SCHMOLZ + BICKENBACH mit starkem Wachstum in 2017

08.03.2018 | von Schmolz + Bickenbach AG


Schmolz + Bickenbach AG

08.03.2018, Die Absatzmenge stieg im Geschäftsjahr 2017 um 4,2% auf 1 797 Kilotonnen und der Umsatz um 15,7% auf EUR 2,68 Milliarden verglichen mit 2016, was auf nahezu alle Produktgruppen und Regionen zurückzuführen war Durchschnittlicher Verkaufspreis pro Tonne um 11,0% auf EUR 1 490 gestiegen, von EUR 1 342 Bereinigtes EBITDA stieg um 45,4% auf EUR 222,7 Millionen, von EUR 153,2 Millionen Konzernergebnis von EUR 45,7 Millionen, verglichen mit EUR –80,0 Millionen Positiver Free Cash Flow von EUR 16,3 Millionen trotz höherer Nachfrage und Rohmaterialpreise Jahresausblick 2018: SCHMOLZ + BICKENBACH erwartet ein bereinigtes EBITDA zwischen EUR 200 Millionen und EUR 230 Millionen

CEO Clemens Iller sagte: „Wir hatten ein gutes Jahr 2017, in welchem wir alle unsere Ziele erreicht oder übertroffen haben. Zum einen haben wir die Initiative zur nachhaltigen Senkung der Kostenbasis um mehr als 70 Millionen Euro abgeschlossen. Zum anderen erzielten wir deutliche strukturelle Fortschritte, zum Beispiel durch die Reorganisation unserer Business Unit DEW und die Restrukturierung von Steeltec. Durch diese Massnahmen in Verbindung mit einer erfolgreichen Refinanzierung sind wir heute in einer wesentlich besseren Lage als vor einem Jahr, die Herausforderungen eines sich ständig verändernden Spezialstahlmarktes zu meistern. Ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung war die kürzlich erfolgte Übernahme von Teilen von Ascometal, wodurch ein führendes Unternehmen im europäischen Qualitäts- und Edelbaustahl entstanden ist.

Im Jahr 2018 werden wir ein besonderes Augenmerk auf die Integration unserer neuen Kollegen und Werke richten, ohne dabei den Blick auf die Entwicklung der anderen Business Units und die anhaltende Kostendisziplin zu verlieren.“ – SCHMOLZ + BICKENBACH, ein weltweit führendes Unternehmen für Speziallangstahl, meldete heute ein höheres Absatzvolumen von 1 797 Kilotonnen im Vergleich zu 1 724 Kilotonnen im Jahr 2016. In Verbindung mit den um 11,0% auf EUR 1 490 pro Tonne gestiegenen durchschnittlichen Verkaufspreisen stieg der Umsatz auf EUR 2 677,8 Millionen, was einer Steigerung von 15,7% gegenüber dem Gesamtjahr 2016 entspricht. Diese Entwicklung in Verbindung mit einem verbesserten Bruttogewinn führte zu einem bereinigten EBITDA von EUR 222,7 Millionen, welcher damit um 45,4 % über dem Wert von 2016 lag. Damit wurde das Jahresziel eines bereinigten EBITDA zwischen EUR 200 Millionen und EUR 220 Millionen übertroffen. Das Konzernergebnis war mit EUR 45,7 Millionen deutlich positiv, was auch auf einen einmaligen positiven Steuereffekt aufgrund der US- Steuerreform zurückzuführen ist.



Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2017
Das Marktumfeld im Jahr 2017 war günstig, was zu einer konstant hohen Nachfrage nach unseren Produkten in nahezu allen relevanten Endmärkten führte. Um diese Nachfrage zu befriedigen, produzierten wir 1 937 Kilotonnen Rohstahl, was einer Steigerung von 6,7% entspricht. Die Absatzmenge erreichte 1 797 Kilotonnen und lag damit um 4,2% höher als in 2016. Insbesondere die Absatzmenge von Qualitäts- und Edelbaustahl mit einem Plus von 6,4% trug zu diesem Wachstum bei. Während die verkaufte Menge an RSH-Stahl um 1,7% zunahm, blieb der Absatz von Werkzeugstahl nahezu stabil.

Die Entwicklung der Rohstoffpreise verlief volatil, allerdings auf einem deutlich höheren Niveau als 2016. Die Normalisierung des Preisumfelds wurde von den Rohmaterialpreisen gestützt. Diese trugen zu einem Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise auf EUR 1 490 EUR pro Tonne in 2017 von EUR 1 342 pro Tonne im Jahr 2016 bei. Damit stieg der Umsatz im Jahr 2017 gegenüber 2016 um 15,7% auf EUR 2 677,8 Millionen. Beim Qualitäts- & Edelbaustahl wurde eine Umsatzsteigerung von 20,6% und bei RSH-Stahl von 15,9% erzielt. Der Umsatz mit Werkzeugstahl stieg um 3,6%.

Regional betrachtet stieg der Umsatz 2017 in fast allen Ländern im Vergleich zum Vorjahr. Besonders hervorzuheben ist die Umsatzsteigerung von 26,3% in den USA. Hier profitierten wir vor allem von der erfolgreichen Einführung neuer Produkte und der leichten Belebung der Nachfrage aus der Öl- und Gasindustrie. In Deutschland, Italien und Frankreich war es vor allem die anhaltend starke Nachfrage aus der Automobilindustrie, die den Umsatz trieb. Auch in China verzeichneten wir mit einem Plus von 38,4% gegenüber 2016 ein anhaltend starkes Umsatzwachstum. Ausgehend von einer niedrigen Ausgangsbasis unterstreicht dieses Wachstum, dass wir mit dem weltweiten Ausbau unseres Vertriebsnetzes auf dem richtigen Weg sind. Im Juli 2017 wurde der Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an Shanghai Xinzhen Precision Metalwork Co, Ltd. abgeschlossen, einem Joint Venture mit Tsingshan, dem weltgrößten Edelstahlproduzenten. Mit dieser Neuinvestition haben wir unser Angebot an gezogenen Blankstahlprodukten insbesondere in China deutlich erweitert. Darüber hinaus haben wir unser Vertriebs- und Servicenetz um eine Niederlassung in Santiago de Chile (Chile) erweitert.

Mit unserem Programm zur Leistungssteigerung haben wir die geplanten Kostensenkungen von insgesamt EUR 70 Millionen über zwei Jahre leicht übertroffen. In 2017 wurden die Kosten um EUR 30 Millionen gesenkt. Damit haben wir in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt Kosteneinsparungen in Höhe von EUR 72 Millionen erzielt.

SCHMOLZ + BICKENBACH konnte das bereinigte EBITDA im Jahr 2017 um 45,4% auf EUR 222,7 Millionen gegenüber EUR 153,2 Millionen im Jahr 2016 steigern. Das bereinigte EBITDA je Tonne verkauften Stahls stieg um 39,5% auf EUR 124.0. Dies ist auf höhere Verkaufspreise und Absatzmengen zurückzuführen, welche gestiegene Rohstoffkosten und Aufwendungen für Personal und sonstige betriebliche Ausgaben überkompensierten. Die einmaligen Aufwendungen für Restrukturierungsmassnahmen und M&A-Aktivitäten beliefen sich auf EUR 7,8 Millionen, so dass sich das EBITDA auf EUR 214,9 Millionen nach EUR 108,0 Millionen im Vorjahr verbesserte.

Die Abschreibungen im Jahr 2017 lagen mit EUR 126,9 Millionen (2016: EUR 126,5 Millionen) leicht über dem Vorjahresniveau. Die Finanzaufwendungen beliefen sich auf EUR –49,6 Millionen und waren damit um 5,8 % höher als in 2016. Dies ist auf Einmaleffekte im Zusammenhang mit der Neuemission und der vorzeitigen Rückzahlung einer Anleihe zurückzuführen. Der Finanzertrag sank von EUR 5,8 Millionen im Jahr 2016 auf EUR 4,0 Millionen Euro, was auf Bewertungseffekte im Zusammenhang mit der Rückkaufoption für die ausstehende Anleihe zurückzuführen ist. Insgesamt belief sich das Finanzergebnis im Jahr 2017 auf EUR –45,6 Millionen gegenüber EUR –41,1 Millionen im Jahr 2016.

Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen haben wir im Jahr 2017 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 42,4 Millionen erzielt. Positive Steuereffekte, vor allem aufgrund der Steuerreform in den USA, führten zu einem Steuerertrag von EUR 3,3 Millionen. Im Jahr 2017 haben wir damit ein Konzernergebnis von EUR 45,7 Millionen erzielt.

Im Jahr 2017 haben wir einen positiven Free Cashflow von EUR 16,3 Millionen erzielt, was vor allem auf ein erfolgreiches Working Capital Management zurückzuführen ist. Das Verhältnis von Nettoumlaufvermögen zu Umsatzerlösen verbesserte sich deutlich von 27,6% im Jahr 2016 auf 25,6%.

Die Nettoverschuldung lag mit EUR 442,0 Millionen um EUR 12,6 Millionen unter dem Wert von EUR 454,6 Millionen per Ende September 2017. Obwohl die Nettoverschuldung leicht über dem Niveau von Ende 2016 mit EUR 420,0 Millionen lag, verbesserte sich der Verschuldungsgrad, also das Verhältnis von Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA, auf 2,0 und liegt damit auf einem 10-Jahres-Tief für den Konzern.

Ergebnisentwicklung im 4. Quartal 2017
Im vierten Quartal 2017 wurden die gleichen positiven Umsatzentwicklungen wie im Gesamtjahr 2017 beobachtet. Der Absatz von RSH-Stahl stieg um 1,2%. Trotz der Portfoliobereinigung bei Steeltec, die das Volumen im vierten Quartal um rund 7 Kilotonnen reduzierte, konnte der Absatz von Qualitäts- und Edelbaustahl um 11,7% gesteigert werden. Der Absatz von Werkzeugstahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,5%. Insgesamt belief sich der Absatz im vierten Quartal 2017 auf 433 Kilotonnen und lag damit um 8,0% über dem Wert des Vorjahresquartals.

Im vierten Quartal 2017 stiegen die durchschnittlichen Verkaufspreise auf EUR 1 523 pro Tonne und lagen damit um 0,9% über den durchschnittlichen Verkaufspreisen des dritten Quartals 2017 und um 9,4% über jenen des vierten Quartals 2016. Entsprechend stieg der Umsatz um 18,1% auf EUR 659,4 Millionen, wobei RSH-Stahl um 11,7%, Qualitäts- und Edelbaustahl um 30,0% und Werkzeugstahl um 5,6% gegenüber dem Vorjahresquartal zulegten. Regional betrachtet lag das Umsatzwachstum in Europa im vierten Quartal mit 16,5% auf EUR 508,8 Millionen über dem des Gesamtjahres. In der Region Afrika/Asien/Australien stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf EUR 55,2 Millionen.

Auch im vierten Quartal 2017 konnte das bereinigte EBITDA auf EUR 48,5 Millionen gesteigert werden und lag damit um 10,5% über dem Vorjahreswert. Das bereinigte EBITDA pro Tonne stieg damit im vierten Quartal 2017 von EUR 109,5 auf EUR 112,0.

Mit um 9,4% geringeren Abschreibungen, einem um EUR 0,4 Millionen verbesserten Finanzergebnis sowie einem einmaligen Steuerertrag von EUR 21,3 Millionen im vierten Quartal 2017 erzielten wir ein Konzernergebnis von EUR 26,2 Millionen. Im vierten Quartal 2016 war das Konzernergebnis mit EUR – 44,1 Millionen negativ.

Akquisition von Ascometal
Zum 1. Februar 2018 erwarb SCHMOLZ + BICKENBACH Teile von Ascometal, einem Stahlunternehmen, das sich auf die Herstellung und Verarbeitung von Speziallangstahl für die Automobil-, Maschinenbau- und Öl- und Gasindustrie sowie die Herstellung von Kugellagerstahl spezialisiert. Damit bauen wir unser Geschäft im Segment Qualitäts- und Edelbaustahl und unsere Position als eines der führenden Unternehmen für hochwertige Spezial-Langstahlprodukte in Europa aus.

Die Akquisition ist ein erster Schritt im Zuge unserer Strategie, an der Konsolidierung der europäischen Spezial-Langstahlindustrie teilzunehmen. Ziel ist es, durch Kostenvorteile eine bessere Auslastung der bestehenden Anlagen und damit eine effizientere Produktion zu erreichen.

Ausblick 2018
Wir gehen davon aus, dass die Spezial-Langstahlindustrie auch im Jahr 2018 weiter wachsen wird, sowohl bei den Absatzmengen als auch beim Wert der Produkte, da wir eine weitere Verschiebung hin zu anspruchsvolleren Produktions- und Stahlanwendungen erwarten.

Wir wollen an den Erfolg der letzten beiden Jahre anknüpfen und unsere Stärken noch besser nutzen. Gleichzeitig setzen wir auf Kostendisziplin, die notwendig ist, um die steigenden Rohstoff- und Personalkosten abzufedern. Ein klarer Schwerpunkt wird jedoch die Integration von Ascometal sein. Um diese Akquisition zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, werden wir in den nächsten zwei Jahren erhebliche Managementkapazitäten einsetzen.

Aufgrund des hohen Auftragsbestands und der robusten Fundamentaldaten in den meisten Abnehmerindustrien erwarten wir für 2018 ein bereinigtes EBITDA in einer Bandbreite zwischen EUR 200 Millionen und EUR 230 Millionen.


Medienkontakt:
Dr. Ulrich Steiner
041 581 4120

Über Schmolz + Bickenbach AG:
SCHMOLZ + BICKENBACH wurde im Jahr 1919 von Arthur Schmolz und Oswald Bickenbach in Düsseldorf gegründet und firmiert seit 1937 unter dem Doppelnamen, der seither für Stahl-Tradition steht.

Vom ehemals reinen Stahlhändler entwickelte sich die SCHMOLZ + BICKENBACH Gruppe mit den Konzernstandorten im schweizerischen Emmenbrücke und in Düsseldorf zu einem der größten Hersteller, Verarbeiter und Distributor von Edelstahllang-Produkten weltweit. Über 11.000 Mitarbeiter erwirtschaften in 2007 einen Umsatz von rund 4 Milliarden Euro Tendenz steigend.

Im Herzen Europas produzieren wir hochwertigen Stahl, den unsere Kunden für ihren Erfolg in hart umkämpften Märkten benötigen. Unser einzigartiges Unternehmenskonzept mit den drei Säulen Produktion, Verarbeitung und Distribution plus Service qualifiziert uns als Lösungsanbieter und Technologietreiber und vor allem als verlässlicher und qualitätsbewusster weltweiter Partner unserer Kunden.

Unser Ziel ist die Schaffung eines stabilen, robusten und global aufgestellten Unternehmensverbundes, der auf externe Marktschwankungen nur gering durch eigene Liefer- und Leistungsbeziehungen sowie regionalen Ausgleich reagiert. Als Lieferant für Lösungen aus Stahl, Know-how und Service aus einer Hand wollen wir unsere Position ständig weiter ausbauen und festigen.


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