Implenia AG mit anspruchsvollem Start im ersten Halbjahr 2017


Implenia AG

24.08.2017, Gruppe insgesamt auf Kurs. Integration von Bilfinger Hochbau und Investitionen in die Zukunft im Fokus. Anpassungen belasten Halbjahresergebnis. Heimmärkte in guter Verfassung. Mittelfristziele bestätigt.

Implenia hat in den ersten sechs Monaten weiter in die Zukunft investiert. So stand das erste Halbjahr 2017 vor allem im Zeichen der Integration von Bilfinger Hochbau. Auchbei den Themen Digitalisierung, Building Information Modeling (BIM) und Operational Excellence hatdie Gruppe konsequent weitergearbeitet und bedeutende Mittel aufgewendet. Für das erste Semester 2017 weist Implenia ein Ergebnis unter dem Vorjahr aus. Grund dafür sind Anpassungen auf dem Projektportfolio in Norwegen sowie den Forderungen im Zusammenhang mit den hängigen Verfahren zum Stadion Letzigrund. Zudem hat Implenia die im Schweizer Flächengeschäft ergriffenen Optimierungsmassnahmen beschleunigt. Die notwendigen Massnahmen zur Stärkung der operativen Performance in Norwegen sind eingeleitet. Die weiteren Geschäftsbereiche sind auf Kurs und weisen für das erste Halbjahr gute bis sehr gute Resultate aus. Die Heimmärkte bieten grosse Wachstumschancen und die Auftragsbücher sind auf Rekordniveau. Implenia blickt deshalb zuversichtlich auf die kommenden Monate und darüber hinaus. Die Mittelfristziele werden bestätigt.

Implenia hat im ersten Halbjahr 2017 einen Umsatz von 1692 Mio. Franken erzielt und liegt damit über dem Wert des Vorjahres von 1565 Mio. Franken. Auf Stufe EBITDA erwirtschaftete die Gruppe ein Ergebnis von 34,5 Mio. Franken nach 53,8 Mio. Franken im Vorjahr. Das EBIT der Geschäftsbereiche liegt unter Ausklammerung der Amortisationskosten für die im Zuge der Übernahmen von Bilfinger Construction und Bilfinger Hochbau erworbenen immateriellen Vermögenswerten (PPA) bei 0,1 Mio. Franken (Vorjahr restated: 31,5 Mio. Franken). Das operative Ergebnis (inkl. PPA) liegt bei -9,6 Mio. Franken (Vorjahr: 19,5 Mio. Franken). Unter dem Strich resultierte ein Konzernergebnis von -11,9 Mio. Franken (Vorjahr: 9,2 Mio. Franken). Ohne die vorgenommenen finanziellen Anpassungen resultiert ein Konzernergebnis von 15,8 Mio. Franken.

Der Free Cashflow vor Akquisition verbesserte sich in der Berichtsperiode dank einem verbesserten Management des Nettoumlaufvermögens deutlich um 77,0 Mio. Franken von -143,5 Mio. Franken auf -66,5 Mio. Franken. Für das Gesamtjahr 2017 kann auf dieser Basis von einem deutlich gesteigerten Free Cashflow ausgegangen werden. Die zugrundeliegende operative Entwicklung der Gruppe ist unverändert positiv. Die Heimmärkte bieten grosse Wachstumsmöglichkeiten. Implenia ist gut positioniert, um künftige Opportunitäten auszunutzen. Die Auftragsbücher haben sich erneut sehr gut entwickelt. Der Auftragsbestand lag per Ende Juni 2017 mit 6077 Mio. Franken deutlich über dem Vorjahreswert von 5203 Mio. Franken.

Die Konsolidierungseffekte aus der Akquisition von Bilfinger Hochbau betragen beim Umsatz 152 Mio. Franken und beim Auftragsbestand 535 Mio. Franken.

Segment Development wiederum mit Ergebnis auf Rekordniveau
Das Segment Development, das die Aktivitäten der Gruppe in der Immobilien-Projektentwicklung umfasst, rapportiert im ersten Semester 2017 ein EBIT von 20,4 Mio. Franken nach 20,9 Mio. Franken im 2016. Das Resultat auf dem Rekordniveau des Vorjahres bestätigt die weiterhin positiven Marktbedingungen, insbesondere in den Wachstumsregionen Zürich und Arc Lémanique. Die volle Projektpipeline ist die Basis für eine weiterhin positive Entwicklung.

Buildings überzeugt mit erneuter Ergebnisverbesserung im Segment Schweiz
Im Segment Schweiz, das die Leistungen von Implenia in den Bereichen Buildings, Modernisierung sowie Strassen- und Tiefbau bündelt, erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatzvon 1062 Mio. Franken nach 1087 Mio. Franken im Vorjahr. Wiederholt überzeugt hat der Geschäftsbereich Buildings mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses. Die EBIT-Marge liegt bei rund 2,5 Prozent. Damit wurde die langjährige Zielmarke erreicht. Das gute Resultat ist Beleg für einen nachhaltig erfolgten Turnaround im GU-/TU-Geschäft der Gruppe. Das Schweizer Flächengeschäft, welches saisonal bedingt im ersten Halbjahr immer schwächer ist, hat mit strukturellen Herausforderungen zu kämpfen. Massnahmen zur Verbesserung der operativen Performance wurden mit einem Managementwechsel und der Zusammenführung des deutschschweizer und westschweizer Strassen- und Tiefbaugeschäfts im Frühjahr eingeleitet. Der Geschäftsbereich hat die Führungsstrukturen vereinfacht und regionale Kapazitätsanpassungen vorgenommen. Im Modernisierungsgeschäft wurden in der Westschweiz die personellen Strukturen gestärkt. Belastet wird das Ergebnis durch den Fall Letzigrund, der über 10 Jahre zurückgeht. Verwaltungsrat und Management haben aufgrund der neusten Entwicklungen entschieden – trotz der laufenden Verfahren – die finanzielle Unsicherheit mit einer massgeblichen Bilanzanpassung zu reduzieren. Insgesamt belaufen sich die Anpassungen im Segment Schweiz auf rund 20 Mio. Franken. Damit resultiert ein negativer EBIT von -15,6 Mio. Franken nach einem Gewinn von 2,6 Mio. Franken im Vorjahr. Der Auftragsbestand bleibt per Stichtag mit 2941 Mio. Franken weiterhin auf sehr hohem Niveau (Vorjahr: 2735 Mio. Franken).

Segment Infrastructure mit gutem Ergebnis
Das EBIT (exkl. PPA) im Segment Infrastructure fällt mit 7,8 Mio. Franken auf dem Niveau des ersten Semesters 2016 (Vorjahr: 7,6 Mio. Franken) und damit im Rahmen der Erwartungen aus. Die insgesamt erfreuliche Abwicklung der laufenden Tunnelbaustellen hat zu diesem Resultat beigetragen. Die Volumina sind mit 257,0 Mio. Franken leicht tiefer als im Vorjahr (260,6 Mio. Franken). Das erzielte Ergebnis ist so ein klarer Beweis für die gesteigerte Ertragsqualität. Externe Verzögerungen bei Grossprojekten in Deutschland und Schweden haben die insgesamt positive Dynamik vorübergehend gebremst. Über die Gesamtlaufzeit der Projekte werden diese Aufschübe aber kaum einen Einfluss auf das Ergebnis haben. Der Auftragsbestand liegt per Ende Juni 2017 bei 1454 Mio. Franken nach 1539 Mio. Franken im Vorjahr. Die Märkte, in denen das Segment tätig ist, sind in guter Verfassung und unterstützen damit den zuversichtlichen Ausblick für das Infrastrukturgeschäft.

Segment International unter Ausklammerung von Norwegen klar besser als im Vorjahr
Das Segment International mit dem Flächengeschäft in Deutschland, Österreich, Norwegen und Schweden sowie einer gestärkten Hochbaukompetenz in Deutschland steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um rund 60 Prozent auf 541,1 Mio. Franken. Auf Stufe EBIT (exkl. PPA) resultierte ein Ergebnis von -12,5 Mio. Franken. Im ersten Semester 2016 schrieb das Segment eine schwarze Null (restated: 0,4 Mio. Franken). Insbesondere in Deutschland und Schweden war die Leistung klar besser als im Vorjahr. Die Anpassungen in Norwegen führten aber zu einem insgesamt enttäuschenden Segmentergebnis. In Norwegen kehrte im Frühjahr der CEO von Implenia Norge, Stig Ingar Evje, von einer Wanderung nicht mehr zurück und gilt seither als vermisst. Dieser Vorfall sorgte für grosse Betroffenheit und Unsicherheit in der Organisation. Das zu Beginn des Jahres starke Momentum geriet ins Stocken, sich abzeichnende Verbesserungen auf verschiedenen Projekten konnten nicht wie geplant realisiert werden und die Performance im laufenden Geschäft blieb hinter den Erwartungen zurück. In der Folge kam es zu einer Neubewertung des Projektportfolios von gut 15 Mio. Franken. Frau Tone Bachke, bisher CFO Implenia Norge und Head of Corporate Center Scandinavia, verantwortete vorübergehend die Leitung der Organisation. Neu übernimmt sie diese Aufgabe definitiv und ist auch formell neuer CEO Implenia Norge.

Per Ende Juni 2017 belief sich der Auftragsbestand auf 1683 Mio. Franken nach 928 Mio. Franken im Vorjahr (restated). Implenia ist für die weitere Entwicklung des Segments optimistisch. Die Märkte in Deutschland und Norwegen sind robust und bieten grosses Wachstumspotenzial. Auch die Märkte in Schweden und Österreich sind intakt. Zusammen mit den deutlich gestärkten Hochbauaktivitäten in Deutschland wird das Segment in der zweiten Jahreshälfte einen wichtigen EBIT-Beitrag zum operativen Ergebnis der Gruppe leisten.

Mittelfristziele bestätigt
Für das laufende Jahr erwartet Implenia ein EBIT der Geschäftsbereiche von leicht unter 100 Mio. Franken. Aufgrund der rekordhohen Auftragsbücher, der guten Verfassung der relevanten Heimmärkte und der laufenden strategischen Initiativen bleibt das Management zuversichtlich für die Zukunft. Bereits im zweiten Halbjahr wird das Potenzial der Gruppe deutlich besser zum Ausdruck kommen. An den Mittelfristzielen von einem Top-line Volumen von rund 5 Mrd. Franken und einer EBITDA-Marge zwischen 5,25 Prozent und 5,75 Prozent wird festgehalten.


Medienkontakt:
Reto Aregger
Head of Communications Group
Telefon: +41 58 474 74 77
communication@implenia.com

Über Implenia AG:
Implenia ist das führende Bau- und Baudienstleistungsunternehmen der Schweiz.

Entstanden 2006 aus dem Zusammenschluss von Zschokke und Batigroup, blickt Implenia auf eine rund 150-jährige Bautradition zurück. Das Unternehmen fasst das Knowhow aus den hochqualifizierten Sparten Modernisation & Development, Buildings, Tunnelling & Civil Engineering und den Flächen Schweiz sowie Norwegen unter einem Dach zu einem national und international agierenden Unternehmen zusammen.

Mit seinem integrierten Businessmodell und den in allen Unternehmensbereichen tätigen Spezialisten ist Implenia in der Lage, ein Bauwerk über seinen gesamten Lebenszyklus zu begleiten – wirtschaftlich, integriert und kundennah. Dabei steht eine nachhaltige Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg sowie sozialer und ökologischer Verantwortung im Fokus.

Implenia mit Hauptsitz in Dietlikon bei Zürich beschäftigt über 6500 Mitarbeitende und erzielte 2012 einen Umsatz von rund 2,7 Milliarden Franken. Das Unternehmen ist an der SIX Swiss Exchange kotiert.

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