Die Schweizer Wirtschaft sieht sich zunehmend mit industriepolitischen Massnahmen aus dem Ausland konfrontiert. Bundesrat Guy Parmelin stellte fest, dass mit dem Inflation Reduction Act der USA sowie dem Green Deal Industrial Plan der EU eine Rückkehr der Industriepolitik zu verzeichnen sei. Die Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft bestätigten, dass die aufkommende Industriepolitik einen Unsicherheitsfaktor darstellt. Die Schweiz mit ihrer diversifizierten und leistungsfähigen Exportwirtschaft verfolgt selbst keine Industriepolitik. Vielmehr soll die Sicherstellung von guten Rahmenbedingungen prioritär behandelt werden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich zudem über aktuelle Verhandlungsprozesse über Freihandelsabkommen aus. Vor allem Verhandlungen mit Schwellenländern sind für die Exportwirtschaft wichtig, damit das Freihandelsnetz zur Diversifizierung von Lieferketten weiter ausgebaut werden kann. Auch die Auswirkungen der aktuellen europapolitischen Situation und der Übernahme der Credit Suisse durch die UBS auf die Exportwirtschaft wurden thematisiert.
Am Austausch nahmen Vertreterinnen und Vertreter von 17 Wirtschaftsverbänden und Handelskammern, des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, von Switzerland Global Enterprise S-GE sowie der Schweizerischen Exportrisiko Versicherung SERV teil. Ein nächster Runder Tisch Exportwirtschaft ist für Herbst 2023 geplant.
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