Die betreffende Geschäftseinheit von BASF ist wie Siegfried im Zuliefergeschäft für die weltweite Pharmaindustrie tätig und stellt pharmazeutische Wirkstoffe und Zwischenprodukte her. Sie ergänzt Siegfried auf ideale Art und Weise. Die Transaktion umfasst die Standorte Minden/Deutschland, Saint-Vulbas/Frankreich und Evionnaz/Schweiz.
Siegfried CEO Dr. Rudolf Hanko: „Mit dieser Übernahme hat Siegfried nun die angestrebte Grösse, um im Zuliefermarkt für die Pharmaindustrie als breit aufgestellter Anbieter eine führende Rolle zu spielen. Die Vorzeichen für Siegfried stehen auf Wachstum.“
Akquisition schafft führende Marktposition
Die Kombination von Siegfried mit dem Pharma-Zuliefergeschäft von BASF bildet eine attraktive Basis für nachhaltiges profitables Wachstum. Dabei werden sich insbesondere die Kombination komplementärer Kundenportfolios und eine gesteigerte Flexibilität bei der Akquise von Neugeschäft durch ausreichend verfügbare Kapazität positiv auf Umsatz und Ertrag auswirken. Zudem werden Synergien in den Bereichen Overhead, IT, Einkauf sowie im Zusammenspiel des globalen Produktionsnetzwerks mit dem neuen Standort in Nantong/China erzielt. Zusätzlich erhält Siegfried durch die Übernahme Zugang zu attraktiven Technologien im Bereich der chemischen Wirkstofffertigung, beispielsweise in der Azid-Chemie, der Phosgenierung und der Tieftemperatur-Chemie. Dies wird dazu beitragen, neue Kunden und Projekte zu gewinnen. Die Übernahme wird auch einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der One-stop-shop-Strategie bilden.
Siegfried will alle drei Standorte des Pharma-Zuliefergeschäfts von BASF weiterführen. Gleichzeitig werden alle bisherigen und neuen Produktionsstandorte der Siegfried Gruppe auf ihre Ressourceneffizienz und Synergien überprüft, um mittel- und langfristig die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Der Standort Zofingen bleibt auch in der neuen Konstellation Hauptsitz der Gruppe.
Closing für Herbst 2015 erwartet
Ein Vollzug der Transaktion wird nach Beendigung der laufenden Konsultation in Frankreich und anschliessender Bestätigung der Transaktion durch BASF sowie dem Vorliegen der notwendigen behördlichen Bewilligungen (Wettbewerbsbehörden) für spätestens Herbst 2015 erwartet. Der Kaufpreis beträgt auf schuldenfreier Basis rund 270 Millionen Euro. Die Finanzierung der Transaktion ist durch ein Syndikat von Schweizer Banken sichergestellt. Es ist keine Kapitalerhöhung geplant. Nach Abschluss der Transaktion plant Siegfried die Begebung einer Hybridanleihe zur teilweisen Refinanzierung.
Integration Ende 2016 abgeschlossen
Diese Übernahme bildet den Abschluss der gezielten Akquisitionspolitik der vergangenen fünf Jahre. In diesem Zusammenhang wurden zuvor schon die kalifornische AMP und die beiden Firmen Hameln Pharmaceuticals GmbH und Hameln RDS GmbH übernommen. Zusätzlich hat sich Siegfried in einem der modernsten chemischen Industrieparks Chinas in Nantong ein Grundstück gesichert und dort eine Produktionsanlage in Betrieb genommen.
Mit einem Gesamtumsatz von mehr als 600 Millionen Franken und einem EBITDA in der Grössenordnung von über 100 Millionen Franken (Basis Resultate 2014) erreicht Siegfried die notwendige Grösse, um im anhaltenden Konzentrationsprozess auch in Zukunft ein breit aufgestellter, führender Anbieter zu bleiben. Insgesamt wird die Siegfried Gruppe nach erfolgter Übernahme über 2‘200 Mitarbeitende an 9 Standorten auf drei Kontinenten beschäftigen. Gleichzeitig bildet die Transaktion eine attraktive Basis für ein anhaltendes profitables Wachstum.
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