und tiergerecht produzierte Nahrungsmittel nicht mehr bezahlen müssen als für Lebensmittel, die auf Kosten der Umwelt und des Tierwohls hergestellt wurden.

Eine ehrgeizigere, klar formulierte Zielsetzung wünscht sich der STS auch bezüglich dem angestrebten Anteil der Bevölkerung, der sich gesund, ausgewogen und tierwohlverträglich ernährt. Dieser soll im Jahr 2030 bei zwei Drittel liegen. Der Bund hat nun dringend die Zügel in die Hand zu nehmen und zu erklären, wie er die Schweizer Nutztierhaltung in eine neue, tiergerechtere Zukunft führen will. Denn nur tiergerechte Haltungssysteme sind mit einer nachhaltigen Ernährungspolitik zu vereinbaren. Da hat die Schweiz international eine Führungsrolle zu übernehmen.

Mehr Information: STS-Positionspapier "Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030" unter http://www.tierschutz.com/agrarpolitik

Pressekontakt:

Dr. Stefan Flückiger, Geschäftsführer Agrarpolitik Schweizer Tierschutz STS

Telefon 079 621 29 84; stefan.flueckiger@tierschutz.com



--- ENDE Pressemeldung Fehlende Tierwohlperspektive / Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030: Stellungnahme Schweizer Tierschutz STS ---

Über Schweizer Tierschutz STS:
Um 1840 entstand in Bern der erste Tierschutzverein. 1861 wurde der Schweizer Tierschutz STS ins Leben gerufen, damals unter dem Namen «Schweizerischer Centralverein zum Schutz der Tiere». Der Schweizer Tierschutz ist somit die älteste national tätige Tierschutzorganisation der Schweiz.

Oberstes Organ des Schweizer Tierschutz STS ist die Delegiertenversammlung seiner Sektionen. Geleitet wird der STS von einem 13-köpfigen Zentralvorstand, der ehrenamtlich tätig ist. Der Zentralvorstand ist für die strategische Führung des Verbandes zuständig.

Die Sektionen des Schweizer Tierschutz STS sind praktisch in allen Kantonen der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein tätig. Aufgrund dieser breiten Verankerung kann der Schweizer Tierschutz STS seine Aufgaben auf nationaler und internationaler Ebene mit Nachdruck wahrnehmen. Der Schweizer Tierschutz STS ist Mitglied der Eurogroup for Animals, einer Vereinigung der grossen nationalen Tierschutzorganisationen Europas, sowie der Fur Free Alliance.

Quellen:
news aktuell   HELP.ch


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