Die im Jahr 2024
Gezielte Marketing-Strategien
Die Marketing-Techniken, welche die Geldspielindustrie anwendet, zielen via Soziale Medien, Influencers und Sportevent-Sponsoring insbesondere auf die jüngere Generation. "Dieser Ansatz besteht beispielsweise darin, die Gewinnchancen für gewisse Spiele wie die Sportwetten so darzustellen, als ob sie etwas mit den Kompetenzen und Kenntnissen der Spielenden zu tun hätten, obschon dies gar nicht zutrifft", erläutert die Co-Autorin der Studie Dörte Petit.
Den Gesetzesrahmen jetzt verschärfen: die Vorschläge von Sucht Schweiz
Die Studie zeigt, dass die Regulierung in der Schweiz, anders als in anderen europäischen Ländern, zu wenig streng ist. Mehrere Länder haben Massnahmen zum Jugendschutz eingeführt, während die Schweiz hier zu den laschesten Ländern bezüglich Glücksspielwerbung gehört.
Die Direktorin von Sucht Schweiz, Tania Séverin, appelliert an die Behörden, sich am Ausland zu orientieren: "Wir müssen die regulatorischen Massnahmen für das Geldspiel jetzt verschärfen und unsere Jugend besser schützen." Konkret stellt Sucht Schweiz folgende Massnahmen zur Diskussion:
1. Verantwortungsvolles Sponsoring: Verbot der Verwendung von Sponsoren-Logos und -Namen beim Event-Sponsoring (Vorbild Italien).
2. Proaktiver Gesetzesrahmen: Generelles Verbot der Geldspielwerbung, mit der Möglichkeit fallweiser Bewilligungen (Vorbild Belgien).
3. Technologische Kontrolle: Beschränkung der Geldspielwerbung-Exposition der jungen Menschen durch digitale Technologie (Vorbild Niederlande).
Methodologie der Studie
Die Studie basiert auf einer Zusammenfassung der neuesten wissenschaftlichen Literatur, einer Fokusgruppe mit Jugendlichen sowie einer Analyse der regulatorischen Situation für ausgewählte Länder.
Hier zur Studie:
Pressekontakt:
Dörte Petit
Co-Autorin der Studie
Tel. 021 321 29 86
Markus Meury
Mediensprecher Sucht Schweiz
Tel. 021 321 29 63





