Thomas Moor (*1988), Absolvent des Bachelor-Studiengangs Medien & Kunst an der Zürcher Hochschule der Künste, ist der Gewinner des Nationale Suisse Kunstpreises 2014. Als Objekt- und Performancekünstler untersucht er das Thema von Distanz und Nähe zwischen Subjekt und Objekt, wobei es ihm um Auseinandersetzungen mit Repräsentation, Inszenierung, Macht, Verhaltensgrammatiken und Spiel geht. Seine präzisen orts- und kontextbezogenen Interventionen umkreisen den Umgang mit Öffentlichkeit. Sie zeichnen sich durch konzeptionelle Stringenz und ihre spielerisch leichte Umsetzung aus. Für die Ausstellung Plattform 14 hat Thomas Moor die Arbeit «Power to the Home», eine kontextbezogene Soundinstallation, realisiert, die im Abstand von zwanzig Minuten die grosse Halle des ewz-Unterwerks Selnau beschallt. Der Objekt- und Performancekünstler untersucht in dieser situationsbezogenen Arbeit unternehmerische PR-Strategien und deren Inszenierungen.
Die diesjährige Jury des Nationale Suisse Kunstpreises besteht aus Fanni Fetzer (Direktorin Kunstmuseum Luzern), Helen Hirsch (Direktorin Kunstmuseum Thun), Dorothee Messmer (Direktorin Kunstmuseum Olten) und Sabine Schaschl (Direktorin Museum Haus Konstruktiv, Zürich). Verliehen worden ist der Preis am 12. März 2014 im Rahmen der Vernissage der Plattform 14 in Zürich.
Doppelte Starthilfe
Mit dem Preis unterstreicht der auf Kunst spezialisierte Versicherer Nationale Suisse sein langjähriges Engagement für das Schweizer Kunstschaffen. Der Nationale Suisse Kunstpreis fördert nicht einen bekannten, bereits etablierten Künstler, sondern ein junges Nachwuchstalent am Anfang seiner Berufskarriere. So richtet sich der Preis an Diplomandinnen und Diplomanden von Schweizer Fachhochschulen im Bereich «Bildende Kunst und Medienkunst». Der Gewinner erhält eine doppelte Starthilfe: Einerseits das Preisgeld von 15 000 Franken, andererseits eine Soloausstellung an der internationalen Kunstmesse LISTE, Art Fair Basel. Diese findet vom 17. – 22. Juni 2014 statt und bietet dem Gewinner die Möglichkeit, sich einem Fachpublikum und einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
Das Kunstengagement von Nationale Suisse
Der Nationale Suisse Kunstpreis fördert die neuen Ideen und Kunstformen der nachrückenden Künstlergeneration. Der Preis wird seit 2004 jährlich verliehen und ist ein wesentlicher Teil des Kunstengagements von Nationale Suisse. Die Versicherungsgruppe sammelt seit 70 Jahren zeitgenössische Schweizer Kunst. Sie versteht den Ankauf von Werken der Gegenwartkunst als Beitrag zur Unterstützung und Förderung des Schweizer Kunstschaffens. Die so entstandene Sammlung zählt mittlerweile zu den wichtigsten ihrer Art. Sie konzentriert sich auf Malerei, Zeichnungen und Fotografie. Weiter entstehen im Zuge der Renovation eines Teils des Hauptsitzes in Basel Kunst-am-Bau-Projekte von Pipilotti Rist, Hans Danuser und Daniel Robert Hunziker. Darüber hinaus unterstützte Nationale Suisse das umfangreiche Konservierungsprojekt «Acanthes» der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel. Seit 2013 besteht eine Kooperation mit dem Kunstmuseum Luzern zur Förderung junger Menschen in der Restaurierung und Kunstvermittlung.
Medienkontakt:
Christina Hartmann
Steinengraben 41
CH-4003 Basel
Tel. 061 275 23 40
Fax 061 275 22 21
E-Mail: christina.hartmann@nationalesuisse.ch



