Ferien mit dem E-Auto? Schweizer:innen verlieren die Reichweitenangst

24.06.2026 | 14:46 Uhr | SMG Swiss Marketplace Group AG

Uhr Lesedauer: 5 Minuten


24.06.2026, Eine neue Studie von AutoScout24 und YouGov zeigt: Elektroautos werden für Schweizer:innen zunehmend für längere Ferienfahrten attraktiv. Die Mehrheit akzeptiert auf solchen Strecken ein bis zwei Ladestopps, während die Nachfrage nach Elektroautos auf AutoScout24 zunimmt: Suchanfragen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 35 %, Kontaktanfragen um 40 % und Verkäufe um 16 %.

Kurz vor den Sommerferien entdecken immer mehr Schweizer:innen das Elektroauto auch für längere Fahrten. Für Ferienreisen bleibt das Auto die erste Wahl, gleichzeitig werden Elektrofahrzeuge zunehmend als alltagstaugliche Alternative wahrgenommen. Als wichtigste Kaufgründe gelten tiefere Betriebskosten und Umweltaspekte, während sinkende Fahrzeugpreise zusätzlich für Rückenwind sorgen. Diese Entwicklung zeigt sich auch auf dem Fahrzeugmarkt, wo die Nachfrage nach Elektroautos zunimmt. Gleichzeitig offenbaren aktuelle AutoScout24-Daten regionale Unterschiede bei den beliebtesten Modellen – vom Tesla Model 3 in Zürich über den Volvo EX30 in Bern bis hin zum Porsche Taycan in Zug und Genf.

Das Auto bleibt Ferienfavorit

Für die Ferien setzen Schweizer:innen weiterhin gerne auf das eigene Auto. Besonders geschätzt werden die hohe Flexibilität vor Ort (63 %), der einfache Transport von Gepäck (50 %) sowie die Unabhängigkeit bei der Reiseplanung (48 %). Auch wenn auf der diesjährigen Fahrt ans Meer mehrheitlich noch Fahrzeuge mit klassischen Antrieben zum Einsatz kommen, gewinnt das Elektroauto bei der nächsten Fahrzeuganschaffung zunehmend an Attraktivität.

Reichweitenangst verliert an Bedeutung

Für längere Ferienfahrten erwarten die Befragten von einem Elektroauto eine Mindestreichweite von durchschnittlich rund 630 Kilometern. Deutlich aufgeschlossener zeigen sich jedoch Personen, die einem Elektroauto bei einem künftigen Kauf grundsätzlich offen gegenüberstehen: Sie geben sich bereits mit einer durchschnittlichen Reichweite von knapp 530 Kilometern zufrieden. Gleichzeitig ist die Bereitschaft zum Laden unterwegs hoch. Die Mehrheit der Befragten würde auf einer rund 600 Kilometer langen Fahrt ans Meer ein bis zwei Ladestopps problemlos akzeptieren.

«Die Diskussion rund um die Reichweite hat sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Viele Menschen betrachten das Laden unterwegs heute als normalen Bestandteil einer längeren Reise. Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Elektroauto zunehmend auch für Ferienfahrten als alltagstauglich wahrgenommen wird», sagt Alberto Sanz de Lama, Managing Director Automotive der SMG Swiss Marketplace Group.

Kosten und Umwelt bleiben die wichtigsten Kaufgründe

Als wichtigste Argumente für den Kauf eines Elektroautos nennen die Befragten die tieferen Betriebskosten und den Umwelt- und Klimaschutz (jeweils 55 %). Fast jede zweite Person sieht zudem die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen als wichtigen Vorteil (46 %). Das durchschnittliche Budget für ein Elektroauto liegt aktuell bei rund CHF 39’000.

Eine der grössten Hürden beim Kauf gebrauchter Elektrofahrzeuge bleibt die Unsicherheit bezüglich der Batterielebensdauer. Die Studie zeigt jedoch auch eine mögliche Lösung: Ein Batteriezertifikat erhöht die Bereitschaft zum Kauf einer Elektro-Occasion spürbar. Als Vorreiter im Schweizer Markt ermöglicht AutoScout24 bereits heute die Ergänzung von E-Occasionen-Inseraten mit einem standardisierten Batteriezertifikat. Dieses weist den Gesundheitszustand der Batterie («State of Health») transparent aus und schafft damit mehr Vertrauen beim Kauf gebrauchter Elektrofahrzeuge.

AutoScout24-Daten bestätigen den Wandel

Die steigende Offenheit gegenüber der Elektromobilität spiegelt sich auch auf dem Fahrzeugmarkt wider. Vergleicht man die Phase unmittelbar vor den Sommerferien (15. Mai bis 15. Juni 2026) mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, stiegen die täglichen Suchanfragen nach Elektroautos auf AutoScout24 um 35 Prozent. Noch stärker fiel das Wachstum bei konkreten Kaufabsichten aus: Die Kontaktanfragen an Verkäufer:innen legten um 40 % zu. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der erfolgreichen Verkäufe – gemessen an den gelöschten Inseraten – um 16 %. Damit setzt sich die Entwicklung fort, die sich bereits im Frühjahr mit einer deutlich steigenden Nachfrage nach Elektroautos abgezeichnet hatte.

Ein wichtiger Treiber dürfte die Preisentwicklung sein. Neue Elektrofahrzeuge wurden innerhalb eines Jahres deutlich günstiger. Der durchschnittliche Angebotspreis sank von rund CHF 57’200 im Juni 2025 auf rund CHF 51’700 im Juni 2026 – ein Rückgang von fast 10 %. Auch gebrauchte Elektroautos wurden leicht günstiger und kosteten im Durchschnitt noch rund CHF 42’100 gegenüber CHF 43’300 im Vorjahr.

«Wir beobachten derzeit einen Wendepunkt in der Wahrnehmung von Elektroautos. Das Interesse an Elektroautos wächst nicht nur in der Theorie, sondern zeigt sich ganz konkret in Suchanfragen, Kaufkontakten und Verkäufen. Sinkende Preise und eine höhere Akzeptanz der Technologie sorgen für zusätzlichen Aufwind», sagt Matthias Bischof, Director Customer Business von AutoScout24.

Tesla in Zürich, Volvo in Bern: Die Schweiz fährt elektrisch – aber unterschiedlich Trotz des schweizweiten Nachfragebooms zeigen die Daten auf AutoScout24 deutliche regionale Unterschiede bei den beliebtesten Modellen. Gesamtschweizerisch gehören das Tesla Model 3, der Skoda Enyaq iV und der Audi Q4 e-tron zu den erfolgreichsten Elektrofahrzeugen. Die Auswertung basiert auf Leads und erfolgreich vom Markt genommenen Inseraten und zeigt, welche Modelle in den einzelnen Regionen nachgefragt werden und sich verkaufen. Ein Blick in die Kantone offenbart dabei unterschiedliche Vorlieben:

Zürich: Das Tesla Model 3 ist der klare Spitzenreiter bei den Verkäufen. Bern: Der Volvo EX30 gehört zu den beliebtesten Elektrofahrzeugen und führt die Rangliste an. Zug und Genf: Premium-Modelle wie der Porsche Taycan schaffen es regelmässig auf die vorderen Plätze. Romandie: In Kantonen wie Neuenburg dominieren europäische Modelle wie der Audi Q4 e-tron oder der VW ID.3. Die Analyse zeigt: Die Elektromobilität etabliert sich zwar schweizweit, die Modellpräferenzen bleiben jedoch regional geprägt.

Datengrundlage

Die verwendeten Umfragedaten beruhen auf einer repräsentativen Online-Befragung, die von YouGov im Auftrag von AutoScout24 zwischen dem 3. und 8. Juni 2026 durchgeführt wurde. An der Befragung nahmen 1’008 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz im Alter von 18 bis 79 Jahren teil, die mindestens einmal pro Woche das Internet nutzen und einen Führerausweis besitzen. Für die interne Datenanalyse wurden die täglichen Durchschnittswerte der Suchanfragen, Leads und gelöschten Inserate für neue und gebrauchte Elektrofahrzeuge auf AutoScout24 ausgewertet. Verglichen wurde der Zeitraum vom 15. Mai bis 15. Juni 2026 mit der entsprechenden Vorjahresperiode. Bei der kantonalen Analyse wurden Leads und gelöschte Inserate für neue und gebrauchte Elektrofahrzeuge auf AutoScout24 im Zeitraum vom 1. Januar bis 1. Juni 2026 ausgewertet. Die Durchschnittspreise für neue und gebrauchte Elektrofahrzeuge beziehen sich auf den Zeitraum vom 15. Januar bis 15. Juni 2026 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Medienkontakt:
Marleen Seilheimer
Senior Communications Manager
media@swissmarketplace.group



--- ENDE Pressemitteilung Ferien mit dem E-Auto? Schweizer:innen verlieren die Reichweitenangst ---



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