In der neuen Avenir-Suisse-Analyse werden die Kosten bei einer solchen weitgehenden Stilllegung der Wirtschaft identifiziert und quantifiziert. Basierend auf äusserst konservativen Annahmen müsste monatlich mit einer Einbusse bei der Wertschöpfung von fast 29. Mrd. Fr. gerechnet werden; hochgerechnet auf ein Jahr entspräche dies mehr als der Hälfte aller in der Schweiz produzierten Waren und Dienstleistungen. Zu erwartende dynamische Negativeffekte sind dabei noch nicht einmal miteingerechnet.
Die enormen volkswirtschaftlichen Kosten eines solchen umfassenden Shutdown legen nahe, dass zielgerichtetere Massnahmen dringend geprüft werden müssen, die eine Aufrechterhaltung der Wirtschaftstätigkeit unter Einhaltung gesundheitspräventiver Massnahmen ermöglichen. Auch in ausserordentlichen Zeiten gilt es, Augenmass zu wahren, denn aus gutem Grund hält Art. 5 Abs. 2 unserer Bundesverfassung fest: «Staatliches Handeln muss im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig sein.»
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Peter Grünenfelder
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