Schweizerischer Nationalfonds: Gebäudeintegrierte Photovoltaik - ästhetisch, effizient und akzeptiert

09.05.2019 | von Schweizerischer Nationalfonds SNF


Schweizerischer Nationalfonds SNF

09.05.2019, Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms "Energiewende" (NFP 70) haben Forschende in Dächer und Fassaden von bestehenden Gebäuden integrierte Photovoltaik-Anlagen (GiPV) nach ästhetischen, ökologischen und wirtschaftlichen Kriterien untersucht. Das Resultat: Alle Bauherren und Architekten könnten diese Technologie für die Sanierung bestehender Gebäude nutzen.

Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) auf Dächern und Fassaden könnten über 50% des heutigen Strombedarfs decken. Dazu müssten jedoch auch bestehende Gebäude, insbesondere Wohngebäude in Städten, konsequent genutzt werden. Oft sind Bauherren und Architekten allerdings skeptisch, ob sich PV-Anlagen bei der Renovierung bestehender Gebäude rechnen und den ästhetischen Anforderungen der jeweiligen Umgebung entsprechen.

Zu Unrecht, wie Forschende insbesondere der EPFL, der Universität St. Gallen, der Hochschule Luzern und der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg anhand verschiedener Fallstudien und einer Umfrage unter Bauherren nachweisen konnten.

PV-Module als neuer und vielseitiger Baustoff
"Neue Herstellungsverfahren machen gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen zu einem innovativen und attraktiven Baustoff in städtischen und ländlichen Gebieten. Dank der grossen Vielfalt an Farben, Texturen und Formaten können PV-Module flexibel in Dächer und Fassaden integriert werden. Das gilt für verschiedenste Gebäude und Renovierungsprojekte – vom Bauernhaus bis zum Hochhaus und von leichten Erhaltungsmassnahmen bis zum kompletten Umbau", meint Emmanuel Rey, Leiter des Labors für nachhaltige Architektur und Technologie (LAST) der EPFL.

Ökonomisch und ökologisch!
Zwar ist die Anfangsinvestition einer Renovation mit GiPV höher als bei einer Gebäudesanierung ohne PV-Anlage, doch hat dieser Ansatz sowohl hinsichtlich wirtschaftlicher Rentabilität als auch in Bezug auf die Energieeffizienz deutliche Vorteile. Investoren können eine zufriedenstellende Rendite erwarten, insbesondere wenn GiPV früh in der Entwurfsphase berücksichtigt und nach verschiedenen Kriterien optimiert wird. Die Amortisationszeit sowohl von nicht erneuerbarer Primärenergie als auch von Treibhausgasemissionen ist deutlich kürzer als die erwartete Nutzungsdauer einer gebäudeintegrierten PV-Anlage.

Je nach Art des Gebäudes, der Installation und des möglichen Energiespeichers kann für das mit GiPV sanierte Gebäude ein Selbstversorgungsgrad von bis zu 87% erzielt werden, wenn zugleich die fossile Heizungsanlage z. B. durch eine Wärmepumpe ersetzt wird.

Vielfältige Möglichkeiten für Bauherren und Architekten
In Fassaden und Dächer integrierte PV-Module finden zudem eine höhere soziale Akzeptanz als herkömmliche Aufdachanlagen, was gerade in Stadterneuerungsprozessen bedeutsam ist. Die Befragung von Hausbesitzern ergab, dass Module die zur Architektur passen, in mehreren Farben (insbesondere schwarz und rot) erhältlich sind und, wenn möglich, in der Schweiz oder Europa produziert werden, bevorzugt werden. Dementsprechend ist die Mehrheit bereit, für GiPV-Systeme bei der Anschaffung mehr zu bezahlen als für nicht integrierte Lösungen.

"Bauherren und Architekten haben mit diesen neuen Technologien der gebäudeintegrierten Photovoltaik ein breites Spektrum an Möglichkeiten, architektonische Qualität sowie die Notwendigkeit, bestehende Gebäude zu renovieren und Energie nachhaltig zu erzeugen, in Einklang zu bringen", fasst Rey zusammen.


Medienkontakt:
Prof. Emmanuel Rey
Laboratoire d'architecture et technologies durables
EPFL - Station 16
Building BP 2228
Tel.: +41 21 693 08 81
E-Mail emmanuel.rey@epfl.ch

Über Schweizerischer Nationalfonds SNF:
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fördert im Auftrag des Bundes die Forschung in allen wissenschaftlichen Disziplinen, von Geschichte über Medizin bis zu den Ingenieurwissenschaften. Ende 2017 finanzierte er 5800 Projekte mit 16‘000 beteiligten Forschenden. Er ist damit die wichtigste Schweizer Institution zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.

Um die nötige Unabhängigkeit sicherzustellen, wurde der SNF 1952 als privatrechtliche Stiftung gegründet. Im Zentrum seiner Tätigkeit steht die Evaluation von Forschungsgesuchen. 2017 unterstützte er die besten unter ihnen mit 1037 Millionen Franken. Mit der kompetitiven Vergabe öffentlicher Gelder trägt der SNF zur hohen Qualität der Schweizer Forschung bei.

In enger Zusammenarbeit mit Hochschulen und weiteren Partnern setzt sich der SNF dafür ein, dass sich die Forschung unter besten Bedingungen entwickeln und international vernetzen kann. Besondere Aufmerksamkeit schenkt der SNF dabei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Zudem übernimmt er im Rahmen von Evaluationsmandaten die wissenschaftliche Qualitätskontrolle von grossen Schweizer Forschungsinitiativen, die er nicht selbst finanziert.


Weitere Informationen und Links:



Newsletter abonnieren
Auf  diesem Link abonnieren Sie unseren Newsletter und sind stets aktuell informiert.


Eigene News publizieren
Haben Sie eine aktuelle Firmen­infor­mation oder ein Angebot, dass Sie hier publizieren möchten?
Auf  diesem Link erfassen Sie die entsprechenden Informationen.

Swiss-press.com

Der Onlineverlag HELP Media AG publiziert seit 1996 Konsumenten­in­for­mationen für Schwei­zerinnen und Schweizer. Mit über 150 Such­ma­schinen und Infor­mations­portalen gehört HELP Media AG zu den Markt­leadern im Schweizer Onlinemarkt.

offene Jobs
Referenzen
  Online-Shop

HELP Media AG in Social Networks
Facebook

Aktuelle News

Ricardo Rodriguez feiert heute Geburtstag - Promi-Geburtstag vom 25.8.2019
Promigate News und Geburtstage von Prominenten, 25.08.2019

Rupert Alexander Grint feiert heute Geburtstag - Promi-Geburtstag vom 24.8.2019
Promigate News und Geburtstage von Prominenten, 24.08.2019

Siehe mehr News

Schweizer Medien

Ihre Werbe­plattform

Der Onlineverlag HELP Media AG publiziert seit 1996 Konsumenten­infor­mationen für Schwei­zerinnen und Schweizer. Mit über 150 Such­ma­schinen und Informations­portalen gehört HELP Media AG zu den Markt­leadern im Schweizer Onlinemarkt.

www.help.ch

Kontakt

Email:
info@help.ch

Adresse:
Onlineverlag
HELP Media AG
Leutschenstrasse 1
CH-8807 Freienbach

Zertifikat: