30.03.2026 | 10:05 Uhr
| VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
Lesedauer: 3 Minuten
Bildrechte: VIER PFOTEN
Fotograf: Bente Stachowske
30.03.2026, In der Osterzeit rücken Schafe und Lämmer traditionell verstärkt in den
Fokus. Sie stehen als Symbol für Neubeginn, Unschuld und Frühling. Doch hinter den sanften Tieren
steckt weit mehr. VIER PFOTEN stellt die oft unterschätzten Fähigkeiten und das bemerkenswerte
Sozialverhalten der Tiere vor. Gleichzeitig macht die globale Tierschutzorganisation auf eine
grausame Praxis aufmerksam, die Millionen Lämmer weltweit betrifft: die Lämmerverstümmelung,
auch Mulesing genannt.
Schafe sind weit mehr als wollige Landschaftspfleger. Sie sind hochsoziale, sensible und
intelligente Tiere, die unseren Respekt und Schutz verdienen. Zehn überraschende Fakten über die
oft unterschätzten Tiere:
- Sie gehören zu den ersten domestizierten
Tieren der Menschheitsgeschichte und gelten als besonders sanft
- Ein männliches Schaf
heisst Bock oder Widder, ein weibliches Mutterschaf, Aue oder Zibbe
- Sie bauen
Freundschaften auf, trauern um verstorbene Herdenmitglieder und kämpfen nur äusserst selten
miteinander
- Schafe sind in der Lage, bewusste Entscheidungen zu treffen. Ihre
Gehirngrösse
und Struktur gleichen dem einiger Primatenarten
- Mit ihren waagerechten Pupillen und
seitlich
angeordneten Augen haben sie ein extrem weites Sichtfeld, ideal für Fluchttiere
- Sie
schlafen
nur in kurzen Phasen von etwa 30 Minuten und reagieren sensibel auf Wetterveränderungen
- Studien zeigen, dass Schafe Emotionen wie Angst, Wut, Verzweiflung, Langeweile, Ekel und
Glück empfinden
- Sie können Gesichter erkennen und merken sich mindestens 50 Schafe
und
zehn Menschen über Jahre hinweg
- Lämmer stehen nur wenige Minuten nach der Geburt
auf
und beginnen zu trinken – ein gutes Zeichen ist das typische Schwanzwedeln
- Schafe
sind
reine Pflanzenfresser und ernähren sich von Gras, Kräutern, frischen Ästen, Samen, Heu, Wurzeln
und Knollen
Hintergrund:
Lämmerverstümmelung (Mulesing)
80 Prozent der feinen Merinowolle für den globalen Modemarkt stammen aus Australien – dem
einzigen Land der Welt, in dem Lämmerverstümmelung legal und weit verbreitet ist. Dabei werden
Lämmern im Alter von zwei bis zwölf Wochen ohne angemessene Schmerzbehandlung grosse
Hautstücke am Hinterteil entfernt. Dieser Eingriff verursacht massive Schmerzen, Angst und Stress.
Mulesing wird als schnelle und kostengünstige Methode eingesetzt, um Fliegenmadenbefall zu
verhindern, obwohl längst schmerzfreie Alternativen existieren.
«Hinter Kleidung verbirgt sich
leider häufig Tierleid, von dem Konsumentinnen und Konsumenten meist nichts wissen. Es lohnt sich
daher, einen Blick auf die Tierwohlrichtlinien eines Modeunternehmens und auf das Label am
Kleidungsstück zu werfen», empfiehlt Leony Malthaner, Campaignerin bei VIER PFOTEN Schweiz.
Denn es gebe bei vielen Materialien tierischen Ursprungs Zertifizierungslabels, die zumindest ein
Mindestmass an Tierwohl relativ verlässlich garantieren. «Wer unbedingt ein Kleidungsstück aus
tierischen Fasern kaufen möchte, sollte im Minimum auf ein Tierwohl-Label achten.»
Um die
Lämmer in der Wollindustrie zu schützen, hat VIER PFOTEN zudem eine internationale Petition gestartet, die ein Ende der grausamen Praxis
der Lämmerverstümmelung fordert.
Medienkontakt:
Oliver
Loga
Press Manager Schweiz
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Altstetterstrasse
124
8048 Zürich
Tel. +41 43 311 80 90
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www.vier-pfoten.ch
--- ENDE Pressemitteilung Viel mehr als Wolle: Was Schafe besonders macht ---
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Bildrechte: VIER PFOTEN / Fotograf: Bente Stachowske
Über VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz:
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Grosskatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemässer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen.
Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Grossbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. In der Schweiz ist die Tierschutzstiftung ein Kooperationspartner vom Arosa Bärenland, dem ersten Bärenschutzzentrum, welches geretteten Bären aus schlechten Haltungsbedingungen ein artgemässes Zuhause gibt.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
Quellen:
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