BLKB fit für weiteres Wachstum


Basellandschaftliche Kantonalbank

08.02.2018, Der Jahresgewinn der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) bleibt 2017 mit CHF 133,3 Mio. gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Sie erzielte mit einem Geschäftserfolg von CHF 172,1 Mio. ein gutes Ergebnis (-6,2% gegenüber 2016). Die Erträge aus dem Kommissions- und Handelsgeschäft liegen deutlich über Vorjahr, konnten den Rückgang beim Zinsergebnis aber nicht ganz ausgleichen. Die ordentliche Ausschüttung von CHF 60 Mio. an den Kanton Basel-Landschaft sowie die Ausschüttung von CHF 35 pro Zertifikat an die Zertifikatsinhaberinnen und -inhaber bleiben unverändert. Michel Degen, Leiter Risk Office, wurde zum Chief Risk Officer ernannt.

Der Geschäftsertrag verzeichnete einen leichten Rückgang von 0,4% auf CHF 366,9 Mio. Haupttreiber ist der tiefere Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft von CHF 272,7 Mio. (-4,3%), der auf die Zinspolitik der SNB zurückzuführen ist. Den Vorjahreswert deutlich übertroffen haben das Kommissions- und das Handelsgeschäft mit je einem Erfolg von CHF 65,3 Mio. (+13,9%) respektive CHF 18 Mio. (+2,3%).

Der Geschäftsaufwand nahm um 8,8% auf CHF 176,5 Mio. zu und war geprägt von Investitionen in die Zukunft sowie von Sondereinlagen in die Basellandschaftliche Pensionskasse (BLPK).

Der Netto-Neugeldzufluss betrug solide CHF 383 Mio. (Vorjahr CHF 554 Mio.), was ein Beweis für das weiterhin hohe Kundenvertrauen und die Kompetenz der BLKB ist.

Die Cost-Income-Ratio beträgt 48,1%, eine Zunahme um 4,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Der Wert liegt am oberen Rand des Zielkorridors und ist geprägt von Investitionen in die Zukunft.

Die Eigenkapitalrentabilität beläuft sich auf 9% und ist somit deutlich über unserem Zielwert des 10- Jahres-Swap +3%.

Der Eigenkapitaldeckungsgrad liegt bei hervorragenden 220,5%. Das Eigenkapital wurde um CHF 115,6 Mio. erhöht.

Elisabeth Schirmer-Mosset, Bankratspräsidentin, sagt: «Die im letzten Jahr wiederum sehr gute Profitabilität verdeutlicht, dass die BLKB für alle ihre Anspruchsgruppen – Kunden, Mitarbeitende, Eigentümer – eine zuverlässige Partnerin ist. Damit dies so bleibt, hat der Bankrat letztes Jahr die Vision sowie die Werte der BLKB geschärft, die Unternehmensstrategie weiterentwickelt und die erforderlichen Mittel für die Umsetzung gesprochen.»

John Häfelfinger, CEO der BLKB, sagt: «Das Ertragsniveau im letzten Jahr ist solide und gut. Wir haben verschiedene Optionen für zusätzliches Wachstum geschaffen. Dieses wird weiterhin risikobewusst sein, denn wir wollen berechenbar bleiben. Für die künftige Entwicklung sehe ich drei Hebel: Erstens erhalten wir bei den Kommissionserträgen Rückenwind: Dort werden wir von der anhaltenden Nachfrage nach Anlagelösungen profitieren. Voraussetzung dafür ist, dass wir unsere Kompetenzen innerhalb der Bank weiter ausbauen. Zweitens wird unser Teambank-Ansatz zu Wachstum führen: Wir gehen in der Kundenbetreuung vernetzter vor und wollen unsere Bankbilanz sinnvoll zugunsten unserer Kunden einsetzen. Drittens wird auch unser Zinsdifferenzgeschäft von einem möglichen Zinsanstieg profitieren.»

Übersicht über die Strategieumsetzung 2018
Die BLKB hat im letzten Jahr Massnahmen ergriffen, um sich besser auf ihre strategischen Kundensegmente auszurichten, die interne Zusammenarbeit zu festigen und sich auf ihre Stärken zu fokussieren. Mit den Anfang 2017 eingeführten vier Leistungsangeboten wird die BLKB ihre Vermögensberatung weiterhin profitabel gestalten können. Dass dies bereits im ersten Jahr gelungen ist, zeigen die Resultate im Kommissionsgeschäft. Mit der Einführung eines neuen E-Banking, der Lancierung von Digifolio und der Weiterentwicklung der Crowdfunding-Lösung hat die BLKB das Angebot für digitalaffine Kunden ausgebaut. Bei der Neuausrichtung der Niederlassungen hat die Bank die Anliegen seitens Kunden und Öffentlichkeit aufgenommen und Anpassungen vorgenommen. Die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur wurde ebenfalls angestossen: Mit der Förderung von Diversität und flexiblen Arbeitsmodellen, der Aufhebung der Titelstruktur und der Einführung der Du- Kultur will die BLKB ein modernes und motivierendes Arbeitsumfeld schaffen. Der Abbau von unnötigen Hierarchien, die vermehrte Delegation von Verantwortungen an die Mitarbeitenden sowie die Fokussierung auf die Leistungsbereitschaft werden ein modernes Arbeitsumfeld weiter unterstützen.

Der Bankrat hat auf Antrag von John Häfelfinger Michel Degen, seit Januar 2011 Leiter Risk Office der BLKB, per 1. Januar 2018 zum Chief Risk Officer (CRO) ernannt. Er übernimmt diese Rolle von Herbert Kumbartzki, stellvertretender CEO und Leiter Finanz- & Riskmanagement, der diese Funktionen bis anhin in Personalunion zu verantworten hatte. Michel Degen wird weiterhin Herbert Kumbartzki unterstellt sein und in seiner zusätzlichen Rolle direkt der Geschäftsleitung berichten. Mit diesem Schritt teilt die BLKB die Rollen von CRO und CFO auf zwei Personen auf und professionalisiert ihre Corporate Governance weiter. Sie geht damit über die Anforderungen der FINMA an die Kategorie-3-Banken hinaus.

Weitere Finanzkennzahlen für das Jahr 2017


Weiterhin hohes Vertrauen in die BLKB
Das Vertrauen der Kundinnen und Kunden in die BLKB bleibt hoch. Der Netto-Neugeldzufluss ist breit abgestützt und belief sich auf CHF 383 Mio. (Vorjahr CHF 554 Mio.). Die Verpflichtungen aus Kundeneinlagen wuchsen auf insgesamt CHF 16,7 Mia. (+6,1%). Die Kundenvermögen betragen CHF 20,4 Mia., davon CHF 3,1 Mia. in Verwaltungsmandaten (+1.7%) und CHF 626 Mio. in eigenen Fonds (+54,7%). Das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Asset Management wird von unseren Kunden geschätzt.

Das Aktivgeschäft konnte grösstenteils durch Kundengelder refinanziert werden. Die Refinanzierungsquote konnte auf 85,7% erhöht werden (+2,5 Prozentpunkte).

Risikobewusstes Wachstum bei Hypotheken und Krediten an Private und Firmen
Die BLKB hat ihre Hypothekarausleihungen trotz unverändert vorsichtiger Risikopolitik auf CHF 18,2 Mia. erhöht (+3,5%). Davon entfallen CHF 931 Mio. auf die E-Hypotheken (+7,9%). Deren Wachstum hat sich gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt.

Die Kreditlimiten an Firmen haben sich leicht auf CHF 5,2 Mia. (+4,1%) erhöht. Die BLKB leistete weiterhin einen erheblichen Beitrag an die Finanzierung der Wirtschaft in der Region Nordwestschweiz.

Die Qualität des Hypothekarportfolios, insbesondere im privaten Wohnungsbau, ist mit einem tiefen Belehnungsverhältnis von 55,1% sehr solide. Dies widerspiegelt sich auch in der moderaten Bildung von Wertberichtigungen im Umfang von CHF 3,5 Mio.



Medienkontakt:
Monika Dunant
061 925 93 32
medien@blkb.ch

Über Basellandschaftliche Kantonalbank:
1864: Eine Kantonalbank für das Baselbiet.

Zu Beginn der sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts hatte der Kanton Basel- Landschaft mit grosser Geldknappheit zu kämpfen. Die finanziellen Ressourcen der städtischen Bankenwirtschaft flossen in den aufkommenden Eisenbahnbau; Privatpersonen war es kaum mehr möglich, ohne Inkaufnahme von Wucherzinsen an Kredite zu gelangen.

Die schwierige Situation veranlasste das kantonale Parlament dazu, die Gründung einer Kantonalbank einzuleiten, und am 10. Juli 1864 nahm das Volk das Kantonalbankgesetz mit grossem Mehr an. Zwei Monate später trat die Bankenkommission zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Der Kanton stattete die Bank mit einem Grundkapital von einer Million Franken aus. Innert vier Jahren erhöhte sich die Bilanzsumme der jungen Bank von 1,6 Millionen auf 7,2 Millionen Franken. 1992 überstieg die Bilanzsumme erstmals die 10-Milliarden-Grenze.


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