Julius Bär wird in zwei eigenständige und unabhängige Unternehmenseinheiten aufgeteilt, die beide an der SIX Swiss Exchange kotiert sein werden. Die Julius Bär Gruppe AG wird zu einer führenden reinen Private Banking-Gruppe, spezialisiert die umfassende Beratung und Betreuung von Privatkunden. Die GAM Holding AG wird ein unabhängiger aktiver Asset Manager, bestehend aus GAM, Artio Global Investors und Julius Bär Asset Management Europe.
Die Transaktion zielt darauf ab, beiden Geschäftsbereichen das Ausschöpfen ihres vollen strategischen Potentials zu ermöglichen, indem sie sich ausschliesslich auf die Umsetzung ihrer zunehmend unterschiedlichen Geschäfts- und Wachstumsstrategien fokussieren. Darüber hinaus wird die Transaktion sowohl im Private Banking als auch im Asset Management für eine erhöhte Transparenz sorgen und damit die externe Wahrnehmung erhöhen. Die Transaktion soll zu keinem Stellenabbau führen.
Als eine führende reine Private Banking-Gruppe profitiert die Julius Bär Gruppe AG von der steigenden Nachfrage von Privatkunden nach Dienstleistungen einer unabhängigen, stark kapitalisierten und vollständig auf ihre Bedürfnisse ausgerichteten Privatbank. So wird die Gruppe die Expansion ihres internationalen Netzwerkes weiter vorantreiben und ihre Angebotspalette zu einer einzigartigen, vollständig offenen Produkt- und Dienstleistungsarchitektur ausweiten, was dem Unternehmen uneingeschränkte Wahlmöglichkeiten aus den besten am Markt verfügbaren Produkten und Dienstleistungen zum Nutzen seiner Kunden eröffnet.
Die GAM Holding AG wird ein führender aktiver Asset Manager, der eine grosse Bandbreite an Anlageprodukten, diskretionären Portfolio Management-Dienstleistungen und alternativen Anlagen anbietet. Als unabhängiges Unternehmen wird GAM in der Lage sein, die Entwicklung seiner internationalen institutionellen und US-amerikanischen Vertriebskanäle zu beschleunigen. Die Absicht, Artio Global über ein IPO im Jahr 2009 dem Publikum zu öffnen, bleibt unverändert, jedoch abhängig von den Marktbedingungen.
Mit der vorgesehenen Aufteilung in zwei unabhängige, kotierte Unternehmensgruppen wird die schrittweise vorangetriebene Unabhängigkeit der beiden Geschäftsbereiche Private Banking und Asset Management abgeschlossen, die mit der Einführung der reinen Finanzholdingstruktur 2007 ihren Anfang nahm. Angesichts der etablierten und bewährten Beziehung wird GAM weiterhin der bevorzugte Anbieter von Produkten für die Privatkunden der Julius Bär Gruppe AG bleiben, insbesondere von Funds of Hedge Funds.
„Wir sind von unserer neuen strategischen Ausrichtung überzeugt. Angesichts der Herausforderungen, denen sich viele Geschäftsmodelle von Finanzdienstleistern derzeit gegenüber sehen, werden beide Einheiten von ihrem intensivierten Fokus und der Vermeidung von Interessenskonflikten nur profitieren können. Damit handeln wir proaktiv im besten Interesse aller Anspruchsgruppen“, kommentiert Raymond J. Bär, Präsident des Verwaltungsrates der Julius Bär Holding AG.
Die Transaktion ist abhängig von der Zustimmung der Aktionäre und verschiedener Aufsichtsbehörden. Eine Ausserordentliche Generalversammlung ist für den 30. Juni 2009 geplant. Eine detaillierte Informationsbroschüre für Aktionäre wird vor der Ausserordentlichen Generalversammlung zur Verfügung gestellt. Der Abschluss der Transaktion mit der getrennten Kotierung der beiden unabhängigen Gesellschaften ist gegen Ende des dritten Quartals 2009 vorgesehen.



