04.09.2026, Eine neue Studie bestätigt die grosse wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens Genf für die Region. Im Jahr 2024 generierten die mit dem Flughafen verbundenen Aktivitäten eine Wertschöpfung von rund 3,3 Milliarden Franken und sicherten 21’930 Arbeitsplätze in Vollzeitäquivalenten. Die Studie unterstreicht zudem die zentrale Bedeutung der internationalen Flugverbindungen für Unternehmen, Tourismus und das internationale Genf.
Genève Aéroport veröffentlicht eine neue Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Flughafens. Sie wurde vom unabhängigen Forschungs- und Beratungsunternehmen INFRAS in Zürich auf Grundlage aktueller Daten erstellt und untersucht die direkten, indirekten und induzierten wirtschaftlichen Effekte der Flughafenaktivitäten auf Genf, die angrenzenden Regionen – einschliesslich Frankreich – sowie auf die übrige Schweiz.
Die Ergebnisse zeigen, dass die mit Genève Aéroport verbundenen Aktivitäten insgesamt eine Wertschöpfung von rund 3,3 Milliarden Franken generieren und knapp 21’930 Arbeitsplätze in Vollzeitäquivalenten sichern.
Allein die direkten Effekte – also die Wertschöpfung der rund 268 Unternehmen, die am Flughafen tätig sind – belaufen sich auf rund 1,66 Milliarden Franken. Sie umfassen 11’500 Arbeitsplätze beziehungsweise 9’800 Vollzeitäquivalente. Dies entspricht 2,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts des Kantons Genf. Hinzu kommen indirekte Effekte durch Einkäufe bei Zulieferern sowie Konsumausgaben, die durch die am Flughafen erwirtschafteten Löhne ermöglicht werden.
Wirtschaftliche Auswirkungen weit über das Flughafengelände hinaus
Knapp 2 Milliarden Franken der Wertschöpfung entfallen auf den Kanton Genf. Die wirtschaftlichen Auswirkungen reichen jedoch deutlich über die Kantonsgrenzen hinaus: Mehr als 550 Millionen Franken Wertschöpfung entstehen in der angrenzenden französischen Region und rund 770 Millionen Franken in der übrigen Schweiz.
Die Ergebnisse verdeutlichen die enge Einbindung von Genève Aéroport in einen grenzüberschreitenden Lebens- und Wirtschaftsraum. Vom Flughafen profitieren Unternehmen, Zulieferer, Handel, Hotellerie, Gastronomie und zahlreiche weitere Branchen.
«Diese Studie zeigt, dass Genève Aéroport weit mehr ist als eine Verkehrsinfrastruktur. Der Flughafen ist ein strategischer Standortfaktor für Genf und die Region, ein Motor für wirtschaftliche Aktivität und Beschäftigung sowie ein wichtiges Tor zur Welt für eine stark international ausgerichtete Region. Unsere Verantwortung besteht darin, diese Konnektivität zu erhalten und gleichzeitig die Umweltauswirkungen des Flughafenbetriebs konsequent weiter zu reduzieren», erklärt Jean-François de Saussure, Generaldirektor von Genève Aéroport.
Genève Aéroport wirkt zudem als bedeutender Katalysator für die lokale Wirtschaft. Die Aktivitäten am Flughafen kommen einem breiten Netz regionaler Unternehmen zugute – darunter Zulieferer, Handwerksbetriebe, Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen –, deren Umsatz und Beschäftigung teilweise direkt oder indirekt vom Flughafen abhängen.
Die geschaffene Wertschöpfung bleibt damit nicht auf das Flughafengelände beschränkt, sondern fliesst in die Genfer und regionale Wirtschaft, stärkt lokale Wertschöpfungsketten und unterstützt Arbeitsplätze, die nicht ins Ausland verlagert werden können.
Infrastruktur stärkt die Attraktivität der Region
Im Jahr 2025 verzeichnete Genève Aéroport 17,8 Millionen Passagiere und verband die Region direkt mit 147 Destinationen, davon mehr als 30 ausserhalb Europas. Zudem wurden 96’000 Tonnen Luftfracht abgefertigt.
Diese Anbindung entspricht den Anforderungen einer stark internationalisierten Wirtschaft. Sie ermöglicht Unternehmen einen schnellen Zugang zu ihren Märkten, erleichtert die Anreise von Fachkräften und Besucherinnen und Besuchern und trägt zur internationalen Bedeutung Genfs als diplomatisches, wissenschaftliches, finanzielles und humanitäres Zentrum bei.
Konnektivität sichern und Transformation beschleunigen
Die Veröffentlichung der Studie erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Luftfahrtbranche vor tiefgreifenden Veränderungen steht. Dazu zählen die Dekarbonisierung, neue regulatorische Anforderungen, der Wettbewerb zwischen Flughäfen sowie steigende Erwartungen der Bevölkerung in Bezug auf Lärm- und Umweltschutz.
Für Genève Aéroport lässt sich der wirtschaftliche Beitrag des Flughafens nicht von seiner Verantwortung gegenüber der Region trennen.
«Es geht nicht darum, Konnektivität, Wohlstand und Umwelt gegeneinander auszuspielen. Die Herausforderung besteht darin, die internationale Anbindung zu erhalten und gleichzeitig die Umweltauswirkungen des Flughafenbetriebs konkret zu reduzieren. In diesem anspruchsvollen Gleichgewicht muss die Zukunft von Genève Aéroport gestaltet werden», ergänzt Jean-François de Saussure.
Genève Aéroport setzt deshalb seine Massnahmen zur Reduktion der Emissionen aus dem eigenen Betrieb, zur Lärmbekämpfung, zur Schallisolierung von Gebäuden in der Umgebung sowie zur Unterstützung der Dekarbonisierung des Luftverkehrs fort.





