Clariant AG: Clariant wächst im ersten Quartal

30.04.2013 | von Clariant


Clariant

30.04.2013, Clariant wächst in einem schwierigen aber stabilen Geschäftsumfeld dank eines ausgewogenen Portfolios. Im ersten Quartal erhöhte sich der Umsatz der fortgeführten Aktivitäten um 2% in Lokalwährungen und 1% in Schweizer Franken auf 1,526 Mrd. CHF, gegenüber 1,513 Mrd. CHF im Vorjahreszeitraum. EBITDA-Marge vor Einmaleffekten von 13,7% im Vergleich zu 13,9% im ersten Quartal 2012. Das Nettoergebnis aus fortgeführten Aktivitäten lag bei 38 Mio. CHF, nach 16 Mio. CHF im Vorjahresquartal. Die Nettoverschuldung sank von 1,79 Mrd. CHF zum Jahresende 2012 auf 1,66 Mrd. CHF. Durch die Fokussierung auf Wachstum und die anhaltende Kosteneffizienz rechnet Clariant für das Gesamtjahr 2013 mit einer weiteren Umsatz- und Rentabilitätssteigerung gegenüber 2012.

CEO Hariolf Kottmann: „Clariant ist vielversprechend in das neue Jahr gestartet. Bei zunehmend stabileren wirtschaftlichen Bedingungen ist der Umsatz weiter gestiegen und die Margen blieben auf solidem Niveau. Das Unternehmen konzentrierte sich konsequent darauf, die Kosten zu senken und die angekündigten Portfoliomassnahmen umzusetzen. In den einzelnen Geschäftsbereichen wurde das Augenmerk darauf gerichtet, das Wachstum zu steigern und für Innovationen zu sorgen. Trotz der anhaltend schwachen Wirtschaftslage ist Clariant so positioniert, dass wir unsere Ziele Schritt für Schritt umsetzen und zu einem führenden Unternehmen der Spezialchemie werden.“

Ergebnisse im ersten Quartal 2013
Muttenz, 30. April 2013– Clariant, ein weltweit führendes Spezialchemieunternehmen hat heute die Ergebnisse des ersten Quartals 2013 bekannt gegeben. Die Umsätze aus fortgeführten Aktivitäten stiegen auf 1,526 Mrd. CHF verglichen mit 1,513 Mrd. CHF in der Vorjahresperiode. Das ist eine Steigerung von 2% in Lokalwährungen und 1% in Schweizer Franken. Das organische Wachstum lag bei 2% und resultierte vor allem aus höheren Volumina. Der negative Währungseffekt von 1% muss hauptsächlich der im zweistelligen Prozentbereich liegenden Abwertung des brasilianischen Real und des japanischen Yen zugeschrieben werden im Vergleich zum Schweizer Franken im selben Zeitraum des Vorjahres.

Grundsätzlich war das Geschäftsumfeld vergleichbar mit demjenigen im letzten Quartal 2012 und somit war die Umsatzentwicklung in den verschiedenen Regionen und Geschäftseinheiten wie im vorangegangenen Quartal heterogen. Auf regionaler Ebene war das Wachstum in Lateinamerika mit einem Zuwachs von 10% in Lokalwährungen am stärksten. In den Regionen Asia/Pacific und EMEA blieb der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum unverändert. Letztere verzeichnete ein Umsatzplus in Europa von 2% und einen Rückgang im Nahen Osten & Afrika von 10%. In Nordamerika stieg der Umsatz um 5%. Die Geschäftsbereiche Care Chemicals und Natural Resources legten erwartungsgemäss weiter zu. Ihr Umsatz in Lokalwährungen stieg um 13% bzw. 4%. Care Chemicals profitierte davon, dass die Konsumgüterindustrie weniger sensibel auf den allgemeinen Konjunkturverlauf reagiert sowie von der für das Enteisungsgeschäft in Europa und Nordamerika günstigen Wetterlage, die bis Ende März andauerte. Das Wachstum bei Natural Resources wurde vom zweistelligen Umsatzplus in Lokalwährungen von Oil & Mining Services vorangetrieben. Die Geschäftseinheit Functional Minerals entwickelte sich dagegen schwach. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum kam es hier zu einem Rückgang im mittleren einstelligen Bereich. Bei Catalysis & Energy kam es aufgrund eines verhaltenen Jahresbeginns bei Syngas und Specialty Catalyst zu einem einstelligen Umsatzrückgang. Dies ist Ausdruck der in der Regel hohen Volatilität in den ersten beiden Quartalen des Jahres. Der Geschäftsbereich Plastics & Coatings stabilisierte sich dagegen auf niedrigem Niveau. Die leicht rückläufigen Umsatzzahlen sind in erster Linie auf die frühen Osterfeiertage in diesem Jahr zurückzuführen, weswegen es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weniger Rechnungstage gab.

Die Bruttomarge lag im ersten Quartal 2012 mit 29,2% auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr mit 29,3%. Der geringfügige Rückgang ist auf höhere Kosten für nicht ausgelastete Produktionskapazitäten zurückzuführen. Im Jahresvergleich stiegen die verkaufspreise marginal, während die Rohstoffpreise um 1% anzogen. Im Vergleich zum vierten Quartal 2012 blieben die Verkauspreise und die Rohstoffpreise stabil.

Das EBITDA vor Einmaleffekten aus fortgeführten Aktivitäten blieb in Lokalwährungen unverändert und ging in Schweizer Franken im Jahresvergleich um 1% von 211 Mio. CHF auf 209 Mio. CHF zurück. Die entsprechende EBITDA-Marge aus fortgeführten Aktivitäten lag bei 13,7% gegenüber 13,9% im Vorjahreszeitraum.

Einmaleffekte sanken infolge niedrigerer Restrukturierungskosten bei den fortgeführten Aktivitäten auf 22 Mio. CHF, gegenüber 33 Mio. CHF im ersten Quartal 2012. Das Nettoergebnis aus fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich daher verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von 16 Mio. CHF auf 38 Mio. CHF. Hierzu trug auch das bessere Finanzergebnis bei, das die höhere Steuerbelastung deutlich ausgleichen konnte.

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit nahm seinen normalen saisonalen Verlauf, der aus einem Anstieg des Nettoumlaufvermögens im ersten Halbjahr und Cash-Generierung im zweiten Halbjahr besteht. Der Aufbau von Lagerbeständen führte zu einem Barmittelabfluss von 72 Mio. CHF, verglichen mit einem Zufluss von 6 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Die Investitionsausgaben waren mit 44 Mio. CHF niedriger als mit 54 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Dies verdeutlicht die vorsichtige Investitionsstrategie angesichts der derzeitigen volatilen Wirtschaftslage.

Die Nettoverschuldung belief sich auf 1,656 Mrd. CHF und war verglichen mit 1,789 Mrd. CHF Ende 2012 rückläufig. Dieser Rückgang ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass im Februar/März die Wandelanleihe 2009-2014 in Höhe von 300 Mio. CHF vorzeitig zurückgezahlt wurde. Sämtliche Halter der Wandelanleihe übten die Wandlungsrechte aus. Im Zuge der vorzeitigen Wandlung sind keine Rückzahlungen erfolgt. Infolge der niedrigeren Nettoverschuldung verbesserte sich der Verschuldungsgrad des Unternehmens (Nettoverschuldung geteilt durch Eigenkapital) von 67% Ende 2012 auf 56%.

Veränderungen in der Berichtsstruktur und Neudarstellungen
Zum 1. Januar 2013 hat Clariant für die Berichterstattung ihre sieben Business Units in vier Geschäftsbereiche gruppiert: Care Chemicals (BU ICS), Catalysis & Energy (BU Catalysts; Energy Storage), Natural Resources (BU Oil & Mining Services, BU Functional Minerals) sowie Plastics & Coatings (BU Additives, BU Masterbatches, BU Pigments). Ausserdem gehört der Bereich Medical Specialties nicht mehr zur BU Functional Minerals, sondern wurde der BU Masterbatches zugewiesen. Für das Jahr 2012 wurden entsprechende Neudarstellungen vorgenommen.

Auf Konzernebene wurde zum 1. Januar 2012 IAS 19 (revised) (Bilanzierung von Leistungen zur Altersvorsorge) eingeführt. Dies führte zu einer Neudarstellung der Zahlen für den Vergleichszeitraum. Im Vorjahresquartal wirkte sich IAS 19 mit 4 Mio. CHF positiv auf EBITDA und EBIT aus. Der Nettogewinn sank dagegen um 3 Mio. CHF. Im Gesamtjahr 2012 hatte IAS 19 einen positiven Effekt auf EBITDA und EBIT von 18 Mio. CHF. Der Nettogewinn sank dagegen um 10 Mio. CHF.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag für das erste Quartal 2013 - Rückzahlung der festverzinslichen Anleihe und Ausschüttung aus Kapitalreserven
Am 5. April hat Clariant eine festverzinsliche Anleihe 2006-2013 über 600 Mio. EUR mit einem Coupon von 4,375% zurückgezahlt, um Bruttoverschuldung und Zinskosten zu reduzieren. Am 4. April erhielten die Clariant Aktionäre eine Ausschüttung von insgesamt 105 Mio. CHF. Dieser Betrag wurde in der Konzernrechnung per 31. März 2013 periodengerecht abgegrenzt.

Nicht fortgeführte Aktivitäten
2012 kündigte Clariant die Absicht an, nach strategischen Optionen für ihre fünf Geschäftseinheiten Textile Chemicals, Paper Specialties, Emulsions Detergents & Intermediates und Leather Services zu suchen. Am 27. Dezember 2012 gab Clariant bekannt, dass in einer ersten Phase eine Vereinbarung mit der amerikanischen Investmentgesellschaft SK Capital über die Veräusserung von Textile Chemicals, Paper Specialties und Emulsions unterzeichnet wurde. Weiterhin wird die Suche nach Käufern für Leather Services und Detergents & Intermediates fortgesetzt. Infolgedessen werden diese fünf Geschäftseinheiten seit dem Jahresergebnis 2012 als „nicht fortgeführte Aktivitäten“ ausgewiesen.

Ausblick 2013
Infolge der Neupositionierung des Portfolios in den Jahren 2011 und 2012 sind die Rentabilität und der Nettogewinn von Clariant deutlich gestiegen.

Für 2013 rechnet Clariant mit einem anhaltend schwachen, von hoher Volatilität geprägten makroökonomischen Umfeld. Zwar werden die Schwellenmärkte aller Wahrscheinlichkeit nach weiterhin ein solides Wachstum aufweisen, doch von den europäischen und nordamerikanischen Volkswirtschaften sind keine wesentlichen Wachstumsimpulse zu erwarten.

In diesem Szenario wird sich Clariant auf das Wachstum der sieben Kerngeschäfte und eine nachhaltige Kostendisziplin konzentrieren. Auf diese Weise werden das Umsatzwachstum in Lokalwährungen und die Rentabilität 2013 weiter gesteigert. Mittelfristig bestätigt Clariant ihre für 2015 gesetzten Ziele einer EBITDA-Marge von über 17% und einer Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) über dem Branchendurchschnitt.


Medienkontakt: Kai Rolker Clariant International Ltd t +41 61 469 6363 kai.rolker@clariant.com

Über Clariant:
Die Clariant ist ein schweizerisches Unternehmen. Ihr Domizil ist das Clariant Werk Muttenz (Kanton Basel-Landschaft), wo sich auch der Hauptsitz des Konzerns und mehrerer Divisionen befindet. Sie produziert nicht nur auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnittene Farbstoff- und Chemikalien-Spezialitäten, sondern bietet den Konzerngesellschaften und den Kunden eine Reihe besonderer Dienstleistungen in den Bereichen Verfahrensentwicklung, Chemie-Engineering, Qualitätsprüfung, Sicherheit und Umwelt sowie Logistik und internationale Transportorganisation an.

Die Clariant entstand anlässlich der Verselbständigung der Division Chemikalien von Sandoz mittels Börsengang im Sommer 1995. 1997 übernahm die Clariant das Geschäft mit Spezialchemikalien von Hoechst, 1999 dasjenige von BTP. Der Konzern ist weltweit tätig und operiert mit über 100 Gesellschaften in fünf Kontinenten. Das Werk Muttenz ist der Sitz der Konzernleitung und mehrerer Divisionen.

Die Clariant hat ihre Anlagen ständig modernisiert und erweitert. Auch die Dienstleistungen für Konzerngesellschaften und Kunden sind bedeutend ausgebaut worden. Das Werk Muttenz darf heute als Kompetenzzentrum für Verfahrensentwicklung und Engineering betrachtet werden.


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