Zwar verzeichnen Elektroautos im Monatsvergleich einen starken Zuwachs auf 4'177
Einlösungen (+17,1 %), dennoch reicht dies nicht aus, um den Gesamtmarkt merklich zu stützen. Die
wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie eine zunehmend realitätsferne Regulierung belasten die
drittgrösste Importwirtschaft der Schweiz weiter schwer.
Regulierungsdruck nimmt
Investitionsbereitschaft
Erfreulicherweise konnte der Elektroanteil im Mai 2025
gegenüber dem Vorjahr stark gesteigert werden - von 3'568 auf 4'177 Fahrzeuge -, doch diese
Entwicklung geschieht in einem insgesamt rückläufigen Markt. Die Transformation hin zur
Elektromobilität wird somit verzögert. Im Vergleich zur Marktdynamik in zahlreichen EU-Staaten ist
die Nachfrage in der Schweiz verhalten. Die bestehende Regulierung und drohende Überregulierung
durch jüngste Vorstösse im Parlament (Agenturmodell, Automobilleasing) verunsichern den Gesamtmarkt 2025 spürbar. So
schätzen die Mitglieder von auto-schweiz einen um 20'000 Einheiten tieferen Gesamtmarkt als im
Jahr 2024. Mario Bonato, Ökonom von auto-schweiz, fordert eine Kurskorrektur: "Anstatt
Rahmenbedingungen für Investitionen zu verbessern, stranguliert die Politik den Automobilmarkt mit
einem Regulierungsdickicht, das weder ökologisch noch wirtschaftlich zielführend ist. Die Schweiz
braucht keine ideologisch motivierten Regulierungsphantasien, sondern einen marktnahen
Realismus."
Sichtbare Marktverwerfung
Wirtschaftlich machen sich die
Belastungen zunehmend bemerkbar. Die einst drohende Gefahr eines Strukturbruchs in Handel,
Service und Import nehmen mittlerweile spürbare Auswirkungen an. So werden Werbeausgaben
zusammengestrichen und erste Arbeitsplätze gehen verloren. Dies obwohl der Bundesrat behauptet,
es seien "keine Verwerfungen auf dem Markt aufgrund der CO2-Emissionsvorschriften"
zu erwarten. Es braucht dringend eine Politik, die Planungssicherheit zurück gibt - etwa
durch gezielten
Abbau von Überregulierung. Hat die EU auf entsprechende
Forderungen der Wirtschaft mit einer Flexibilisierung der CO2-Ziele reagiert, zögert der
Bundesrat ein entsprechendes Entgegenkommen zu formulieren.
BYD ist jüngstes
Mitglied
Die auto-schweiz-Familie wächst weiter an. Mit BYD und Denza vertritt die
Vereinigung der offiziellen Automobil-Importeure nun 39 Mitglieder, die wiederum 60
Marken verantworten. In der letzten Dekade sind somit 11 Marken zu auto-schweiz gestossen.
Thomas Rücker, Direktor von auto-schweiz, fügt hinzu: "Den Zuwachs durch BYD zeigt nicht nur die
Wichtigkeit der Interessensvertretung in einem schwierigen regulatorischen Umfeld, sondern auch die
breite Auswahl an Marken und Modellen, die von Konsumenten und Konsumentinnen gewünscht und
unterstützt wird."
Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von
auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes, die Daten sind möglicherweise vorläufig und
nicht abgeschlossen.
Pressekontakt:
Thomas Rücker, Direktor
T 079 529 12
02
thomas.ruecker@auto.swiss
--- ENDE Pressemitteilung Auto-Markt unter Druck: Fehlanreize und Überregulierung hemmen Erholung ---
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