Nagra-Tiefbohrungen: Das Bild vervollständigt sich

17.07.2020 | von Nagra


Nagra

17.07.2020, Die Nagra hat die Tiefbohrung in Marthalen abgeschlossen. Zusammen mit den Resultaten der Bohrung in Trüllikon, der früheren Bohrung in Benken und weiteren Untersuchungen vervollständigt sich das Bild des Untergrunds in der Standortregion Zürich Nordost.

Seit gestern baut die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle Nagra das Bohrgerät in Marthalen ab. «In fünf Monaten haben wir bis in eine Tiefe von 1100 Metern gebohrt und zahlreiche Gesteinsproben entnommen. Mit den bisherigen Resultaten sind wir zufrieden, das Bild vervollständigt sich», sagt Philipp Senn, stellvertretender Leiter Öffentlichkeitsarbeit bei der Nagra.

Die Gesteinsproben werden nun für weitere Erkenntnisse in verschiedenen Laboren untersucht. Besonders im Fokus steht bei allen Bohrungen das Wirtgestein Opalinuston, in dem das Tiefenlager dereinst gebaut wird.

Resultate sind stimmig

Senn zieht ein positives erstes Fazit: Der Opalinuston sei auch in Marthalen über 100 Meter dick, sehr dicht und eigne sich daher für ein Tiefenlager. «Die bisherigen Resultate der Bohrungen in Trüllikon und Marthalen, die frühere Bohrung in Benken und weitere durchgeführte Untersuchungen geben uns einen guten Überblick über die Standortregion Zürich Nordost», so Senn. «Das grosse Bild steht jetzt. Zu klären gibt es allenfalls noch Details», sagt Senn. Mehrere Labore analysieren nun die Gesteinsproben aus Marthalen.

Sobald die Laborresultate vorliegen, wird entschieden, ob es weitere Bohrungen in Zürich Nordost braucht. Zur Diskussion steht eine Bohrung in Rheinau. Dort existieren bestimmte Störungen im Untergrund. Ob der Einfluss dieser Störungen mit einer Bohrung in Rheinau oder anderweitig geklärt wird, ist aber noch nicht entschieden.

Die Suche nach dem besten Standort kommt voran

Die Standortsuche für ein geologisches Tiefenlager wird vom Bund geleitet. Aufgrund früherer Untersuchungen steht bereits fest, dass grundsätzlich die drei Standortregionen Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost für den Bau eines Tiefenlagers geeignet sind. Mit den Tiefbohrungen will die Nagra herausfinden, welche der drei Regionen sich am besten eignet. Voraussichtlich im Jahr 2022 kann die Nagra sagen, für welche Region sie ein Rahmenbewilligungsgesuch ausarbeiten wird.

Die Nagra hat insgesamt 23 Gesuche für Tiefbohrungen eingereicht, zwei Gesuche aber inzwischen zurückgezogen. Wie viele Bohrungen tatsächlich durchgeführt werden müssen, um das geologische Gesamtbild zu vervollständigen, hängt von den Ergebnissen ab. Es ist nicht geplant, alle Bohrungen durchzuführen.

Weitere Auskünfte:

Patrick Studer

Leiter Medienstelle Nagra

076 579 36 50

medien@nagra.ch



--- ENDE Pressemeldung Nagra-Tiefbohrungen: Das Bild vervollständigt sich ---

Über Nagra:
Nagra bedeutet «Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle».

Gemäss Kernenergiegesetz müssen die radioaktiven Abfälle von ihren Verursachern entsorgt werden. Die Betreiber der Kernkraftwerke sowie die Schweizerische Eidgenossenschaft (zuständig für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle aus Medizin, Industrie und Forschung) haben für diese Aufgabe 1972 die Nagra gegründet. Sie ist einem klaren Ziel verpflichtet: Die radioaktiven Abfälle der Schweiz sollen sicher gelagert werden, so dass Mensch und Umwelt langfristig geschützt sind.

Die Genossenschafter der Nagra sind:

- Schweizerische Eidgenossenschaft (vertreten durch das Departement des Innern)

- BKW FMB Energie AG, Bern (Kernkraftwerk Mühleberg)

- Kernkraftwerk Gösgen-Däniken AG, Däniken

- Kernkraftwerk Leibstadt AG, Leibstadt

- Axpo AG, Baden (Kernkraftwerke Beznau I und II)

- Alpiq Suisse SA, Lausanne

Quellen:
  HELP.ch


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