Pflegefamilien nehmen Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 18 Jahren auf, um ihnen ein sicheres und liebevolles Zuhause zu bieten, ihre Entwicklung zu fördern und die Bindung zur Herkunftsfamilie aufrechtzuerhalten, wobei ihre Lebensgeschichte respektiert wird. Die Unterbringung kann kurz-, mittel- oder langfristig erfolgen. Pflegefamilien erhalten finanzielle Unterstützung vom Staat.
Eine wertvollere Investition
Im Bewusstsein der menschlichen und sozialen Bedeutung des Engagements von Pflegefamilien hat der Staatsrat kürzlich mehrere konkrete Massnahmen zur Stärkung der Unterstützung für diese Familien verabschiedet.
Daher werden ab dem 1. Januar 2026 folgende Verbesserungen umgesetzt:
Die tägliche Aufwandsentschädigung für Pflegefamilien wird von 47 auf 51 Franken erhöht; Die Urlaubskosten des Kindes können übernommen werden; Für die erste Phase der Aufnahme können auch spezielle Fördermittel für die Erstausstattung (Möbelset) gewährt werden.
Diese Entwicklungen spiegeln den klaren Wunsch der kantonalen Behörden wider, das Engagement der Pflegefamilien besser anzuerkennen und ihnen verbesserte Rahmenbedingungen zu bieten, damit sie ihre wichtige Aufgabe bestmöglich erfüllen können.
Fünfzehn neue Familien gesucht
Ende November 2025 waren 85 zugelassene Familien registriert, wodurch folgende Unterbringungen möglich waren:
25 Kinder wurden von einer Familie aufgenommen, zwischen der Familie und Kind keine familiären Bindungen bestanden; 14 Kinder wurden als vorübergehende Pflegefamilien aufgenommen, und zwar für einige Tage im Monat als Ersatz für ihre Herkunftsfamilie, eine andere Pflegefamilie oder eine spezialisierte Bildungseinrichtung; 37 Kinder wurden von einer Pflegefamilie aufgenommen, die als „intrafamilial“ bezeichnet wird, wenn zwischen dem aufgenommenen Kind und der Pflegefamilie eine erweiterte Verbindung (familiär oder anderweitig) besteht. Nach dem aktuellen Bedarf des Kinderschutzamtes würden heute etwa fünfzehn zusätzliche Pflegefamilien benötigt.
Partnerschaft mit dem Roten Kreuz zur Rekrutierung, Ausbildung, Unterstützung und Vernetzung
In diesem Sinne der Unterstützung hat das Rote Kreuz Neuenburg im Rahmen eines kantonalen Mandats ein Ausbildungsprogramm für das Jahr 2026 entwickelt, das Pflegefamilien unterstützen soll.
Diese in enger Abstimmung mit ihren Bedürfnissen konzipierten Schulungen ergänzen die anderen Unterstützungsangebote des Roten Kreuzes Neuenburg (Supervisionen, Diskussionsgruppen und Unterstützung durch Kinderkrankenschwestern oder sozialpädagogische Assistenten) und zielen darauf ab, ihre Fähigkeiten zu stärken und sie in ihrem manchmal anspruchsvollen Alltag zu unterstützen.
Zum Ende dieses Jahres möchten der Kanton Neuenburg und seine Partner den Pflegefamilien ihren Dank und ihre Anerkennung für ihr Engagement für die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen aussprechen.
Tagtäglich öffnen diese Familien ihre Häuser und Herzen, um Kindern, die oft von schwierigen Lebenserfahrungen geprägt sind, ein sicheres, fürsorgliches und stabiles Umfeld zu bieten. Indem sie ihnen Stabilität, ein offenes Ohr und Zuneigung schenken, tragen sie dazu bei, ihr Selbstvertrauen wiederherzustellen, ihnen Sicherheit zu geben und ihre Zukunft zu gestalten. Ihre unverzichtbare Rolle ist ein grundlegender Bestandteil des Kinderschutzsystems.
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Ursprünglich wurde dieser Artikel am 18.12.2025 auf der Webseite des Kanton Neuenburg veröffentlicht.





