03.09.2008 | 10:47 Uhr
| Schweizerischen Nationalbank
Lesedauer: 2 Minuten
03.09.2008, Nach mehreren ruhigen Jahren fordern der weltweite Konjunkturabschwung, hohe
Rohstoffpreise sowie die andauernde Finanzmarktkrise die Notenbanken gleich an mehreren
Fronten heraus. Die Schweiz ist im internationalen Vergleich dank eines anhaltend
robusten Konsums, voller Auftragsbücher, Vollbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt, im
internationalen Vergleich tiefen Inflationsraten und wenig Übertreibungen im
Immobilienmarkt in einer vergleichsweise guten Ausgangslage.
Mit etwas Verzögerung dürfte der globale Konjunkturabschwung jedoch auch die Schweiz erreichen - insbesondere die sich abzeichnende Konjunkturverlangsamung in Europa könnte über eine rückläufige Nachfrage nach unsern Exporten auch in der schweizerischen Konjunktur deutliche Bremsspuren hinterlassen. Ferner dürfte die schlechte Stimmung auf den Finanzmärkten die Wertschöpfung im Finanzsektor beeinträchtigen. Die relative Stabilität des Frankenkurses sollte hingegen weiterhin eine Stütze für unsere Exporte darstellen.
Der jüngste Anstieg der schweizerischen Inflationsrate auf über 3% ist hauptsächlich auf Erstrundeneffekte zurückzuführen, also auf die direkten Folgen des Anstiegs der Erdölpreise. Sofern sich die Zweitrundeneffekte wie erwartet im Rahmen halten werden, sollten die Inflationsrate im Verlauf von 2009 wieder auf unter 2% fallen und die langfristigen Inflationserwartungen tief bleiben. Unter diesen Annahmen ist die gegenwärtige Geldpolitik angemessen. Sollte die Inflation jedoch aufgrund von Zweitrundeneffekten nicht wie erwartet zurückkommen, müsste die SNB dieser Entwicklung zur Sicherung der Preisstabilität entgegenwirken.
--- ENDE Pressemitteilung Geldpolitik im Spannungsfeld zwischen Inflation und Wachstum ---
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Über Schweizerische Nationalbank:
Die Schweizerische Nationalbank führt als unabhängige Zentralbank die Geld- und Währungspolitik des Landes. Sie muss sich gemäss Verfassung und Gesetz vom Gesamtinteresse des Landes leiten lassen, als vorrangiges Ziel die Preisstabilität gewährleisten und dabei die Konjunktur berücksichtigen.
Sie setzt damit eine grundlegende Rahmenbedingung für die Entwicklung der Wirtschaft.
Die Nationalbank hat in Bern und Zürich je einen Sitz. Daneben unterhält sie sechs Vertretungen in Basel, Genf, Lausanne, Lugano, Luzern und St. Gallen. Dazu kommen 14 Agenturen, die von Kantonalbanken geführt werden und der Geldversorgung des Landes dienen.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
Weiterführende Informationen: