Quartalsergebnis Infineon Technologies AG


Infineon Technologies AG

14.11.2017, Umsatz und Ergebnis auf Niveau der erhöhten Jahresprognose. Erneute Anhebung der Dividende beabsichtigt. Weiterhin sehr gutes Wachstum im GJ 2018 erwartet: Beschleunigung der Wachstumsdynamik durch schwächeren Dollar überlagert

Q4 GJ 2017: Umsatz von 1.820 Millionen Euro, Segmentergebnis 328 Millionen Euro, Segmentergebnis- Marge 18,0 Prozent, Ergebnis je Aktie 0,16 Euro (unverwässert und verwässert), bereinigtes Ergebnis je Aktie 0,22 Euro (verwässert), Bruttomarge 37,5 Prozent, bereinigte Bruttomarge 38,6 Prozent Umsatzrückgang im Q4 gegenüber Q3 GJ 2017 aufgrund deutlich schwächeren US-Dollars. Ausblick Q1 GJ 2018: Saisonal bedingter Umsatzrückgang von 2 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal mit einer Segmentergebnis-Marge von 15 Prozent in der Mitte der Umsatzspanne. Ausblick GJ 2018: Bei einem unterstellten EUR/USD-Wechselkurs von 1,15 (nach EUR/USD- Durchschnittskurs von 1,11 im GJ 2017) wird eine Umsatzsteigerung von etwa 9 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr mit einer Segmentergebnis-Marge von 17 Prozent im Mittelpunkt der Umsatzspanne erwartet.

Die Infineon Technologies AG gibt heute das vorläufige Ergebnis für das am 30. September 2017 abgelaufene vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2017 bekannt.

„Infineon wächst weiter. Die Prognose für das vergangene Geschäftsjahr hatten wir im März 2017 erhöht und sie trotz des zunehmenden Gegenwinds durch den schwächeren US-Dollar erreicht“, sagt Dr. Reinhard Ploss, Vorsitzender des Vorstands von Infineon. „Wir gründen unser Wachstum auf viele unterschiedliche Säulen. Neben Elektromobilität und Fahrerassistenzsystemen sowie erneuerbaren Energien ist das Industriegeschäft von ebenfalls großer Bedeutung – mit Antrieben für zunehmend automatisierte Produktionsmaschinen und Robotik. Darüber hinaus sind unsere hocheffizienten Chips beispielsweise für Schnellladegeräte für Tablets sehr gefragt. Mit Zukunftstechnologien wie Siliziumkarbid und Galliumnitrid ebnen wir den Weg für den Erfolg von morgen. Bereinigt um Wechselkurseffekte würde unser Wachstum im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich sogar einen zweistelligen Prozentsatz erreichen.“

Konzernergebnis im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017
Der Umsatz im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017 ging gegenüber dem Vorquartal um 1 Prozent auf 1.820 Millionen Euro zurück. Im dritten Quartal hatte der Umsatz 1.831 Millionen Euro betragen. Der Umsatzrückgang gegenüber dem dritten Quartal ist saisonal untypisch und auf den im Laufe des September-Quartals deutlich schwächeren US-Dollar zurückzuführen. Insbesondere in den Bereichen Automobil, Industrie, Stromversorgungen und Leistungselektronik allgemein war die Nachfrage weiterhin ausgesprochen gut. In den Segmenten Industrial Power Control (IPC) und Power Management & Multimarket (PMM) stieg der Umsatz trotz des schwächeren Dollars leicht an, während er sich bei Automotive (ATV) und Chip Card & Security (CCS) leicht verminderte.

Die Bruttomarge erreichte im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 37,5 Prozent nach 38,2 Prozent im dritten Quartal. Darin enthalten waren Aufwendungen für akquisitionsbedingte Abschreibungen und sonstige mit der Akquisition von International Rectifier in Zusammenhang stehende Aufwendungen in Höhe von 19 Millionen Euro. Die bereinigte Bruttomarge belief sich auf 38,6 Prozent nach 39,4 Prozent im Vorquartal.

Das Segmentergebnis betrug im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017 328 Millionen Euro nach 338 Millionen Euro im dritten Quartal. Die SegmentergebnisMarge erreichte 18,0 Prozent nach 18,5 Prozent im Vorquartal.

Das nicht den Segmenten zugeordnete Ergebnis belief sich im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017 auf minus 56 Millionen Euro nach minus 40 Millionen Euro im Vorquartal. Davon entfielen 20 Millionen Euro auf die Umsatzkosten, 17 Millionen Euro auf die Vertriebskosten und allgemeine Verwaltungskosten und 1 Million Euro auf die Forschungs- und Entwicklungskosten. Hinzu kamen die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen von in Summe minus 18 Millionen Euro. Minus 13 Millionen Euro davon resultierten aus einem Verlust aus der Entkonsolidierung unserer Fertigungsgesellschaft in Newport (Wales, Großbritannien). Der Verlust entstand hauptsächlich aufgrund von kumulativen Fremdwährungsumrechungsdifferenzen aus der Abwertung des Britischen Pfunds nach der Ankündigung des Brexit. Das nicht den Segmenten zugeordnete Ergebnis enthält in Summe 33 Millionen Euro Abschreibungen im Zusammenhang mit der Kaufpreisallokation sowie sonstige Aufwendungen im Rahmen der Post-Merger-Integration im Zusammenhang mit der Akquisition von International Rectifier.

Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres erreichte das Betriebsergebnis 272 Millionen Euro nach 298 Millionen Euro im Vorquartal. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten betrug im vierten Quartal 177 Millionen Euro. Im dritten Quartal waren 250 Millionen Euro erzielt worden. Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten lag bei minus 1 Million Euro nach 3 Millionen Euro im Vorquartal. Der Konzernüberschuss verminderte sich auf 176 Millionen Euro im vierten Quartal nach 253 Millionen Euro im Vorquartal. Im dritten Quartal war ein Steueraufwand von 37 Millionen Euro angefallen. Im vierten Quartal stieg der Steueraufwand auf 84 Millionen Euro. In diesem Betrag ist ein latenter Steueraufwand in Höhe von 52 Millionen Euro enthalten. Dieser resultiert aus der Nutzung und Neubewertung von Verlustvorträgen und Steuergutschriften.

Das Ergebnis je Aktie ging im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017 auf 0,16 Euro zurück. Im Vorquartal hatte es 0,22 Euro betragen (jeweils unverwässert und verwässert). Das bereinigte Ergebnis je Aktie (verwässert) erreichte im vierten Quartal 0,22 Euro nach 0,24 Euro im dritten Quartal. Bei der Berechnung des bereinigten Ergebnisses je Aktie (verwässert) wurden insbesondere die akquisitionsbedingten Abschreibungen und sonstigen Aufwendungen unter Abzug der darauf entfallenden Steuern sowie Wertaufholungen auf bilanzierte aktive latente Steuern eliminiert.

Die Investitionen, vom Unternehmen definiert als Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten, betrugen im abgelaufenen Quartal 370 Millionen Euro nach 231 Millionen Euro im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2017. Die Abschreibungen stiegen leicht auf 205 Millionen Euro nach 202 Millionen Euro im dritten Quartal.

Der Free-Cash-Flow2 aus fortgeführten Aktivitäten lag im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017 bei 249 Millionen Euro. Im Vorquartal hatte er 301 Millionen Euro betragen. Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich auf 616 Millionen Euro nach 531 Millionen Euro im dritten Quartal.

Die Brutto-Cash-Position betrug zum Ende des vierten Quartals des Geschäftsjahres 2017 2.452 Millionen Euro nach 2.217 Millionen Euro zum 30. Juni 2017. Die NettoCash-Position stieg von 358 Millionen Euro am Ende des dritten Quartals auf 618 Millionen Euro zum Ende des vierten Quartals.

Die Rückstellungen im Zusammenhang mit Qimonda sind von 24 Millionen Euro zum 30. Juni 2017 auf 33 Millionen Euro zum 30. September 2017 gestiegen. Sie wurden für Prozesskosten im Zusammenhang mit den Forderungen des Insolvenzverwalters und für die Nachhaftung in Bezug auf die Qimonda Dresden GmbH & Co. OHG gebildet.

Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2017: 0,25 Euro je Aktie
In den vergangenen Jahren hat Infineon mehrmals die Dividende von 0,10 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2010 auf 0,22 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 erhöht. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr und des positiven Ausblicks für das Geschäftsjahr 2018 soll den Aktionären auf der kommenden Hauptversammlung auch für das Geschäftsjahr 2017 eine Erhöhung der Dividende um 3 Cent auf 0,25 Euro je Aktie vorgeschlagen werden. Mit seiner Dividendenpolitik verfolgt Infineon das Ziel, einerseits die Aktionäre angemessen am Ergebniswachstum zu beteiligen, andererseits auch in Zeiten stagnierender oder rückläufiger Ergebnisse zumindest eine konstante Dividende ausschütten zu können.

Ausblick für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2018
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 erwartet das Unternehmen einen saisonal typischen Rückgang des Umsatzes um 2 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorquartal. Dieser Prognose liegt ein EUR/USD-Wechselkurs von 1,15 zugrunde. In der Mitte der Umsatzspanne wird die Segmentergebnis-Marge voraussichtlich 15 Prozent betragen.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2018
Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet Infineon bei einem unterstellten EUR/USDWechselkurs von 1,15 einen Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr von etwa 9 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte. Im Geschäftsjahr 2017 betrug der EUR/USD-Kurs durchschnittlich 1,11 und war damit für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von Infineon vorteilhafter als der nun unterstellte Wechselkurs von 1,15. Bei einem unveränderten Wechselkurs würde sich die erwartete Wachstumsdynamik gegenüber dem Geschäftsjahr 2017 sogar noch beschleunigen. Die SegmentergebnisMarge wird im Mittelpunkt der Umsatzprognose voraussichtlich 17 Prozent betragen. Im Segment ATV wird ein Umsatzwachstum deutlich über dem Konzerndurchschnitt erwartet. Das Wachstum der Segmente IPC und PMM wird voraussichtlich unter dem Konzerndurchschnitt liegen. Für das Segment CCS wird aufgrund der schwierigen Marktlage ein ähnliches Umsatzniveau wie im abgelaufenen Geschäftsjahr erwartet. Für das Geschäftsjahr 2018 sind Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte einschließlich aktivierter Entwicklungskosten zwischen 1,1 Milliarden Euro und 1,2 Milliarden Euro geplant. Das Verhältnis von Investitionen zum Mittelpunkt der prognostizierten Umsatzspanne für das Geschäftsjahr 2018 sollte somit bei etwa 15 Prozent liegen und die Zielvorgabe des Unternehmens von 13 Prozent vom Umsatz übersteigen. Ursache hierfür sind – aufgrund der erwarteten steigenden Nachfrage – hohe Investitionen in zusätzliche Produktionskapazitäten, insbesondere auch für Produkte aus dem Bereich Elektromobilität. Die Abschreibungen werden voraussichtlich etwa 880 Millionen Euro betragen.

Ergebnisse der Segmente im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017
Im Segment ATV erreichte der Umsatz im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017 736 Millionen Euro. Der leichte Umsatzrückgang von 4 Prozent gegenüber dem Umsatz im Vorquartal in Höhe von 766 Millionen Euro war vornehmlich die Folge der schwächeren Entwicklung des US-Dollars. Die Nachfrage entwickelte sich stabil. Insbesondere Produkte im Bereich Fahrerassistenzsysteme und elektrische Antriebe waren weiter stark nachgefragt. Das Segmentergebnis belief sich im vierten Quartal auf 109 Millionen Euro nach 120 Millionen Euro im Vorquartal. Die Segmentergebnis-Marge betrug 14,8 Prozent nach 15,7 Prozent im Vorquartal.

Der Umsatz im Segment IPC stieg im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017 um 2 Prozent auf 328 Millionen Euro nach 321 Millionen Euro im Vorquartal. Das Geschäft mit Leistungsmodulen für Erneuerbare Energien entwickelte sich im abgelaufenen Quartal vor allem getrieben durch den Bereich Wind weiterhin sehr gut. Auch das klassische Industriegeschäft mit elektrischen Antrieben, sowie die Bereiche Haushaltsgeräte und Züge trugen wesentlich zum Umsatzwachstum bei. Das Segmentergebnis verbesserte sich von 55 Millionen Euro im dritten Quartal auf 60 Millionen Euro im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017. Die SegmentergebnisMarge erhöhte sich von 17,1 Prozent im Vorquartal auf 18,3 Prozent.

Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres stieg der Umsatz im Segment PMM um 3 Prozent von 557 Millionen Euro im Vorquartal auf 573 Millionen Euro. Der Anstieg war hauptsächlich die Folge der saisonal steigenden Nachfrage im Bereich mobile Endgeräte. Die Nachfrage in den Bereichen Gleich- und Wechselstromversorgungen war unverändert hoch. Der schwächere US-Dollar dämpfte jedoch den Umsatzanstieg. Das Segmentergebnis erreichte im vierten Quartal 126 Millionen Euro nach 129 Millionen Euro im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2017. Die Segmentergebnis-Marge belief sich auf 22,0 Prozent nach 23,2 Prozent im Vorquartal.

Der Umsatz im Segment CCS verringerte sich im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017 um 2 Prozent auf 181 Millionen Euro nach 185 Millionen Euro im Vorquartal. Der leichte Umsatzrückgang war vor allem die Folge der Entwicklung des US-Dollars. Leicht gestiegenen Umsätzen in den Bereichen hoheitliche Dokumente, Trusted Platform Modules und Authentifizierung stand eine etwas schwächere Nachfrage im Bereich Bezahlkarten gegenüber. Das Segmentergebnis erreichte im vierten Quartal 33 Millionen Euro nach 34 Millionen Euro im dritten Quartal. Die Segmentergebnis-Marge betrug 18,2 Prozent nach 18,4 Prozent im Vorquartal.


Medienkontakt:
Bernd Hops
Telefon: +49 89 234 23888
Email: bernd.hops@infineon.com

Über Infineon Technologies AG:
Die Infineon Technologies bietet Halbleiter- und Systemlösungen, die drei zentrale Herausforderungen der modernen Gesellschaft adressieren:

Energieeffizienz, Kommunikation sowie Sicherheit. Mit weltweit rund 43.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen (davon etwa 13.500 bei Qimonda) erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2007 (Ende September) einen Umsatz von 7,7 Milliarden Euro (davon 3,6 Milliarden Euro von Qimonda). Das Unternehmen ist in Frankfurt und New York unter dem Symbol „IFX“ notiert.

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