Die Fabrik mit einer Produktionskapazität von insgesamt 25'000 Tonnen jährlich wurde in der Rekordzeit von nur zwölf Monaten errichtet. Sie führt Barry Callebaut noch näher an die wachsende Kundenbasis des Unternehmens in der Region Asien/Pazifik und insbesondere in China heran. Die Schokoladenverkäufe von Barry Callebaut im Raum Asien/Pazifik stiegen 2006/07 um etwa 20%. Das Unternehmen ist in der Region bereits seit 1997 mit einer Schokoladenfabrik in Singapur präsent. Diese Fabrik war im letzten Geschäftsjahr voll ausgelastet, sodass Barry Callebaut das Wachstumspotenzial in der Region nicht vollumfänglich ausnutzen konnte.
Die neue Chocolate Academy in Suzhou, an der zwei französische Pâtissiers die spezialisierten Gourmet-Marken Callebaut (belgische Schokolade), Cacao Barry (französische Schokolade) und Carma (Schweizer Schokolade) der Gruppe fördern werden, bietet Schulungen für gewerbliche Anwender an. Ferner dient sie als Plattform für den Wissensaustausch in einer Region, die noch über keine Schokoladenkultur verfügt. In einem Applikationslabor und einer Pilotanlage werden zudem unter der Leitung eines belgischen Spezialisten Trainingsmöglichkeiten für industrielle Kunden zur Verfügung gestellt.
Mit der neuen Fabrik und der Chocolate Academy in Suzhou plant das Unternehmen, die Verkaufsmenge aus China bis 2012 zu versechsfachen. Die Gesamtinvestition betrug rund USD 20 Mio. Die Fabrik beschäftigt rund 35 Mitarbeitende; weitere 25 Personen sind in den Bereichen Verkauf und Administration tätig.
Ausgehend von einem sehr tiefen jährlichen Schokoladenkonsum von rund 100 Gramm pro Kopf – während der höchste Pro-Kopf-Konsum in Westeuropa über 11 kg pro Person und Jahr ausmacht –, dürfte der chinesische Schokoladenmarkt gemäss Euromonitor über die nächsten fünf Jahre dynamisch wachsen und pro Jahr rund 8,8% zulegen. Der globale Schokoladenmarkt wird hingegen nur um etwa 2 bis 3% jährlich wachsen. Der neue Standort von Barry Callebaut in Suzhou wird als Hauptsitz für die Region Asien/Pazifik dienen. Zudem wird er zur Drehscheibe für die Belieferung nationaler und internationaler Nahrungsmittelhersteller und einer wachsenden Anzahl gewerblicher Anwender in der Region. Die neue Fabrik stellt keine Produkte für Endverbraucher her.
Patrick De Maeseneire, CEO von Barry Callebaut, sagte: „China wird in den kommenden Jahren unser wichtigster asiatischer Zielmarkt sein. Derzeit ist der Pro-Kopf-Konsum zwar noch tief, und er wird in den ländlichen Gebieten nur langsam zunehmen. Die Entwicklung im urbanen Gürtel von Beijing über Schanghai bis Hongkong ist jedoch atemberaubend. Alleine dort leben 500 Millionen potenzielle Schokoladenkonsumenten, die immer häufiger reisen, Neuheiten und neuen Nahrungsmitteln gegenüber offen sind und sich Schokolade leisten können, die als Premiumprodukt gilt. Über unsere industriellen und gewerblichen Kunden, die wir von Suzhou aus beliefern, werden wir den chinesischen Konsumenten und ausländischen Touristen neue und besondere Geschmackserlebnisse bieten können.“
„In China wächst die Nachfrage nach Schokolade in einem unglaublichen Tempo. Dieser Trend dürfte sich durch die Olympischen Spiele 2008 und die Weltausstellung in Schanghai 2010 weiter verstärken. Zudem wird der Einkommensanstieg dazu beitragen, dass Schokolade für eine breitere Käuferschicht erschwinglich wird“, so Maurizio Decio, Vice President Asien bei Barry Callebaut.
Gewisse Volumen, die bislang in der Fabrik von Barry Callebaut in Singapur produziert und nach China exportiert wurden, werden nun im neuen Werk in Suzhou hergestellt. Die dadurch frei gewordene Kapazität in Singapur wird genutzt, um die steigende Nachfrage nach Schokolade aus anderen asiatischen Ländern zu decken.
Die Eröffnungsfeier in Suzhou fand im Beisein örtlicher Regierungsvertreter sowie von Andreas Jacobs, Präsident des Verwaltungsrates von Barry Callebaut, Patrick De Maeseneire, CEO, und Maurizio Decio, Vice President Asien, statt.



