„Die europäische Bekleidungsindustrie stand in den ersten sechs Monaten des Jahres unter dem Einfluss einer zunehmend gedrückten Konsumentenstimmung. Die jüngste Entwicklung hat unsere Wachstumsdynamik etwas verlangsamt, mittelfristig sind wir aber unverändert vom Erfolg unserer starken Marken überzeugt“, so Felix Sulzberger, CEO der CALIDA-Gruppe.
Detailhandel insgesamt rückläufig; eigenes Retailgeschäft als Umsatzstütze
Nachdem die CALIDA-Gruppe im ersten Halbjahr 2007 noch ein Umsatzwachstum von 6% zu verzeichnen hatte, lag das Umsatzplus in der Berichtsperiode noch bei 1.5%. Dabei hat die Marke CALIDA vier Umsatzprozente zugelegt, während die Marke AUBADE den Umsatzrückgang dank der Retailexpansion auf –1.2% stabilisieren konnte. Diese Wachstumsverlangsamung ist auf den rückläufigen Detailhandel im zweiten Quartal 2008 zurückzuführen.
Als Umsatzstütze wirkte in dieser Phase das eigene Retailgeschäft, das trotz schwieriger Marktsituation eine gute Performance zeigte. Sowohl bei CALIDA als auch bei AUBADE erreichten die eigenen Stores ein flächenbereinigtes Wachstum von mehr als 9%. Dazu kam der Umsatzzuwachs durch die in der Berichtsperiode 11 neu eröffneten CALIDA Stores und die 5 neuen AUBADE Stores. Diese Entwicklung bestätigt die CALIDA-Gruppe in ihrer Strategie, markenspezifische Verkaufsflächen wie Markenstores und Shop-in-Shops weiter auszubauen. Damit kann erfolgreich der strukturellen Schwäche im traditionellen Detailhandel begegnet und die Marktexpansion in eigener Regie kontrolliert vorangetrieben werden.
Hohe Eigenkapitalquote
Das Betriebsergebnis EBIT erreichte im ersten Halbjahr CHF 5 Millionen, verglichen mit CHF 6.8 Millionen in der entsprechenden Vorjahresperiode. Der Nettogewinn lag bei CHF 3.1 Millionen (Vorjahr CHF 5.8 Millionen).
Trotz der leichten Umsatzsteigerung fiel damit das Resultat der einzelnen Ergebnisstufen im Vergleich zum Vorjahr schwächer aus. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das eigene Retailgeschäft in der Aufbauphase noch nicht die gleiche Marge abwirft wie das Grosshandelsgeschäft. Überdies führte der unter den Erwartungen liegende Absatz zu höheren Wertberichtigungen auf den Vorräten.
Die Nettoverschuldung konnte im Halbjahresvergleich um CHF 0.9 Millionen auf CHF 15.7 Millionen reduziert werden. Die Eigenkapitalquote hat sich von hohen 59.5% weiter auf 65.3% verbessert.
Verhaltener Ausblick
Aufgrund der abgeschwächten Konsumentenstimmung geht die CALIDA-Gruppe nun für das Gesamtjahr 2008 von einem im Jahresvergleich flachen Umsatzverlauf aus. Die Umsätze mit dem traditionellen Detailhandel werden sich weiter abschwächen, während die Expansion der eigenen Retail Stores diese Entwicklung umsatzmässig kompensieren kann. Entsprechend werden auch die Ertragserwartungen nach unten revidiert. Für das gesamte Geschäftsjahr 2008 kann aus aktueller Sicht eine Betriebsgewinnrendite von 5 bis 6% erwartet werden
Da CALIDA und AUBADE in ihren jeweiligen Marktsegmenten sehr gut positioniert sind, kann davon ausgegangen werden, dass die mittelfristigen Ertragsziele trotz der zurzeit schwachen Marktverfassung erreicht werden.



