25.03.2020 | 08:17 Uhr
| Avenir Suisse
Lesedauer: 2 Minuten
25.03.2020, Zürich (ots) - Die Coronavirus-Pandemie hält die Welt in Atem. Um der Ausbreitung Herr zu
werden, wurden diverse einschneidende Massnahmen ergriffen. So erfolgte mit der Ausrufung
der ausserordentlichen Lage durch den Bundesrat bereits ein massiver Eingriff in die
Wirtschaftsfreiheit. Doch schon werden weitergehende Forderungen nach einem umfassenden
Shutdown der Wirtschaft laut. Dass die Wirtschaft komplett stillsteht, ist in unserer arbeitsteiligen
und hochkomplexen Gesellschaft undenkbar. Zu viel hängt voneinander ab, das gilt gerade auch
für die Lebensmittelversorgung und das Gesundheitswesen. Was aber würde ein umfassender
Shutdown bedeuten, wie ihn das Nachbarland Italien unlängst verhängt hat?
In der neuen Avenir-Suisse-Analyse werden die Kosten bei einer solchen weitgehenden
Stilllegung der Wirtschaft identifiziert und quantifiziert. Basierend auf äusserst konservativen
Annahmen müsste monatlich mit einer Einbusse bei der Wertschöpfung von fast 29. Mrd. Fr.
gerechnet werden; hochgerechnet auf ein Jahr entspräche dies mehr als der Hälfte aller in der
Schweiz produzierten Waren und Dienstleistungen.
Zu erwartende dynamische Negativeffekte sind dabei noch nicht einmal miteingerechnet.
Die enormen volkswirtschaftlichen Kosten eines solchen umfassenden Shutdown legen nahe,
dass zielgerichtetere Massnahmen dringend geprüft werden müssen, die eine Aufrechterhaltung
der Wirtschaftstätigkeit unter Einhaltung gesundheitspräventiver Massnahmen ermöglichen.
Auch in ausserordentlichen Zeiten gilt es, Augenmass zu wahren, denn aus gutem Grund hält Art. 5
Abs. 2 unserer Bundesverfassung fest: «Staatliches Handeln muss im öffentlichen Interesse liegen
und verhältnismässig sein.»
Kontakt:
Peter Grünenfelder
Peter.Gruenenfelder@avenir-suisse.ch
+41 79 458 08 63
--- ENDE Pressemitteilung Volkswirtschaftliche Auswirkungen eines umfassenden Shutdown - Neue Analyse von Avenir Suisse ---
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