Comparis: Prämienzerfall bei Autoversicherungen in der Schweiz

20.08.2020 | von Comparis.ch AG


Comparis.ch AG

20.08.2020, Zürich – Die Autoversicherungsprämien in der Schweiz befinden sich im Sinkflug: Im Vergleich zum Vorjahr sind die Prämien für eine Vollkaskodeckung um 8,4 Prozent gesunken. Gegenüber 2017 beträgt der Rückgang gar 16,9 Prozent. Eine Vollkaskoversicherung für 30- bis 40-jährige Autolenker kostet heute nun durchschnittlich 842 Franken. Das zeigt eine Analyse des Online-Vergleichsdienstes Comparis.

Comparis-Analyse zum Autoversicherungsmarkt

Prämienzerfall bei Autoversicherungen in der Schweiz

Die Autoversicherungsprämien haben ein Rekordtief erreicht. Eine Vollkaskoversicherung kostet im Schnitt 8,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Seit 2017 sind die Prämien durchschnittlich um über einen Sechstel gesunken. Das zeigt eine Analyse von Comparis. «Die Digitalisierung sowie der Markteintritt von Direktversicherern lassen die Prämien erodieren», sagt Comparis-Mobilitätsexpertin Andrea Auer.

Deutlicher Rückgang der Versicherungsprämien für die «obere Mittelklasse»

Den grössten Prämienrückgang innert drei Jahren verzeichnen Fahrzeuge der oberen Mittelklasse. Seit 2017 sind die Prämien um 18,5 Prozent gesunken (bei Fahrzeug-Neuwert 44’000 Franken). Die durchschnittliche Vollkasko-Prämie liegt hier aktuell bei 898 Franken.

Die kleinste Abnahme der Prämie seit 2017 zeigt sich bei Kleinwagen. Der Prämienschwund beträgt aber selbst in dieser Kategorie 13,6 Prozent. Die Vollkaskoversicherung für einen Kleinwagen kostet im Schnitt 697 Franken (bei Fahrzeug- Neuwert 22’000 Franken). Lenker eines Mittelklassewagens (Fahrzeug-Neuwert: 33’000 Franken) bezahlen durchschnittlich 815 Franken (minus 14,9 Prozent seit 2017).

«Die Gründe für den Prämienrückgang sind vielfältig», sagt Comparis-Mobilitätsexpertin Andrea Auer. Unter anderem hätte der Markteintritt von Online-Anbietern den Konkurrenzkampf in den letzten Jahren massiv verschärft. «Traditionelle Anbieter wurden dazu veranlasst, vermehrt günstige Online-Produkte zu lancieren. So hat sich das Angebot in den letzten Jahren vervielfacht und die Prämien schmelzen lassen».

Das widerspiegelt sich auch in der Entwicklung der Autoversicherungsprodukte auf compairis.ch**, deren Anzahl seit 2017 um einen Drittel zugenommen hat (2017: 24 Produkte; 2020: 32 Produkte).

Bereits zwischen günstigsten Angeboten grosse Prämienunterschiede

In seiner Analyse hat der Vergleichsdienst neben der Prämienentwicklung auch die durchschnittliche Preisdifferenz zwischen dem günstigsten und dem zweitgünstigsten Angebot auf comparis.ch unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Bei einem Prämienvergleich können Autofahrer mit der Wahl des günstigsten Angebots gegenüber dem zweitgünstigsten im Schnitt 5,8 Prozent sparen. Bei einem Viertel der User liegt dieses Sparpotenzial sogar bei 6,4 Prozent.

«Die beachtlichen Preisdifferenzen lassen sich unter anderem durch den unterschiedlichen Stand hinsichtlich der Digitalisierung der Produktions- und Vertriebsprozesse bei den Versicherern erklären, so Auer. «Die Digitalisierung ermöglicht Versicherern, Preissenkungen vorzunehmen, ohne dadurch gravierende Margenverluste zu erleiden», erklärt die Comparis-Mobilitätsexpertin.

Ausblick: «Individualisierung ergreift auch die Autoversicherugsbranche»

«Der Prämienrückgang wird sich fortsetzen. Er wird jedoch geringer ausfallen als in den vergangenen Jahren», prognostiziert Auer. Das Kosteneinsparpotenzial durch den Einsatz digitaler Technologien sei nicht grenzenlos. Versicherer müssten deshalb Produkte entwickeln, die individuelle Bedürfnisse stärker abbilden.

Einige Versicherer bieten heute etwa sogenannte «Pay as you drive»- Versicherungsmodelle an. Dabei wird die Prämie mittels Telematiklösung aufgrund des Fahrverhaltens des Versicherungsnehmers berechnet. «Solche individuell zugeschnittene Versicherungslösungen werden künftig vermehrt auf den Markt gelangen», so Auer.

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Methodik

Comparis hat die Prämienentwicklung von Vollkaskoversicherungen von 13 Versicherern (Allianz Suisse, Axa, Basler Versicherungen, Dextra, Elvia, Generali, Kasko2Go, Helvetia, Die Mobiliar, Smile, Touring Club Schweiz, Vaudoise und Zurich) der letzten drei Jahren analysiert. Ausgewertet wurden Daten von Suchanfragen auf comparis.ch. Die in der Analyse erwähnten Prämien beziehen sich auf folgenden Standardfall: Fahrerprofil: Nationalität: Schweiz; 30- bis 40-jährig, Wohnort Zürich; Kilometerleistung: 12’000 – 14'000 km/Jahr. Versicherung: Vollkaskodeckung; Bonusschutz inkludiert und ohne weitere Zusatzdeckungen; kein Leasingvertrag, Hauptzweck Privatnutzung; Selbstbehalt Vollkasko: CHF 1000.–; Selbstbehalt Teilkasko: CHF 0.–. Fahrzeugkategorien: Fahrzeugalter 0 bis 12 Monate; Kleinwagen mit 100 PS und einem Neuwert von CHF 22’000.–, Mittelklassewagen mit 140 PS und Neuwert von CHF 33’000.–, obere Mittelklassewagen mit 165 PS und einem Neuwert von CHF 44’000.–. Die Prämien beziehen sich auf April des jeweils angegebenen Jahres. In die Bewertung flossen nur Angebote ein, welche den Suchkriterien entsprachen. Die Prämien wurden mittels eines statistischen Modells ermittelt.

* Gewichteter Durchschnitt aus den drei Teilprämien Kleinwagen, Mittelklasse und obere Mittelklasse.

** Die Produkte auf Comparis decken rund 80 Prozent des Schweizer Autoversicherungsmarktes ab.

Weitere Informationen: Andrea Auer, Mobilitätsexpertin, Telefon: 044 360 53 91, E-Mail: media@comparis.chcomparis.ch

--- ENDE Pressemeldung Comparis: Prämienzerfall bei Autoversicherungen in der Schweiz ---


Über Comparis.ch AG:
Mit über 100 Millionen Besuchen im Jahr zählt comparis.ch zu den meistgenutzten Schweizer Websites. Das Unternehmen vergleichtTarife und Leistungen von Krankenkassen, Versicherungen, Banken sowie Telecom-Anbietern und bietet das grösste Schweizer OnlineAngebot für Autos und Immobilien.

Dank umfassender Vergleiche und Bewertungen bringt das Unternehmen Transparenz in den Markt.Dadurch stärkt comparis.ch die Entscheidungskompetenz der Konsumenten. Gegründet 1996 vom Ökonomen Richard Eisler beschäftigtdas Unternehmen heute rund 180 Mitarbeiter in Zürich.

Quellen:
  HELP.ch


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