Historischer Zug feiert Jubiläum: Der Rote Doppelpfeil «Churchill» wird 75 Jahre alt.

29.04.2014 | von Schweizerische Bundesbahnen SBB


Schweizerische Bundesbahnen SBB

29.04.2014, Am 3. Mai 1939 wurde der Rote Doppelpfeil «Churchill» nach nur 16 Monaten Bauzeit der SBB übergeben. Heute steht das Pionierprojekt der dreissiger Jahre als Charterzug noch immer im Einsatz. Anlässlich seines 75-jährigen Jubiläums lädt der Rote Doppelpfeil «Churchill» während fünf Tagen Interessierte in eine Bar in nostalgischer Atmosphäre ein.

Der Rote Doppelpfeil – ein Vorbild Schweizer Wertarbeit und ein Meilenstein der Ingenieurskunst – wird 75 Jahre alt. Auch als «Churchill» bekannt, verdankt der stromlinienförmige, rote Zug seinen legendären Beinamen dem ehemaligen britischen Premierminister Winston Churchill, der mit diesem im Jahr 1946 die Schweiz bereiste.

«Der Rote Doppelpfeil war seiner Zeit weit voraus und bildete mit den zwei Führerständen schon damals den Grundstein für die heutige Flottenpolitik», so Stephan Pfuhl, Leiter SBB Fernverkehr. Noch heute steht der Rote Doppelpfeil «Churchill» als Vorgänger eines modernen Triebzuges im Einsatz: Als Charterzug für Firmenevents, private Anlässe und Erlebnisreisen. Ausgestattet mit 27 Vierer-Tischen und einem Dreier-Tisch, bietet der klimatisierte Zug Platz für 110 Fahrgäste.

Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums verwandelt Elvetino den Roten Doppelpfeil «Churchill» zu einer Bar im Zürich Hauptbahnhof. Von Montag, 5. Mai, bis Freitag, 9. Mai 2014, können Interessierte am Montag zwischen 17 und 22 Uhr und von Dienstag bis Freitag zwischen 15 und 22 Uhr auf Gleis 51 in nostalgischer Atmosphäre einen Apéro oder eine Mahlzeit im «Churchill»-Restaurant geniessen. Zudem lädt auf dem Perron vor dem Zug die «Churchill- Zigarren-Lounge» zum Verweilen ein. Der Saxophonist Florencio Cruz sowie die Jazz- und Bluessängerin Kaye Schubart sorgen dabei für musikalische Unterhaltung.


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--- ENDE Pressemeldung Historischer Zug feiert Jubiläum: Der Rote Doppelpfeil «Churchill» wird 75 Jahre alt. ---

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Im Jahr 1902 begann die bewegte Geschichte der Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Die Züge der Schweizerischen Centralbahn (SCB) verkehrten zwar schon seit 1. Januar 1901 auf Rechnung des Bundes, die gesetzlichen Voraussetzungen zur Gründung der SBB mussten aber erst noch geschaffen werden.

In der denkwürdigen Abstimmung vom 20. Februar 1898 hatten die Stimmberechtigten mit 386 634 Ja gegen 182 718 Nein dem «Bundesgesetz betreffend Erwerbung und Betrieb von Eisenbahnen für Rechnung des Bundes und die Organisation der Verwaltung der Schweizerischen Bundesbahnen» zugestimmt. Der Abstimmungskampf war äussert heftig: Die Befürworter argumentierten unter dem Motto «Die Schweizer Bahnen dem Schweizer Volk» für die Vorteile einer Vereinheitlichung des Bahnwesens unter der Kontrolle des Bundesstaates. Die Gegner der Vorlage warnten vor einem zusätzlichen Beamtenheer, das die Macht des Bundes vergrössern und gleichzeitig seine Finanzen zerrütten würde.

Bereits im Oktober 1900 konstituierte sich der Verwaltungsrat der SBB; er umfasste damals nicht weniger als 25 durch den Bundesrat gewählte Mitglieder, dazu kamen weitere 25 durch die Kantone und Halbkantone gewählte Mitglieder sowie vier durch die Kreiseisenbahnräte gewählte Mitglieder.

Schon im November 1900 kam ein Vertrag über den freihändigen Ankauf der Schweizerischen Centralbahn (SCB) durch den Bund zustande, und am 14. Dezember 1900 gab die Bundesversammlung ihre Zustimmung zu diesem Ankauf. Nun war Eile geboten, denn schon aufs Neujahr 1901 sollte dieser Handel rechtskräftig werden. So kommt es, dass der erste am Neujahrsmorgen 1901 in Bern aus Zürich–Aarau–Olten eingetroffene Zug um 2.00 Uhr vor seiner Weiterfahrt nach Lausanne–Genf festlich begrüsst wurde.

Der Betrieb der SCB-Linien erfolgte aber zunächst noch mit SCB-Personal, aber auf Rechnung des Bundes. Mitte 1901 löste dann die Generaldirektion der SBB das Eidgenössische Eisenbahndepartement als Aufsichtsbehörde der SCB ab.

Da auf den 1. Januar 1902 auch die Schweizerische Nordostbahn (NOB) unter die «Fittiche» der SBB kam, gilt dieser 1. Januar 1902 als «offizielles» Geburtsdatum der Schweizerischen Bundesbahnen.

Quelle:
HELP.ch


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