Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Nutzen von Konjunkturprogrammen oft äusserst bescheiden ausfällt. Die Stimulierung des privaten Konsums scheitert meist daran, dass die Haushalte zusätzliches Einkommen in Krisensituationen nicht ausgeben, sondern auf das Sparkonto legen. Und staatlichem Konsum zur Ankurbelung der Konjunktur - etwa in Form von Investitionsprogrammen - haftet der Makel an, dass geeignete Projekte oft Mangelware sind und die Wirkungen meist erst dann einsetzen, wenn sich die Konjunktur wieder erholt.
Triftige Gründe, um über die aktuellen Corona-Soforthilfen hinausgehende Konjunkturpakete zu schnüren, sind zurzeit in der Schweiz nicht erkennbar. Stattdessen sollten jedoch weiterhin konsequent alle Massnahmen unterstützt werden, die der direkten Pandemiebekämpfung dienen - etwa Ausgaben für Test and Tracing oder für die Zulassung und Produktion von Impfstoffen.
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Samuel Rutz
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