Caritas Schweiz sagt Ja zur Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» / Wer arm ist, findet kaum bezahlbare Wohnungen

16.01.2020 | von Caritas Schweiz


Caritas Schweiz

16.01.2020, Luzern (ots) - Caritas Schweiz spricht sich für die Annahme der Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» aus, über die am 9. Februar abgestimmt wird. Für Armutsbetroffene und Menschen mit tiefen Einkommen wird es immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Es ist notwendig, dass Bund und Kantone das Angebot von preisgünstigen Mietwohnungen stärker fördern als bisher.

Armut ist oft mit einer prekären Wohnsituation verbunden. Wer über wenig Geld verfügt, weicht auf Wohnungen aus, die zu klein oder in einem sehr schlechten Zustand sind. Enge und teils ungesunde Verhältnisse setzen die Betroffenen unter Druck, verschärfen familiäre Konflikte und beeinträchtigen die Entwicklung der Kinder. Hohe Mieten können zudem in eine Verschuldung führen.

Caritas weist seit Jahren darauf hin, dass die Versorgung mit gutem und günstigem Wohnraum für Menschen mit kleinem Einkommen immer weniger gegeben ist. Zu hohe Wohnkosten sind nach einer Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz, die im Rahmen des Nationalen Armutsprogramms erstellt wurde, die Hauptursache für die ungenügende Wohnversorgung für Armutsbetroffene. In einem ausgeglichenen Haushaltsbudget macht die Mietbelastung nicht mehr als 30 Prozent des Einkommens aus. 82 Prozent aller Armutsbetroffenen geben jedoch mehr als ein Drittel fürs Wohnen aus.

Armutsbetroffene werden verdrängt

Bezahlbare Wohnungen zu finden, wird für Armutsbetroffene schwieriger. Dabei spielt auch die Sozialhilfe eine Rolle: Setzt sie die Mietzinsgrenzen in ihrer Gemeinde zu tief an, finden Sozialhilfebeziehende keine Wohnung zu diesen Mietvorgaben. Sie werden gezwungen, in andere Gemeinden oder Kantone mit günstigerem Wohnraum abzuwandern. In den Beratungsstellen der Caritas zeigt sich, dass Armutsbetroffene schon wegen um 50 Franken zu hohen Mieten zum Umzug gezwungen werden. Armutsbetroffene sind mancherorts nicht erwünscht und werden über eine aktive Politik der Verknappung von günstigen Wohnungen verdrängt.

Die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» verfolgt das Ziel, dass sich gesamtschweizerisch mindestens zehn Prozent der neu gebauten Wohnungen im Eigentum von Trägern und Organisationen des gemeinnützigen Wohnungsbaus befinden. Eine solche Vorgabe kann einen Beitrag zur Milderung der Problematik leisten und Menschen mit kleinem Einkommen Zugang zu den günstigeren Wohnungen verschaffen.

Kontakt:

Weitere Auskünfte:
Stefan Gribi, Leiter Abteilung Kommunikation

E-Mail sgribi@caritas.ch

Tel. 041 419 22 37



--- ENDE Pressemeldung Caritas Schweiz sagt Ja zur Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» / Wer arm ist, findet kaum bezahlbare Wohnungen ---

Über Caritas Schweiz:
Caritas Schweiz hilft Menschen in Not im Inland und weltweit in über 50 Ländern. Das Netz von Regionalen Caritas-Stellen hilft konkret, wo Menschen in der reichen Schweiz von Armut betroffen sind: Familien, allein Erziehende, Arbeitslose, working poor.

Caritas vermittelt Freiwilligeneinsätze. Das Hilfswerk betreut Asyl Suchende und Flüchtlinge. Weltweit leistet Caritas Nothilfe bei Katastrophen und ermöglicht Wiederaufbau. Die Entwicklungszusammenarbeit ist Hilfe zur Selbsthilfe in Bereichen wie Bildung, Wasser, Ökologie, Gesundheit und Friedensförderung.

Im Zentrum des Inland-Engagements steht das Ziel, dass sich alle Menschen in unserem Land eine Existenz frei von Armut sichern können. Für eine zukunftsgerichtete Existenzsicherung von Bergbauernfamilien engagiert sich Caritas, indem sie diesen Freiwillige für die Mithilfe im arbeitsintensiven Alltag vermittelt.

Die Katastrophenhilfe der Caritas greift zusammen mit der Glückskette all jenen unter die Arme, die als Opfer von Unwettern und anderen Naturereignissen in Bedrängnis geraten. Das Caritas-Netz mit 15 Regionalen Caritas-Stellen leistet praktische Unterstützung, die von der Einzelfallhilfe über Erwerbslosenprojekte bis hin zu den Caritas-Märkten reicht, wo Armutsbetroffene günstiger einkaufen können.

Caritas setzt sich auf vielfältige Weise für die berufliche und soziale Integration von Migrantinnen und Migranten ein.

Caritas Schweiz engagiert sich gesellschaftspolitisch im Interesse von Benachteiligten. Sie nimmt regelmässig Stellung zu aktuellen politischen Debatten in der Sozial-, Migrations- und Entwicklungspolitik. Die Caritas- Positionspapiere zeigen auf, wo Handlungsbedarf besteht, und formulieren politische Lösungswege, die zu einer solidarischeren Gesellschaft führen.

Mit aktuellen Stellungnahmen zuhanden der Politik äussert sich Caritas zu brennenden gesellschaftlichen Fragen. Zudem beteiligt sich Caritas mit klar profilierten Positionen an Vernehmlassungen.

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